Aber wie viel ist denn "genug Geld" für Hundehaltung konkret? Der Anspruch kann ja nicht sein, dass jeder Hundehalter einfach mal so eine gute fünfstellige Summe zur Verfügung hat, oder?
Ich glaube, auf diese Frage gibt es keine einheitliche Antwort. Das Thema ist ja auch schon etliche Male diskutiert worden und die Antworten gehen da sehr weit auseinander. Das wird jetzt nicht anders sein.
Ich habe irgendwie ein Händchen für Pechmagneten. Ich habe erlebt, wie unfassbar teuer ein Hund werden kann, wenn die Krankheit rätselhaft ist und der Hund Katastrophen sammelt, wie andere Paybackpunkte... Ich sehe auch jetzt, wie schnell hier 2000€, da 4000€, dort X weg ist.
Zum Thema fünfstellig:
CT / MRT sind inzwischen Standarddiagnostik. Dafür ist beim Hund im Gegensatz zum Menschen eine Narkose nötig. Ich hatte für einen 22kg schweren Hund eine Info über 1600€ für ein CT, mit Proben waren wir letztendlich bei knapp 2000€ - ohne Blutbild, da das erst vor kurzer Zeit gemacht wurde.
Wird Ryder operiert, werden nochmal ca. doppelt so hohe Kosten auf mich zukommen. Reden wir mal nicht darüber, was ist, wenn es zu Komplikationen kommt.
Jetzt wurde dem gleichen Hund kürzlich ein Backenzahn entfernt - mit Blutuntersuchung waren das auch etwas über 1500€.
Da sind wir von fünfstellig plötzlich gar nicht mehr wahnsinnig weit weg.
Was ist die Alternative? Einen lebensfrohen 4-Jährigen einschläfern lassen?
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Ich bin im Moment an einem Punkt, an dem ich erstmals das Gefühl habe, das ich mir mit meinen Vorstellungen von dem, was ich medizinisch ermöglichen möchte, in Zukunft keine zwei Hunde mehr leisten werde - und bei mir gilt nicht das Motto: Was gemacht werden kann, soll unbedingt gemacht werden. Ich wäge durchaus ab und sage auch mal "nein".