Hallo,
vielleicht ist dem einen oder anderen nicht bewusst, dass wir hier in München leben (also sumira und ich ;)). Ich kann durchaus nachvollziehen, warum man einfach weitergeht. Wenn nicht gerade eine Straße in der Nähe ist, mache ich das manchmal auch so. Es nervt einfach, wenn man ständig damit beschäftigt ist, auf die Halter von irgendwelchen Tut-nixen zu warten, denn sumira's Harvey ist ja nicht Münchens einziger Hund, der andere Hunde spannender findet als seine Halter.
Ich entscheide nicht immer gleich. Es hängt von den örtlichen Gegebenheiten (Straßennähe z.B.), meiner eigenen Verfassung und auch der Laune meiner Hunde ab. Wenn Ebby Schmerzen hat, kann sie anderen Hunden gegenüber recht ekelhaft werden. Ich versuche andere Hunde zurückzuschicken und meistens klappt das auch, aber ich hab eben auch nicht in jeder Situation die Zeit und die Lust erstmal 10 Minuten zu warten bis Herrchen oder Frauchen angewackelt kommen - und das nur, damit das Spiel dann direkt von vorne losgeht, denn angeleint wird der Hund dann ja meistens nicht.
Bei allem Verständnis für deine Situation als Ersthundehalter, sumira, aber Harvey abzuleinen, wenn du weißt, dass er nicht hört, geht für mich gar nicht. Ich hab euch ja nun selbst im Englischen Garten erlebt und für Harvey war das alles total witzig und sein Verhalten blieb ohne Konsequenzen. Er ist völlig überdreht von einer Hundegruppe in die nächste gerannt, ob angeleinte Hunde dabei waren oder nicht und wenn er da fertig war, dann in die nächste. Wir waren eigentlich ständig damit beschäftigt, auf Harvey zu warten.
Bekommt ihr in der Hundestaffel eigentlich keine Hilfestellung? Auch denen müsste doch dran gelegen sein, dass Harvey möglichst schnell Prüfungsreife erlangt.
Ansonsten rate ich dir wirklich zu angeleitetem Hundetraining.
Es ist ja kein Beinbruch, wenn ein Hund nicht perfekt erzogen ist, du siehst die Probleme ja und möchtest daran arbeiten. Für mich käme aber ab sofort erstmal die Leine dran.