Beiträge von Samojana

    Ein sicherer Indikator zum Selenstatus soll wohl die Aktivität der Glutathion-Peroxidase (im Blutplasma)
    sein, die bei einem Mangel abnimmt.

    Der Selen-Bedarf des Hundes wird nur geschätzt. Die Empfehlung lautet: 5 ug pro kg Körpergewicht.

    Zur Selenfunktion: sehr gut erklärt
    Die Funktion des Enzyms Typ-1-5 Jodthyronin-Dejodase ist von Selen abhängig. Dieses Enzym ist wichtig für die Schilddrüsenhormone, es wirkt bei der Umwandlung von T3 (Thyroxin), der inaktiven Vorstufe des Schilddrüsenhormons, in die aktive Form T4 als Katalysator, ausserdem dejodiert es Thyronin. Selenmangel hat eine spezifische Wirkung auf Konzentationsänderungen der Schilddrüsenhormone. Durch verminderte Bildung von T3 bei Selenmangel können Störungen in der Schilddrüsenfunktion auftreten. Trotz ausreichender Jodzufuhr sinkt dann der Gehalt an Gesamtjod. Bei gleichzeitigem Selen- und Jodmangel können zusätzlich metabolische Störungen eintreten.
    http://www.orthomedis.ch/selen.htm

    die darunterstehenden Angaben zur Verfügbarkeit von Selen sind in den veterinärmedinzischen Büchern identisch. Die Nährstoffangaben sind theoretisch für die Katz, weil im Körper nicht das ankommt, was auf dem Papier angegeben wird. Insofern wieder eine Bestätigung, dass eine Futterration nicht immer optimal berechenbar ist.


    Der Selen-Gehalt allein reicht zur Bewertung von Nahrungsmitteln jedoch nicht aus. Es muß auch die Bioverfügbarkeit des Selens berücksichtigt werden, die sehr unterschiedlich sein kann. In Getreiden z.B. ist sie hoch und liegt zwischen 90 und 100%, in Seefischen ist sie wesentlich geringer. Im Thunfisch ist das Selen z.B. nur zu etwa 50% bioverfügbar, im Fischmehl nur zu etwa 10%. Auch das im Fleisch enthaltene Selen weist im allgemeinen eine, im Vergleich zu Getreiden, verminderte Bioverfügbarkeit auf. Im tierischen Eiweiß liegt ein Teil des Selens an Schwermetalle gebunden bzw. in anderen, nicht bioverfügbaren Formen vor. Rindfleisch ist - zumindest in Europa - vergleichsweise selenarm, da diese Tiere in der Regel kein selenhaltiges Kraftfutter erhalten.
    http://www.webmed.ch/docs/selen/Selen_Teil_III.htm

    Im Trockenfutter wird i.d.R. anorganisches Natriumselenit als Selenquelle zugesetzt. In Verbindung mit Vitamin C soll lt. Literaturangaben Selen vom Darm nicht mehr aufgenommen werden können.
    Dieses Problem besteht bei einer organischen Quelle nicht.
    Organisches gut verfügbares Selen in Form von Selenmethionin wird m.W. nur von Bozita verwendet.
    Für mich stellt sich die Frage, wieviel Selen kommt im Organismus eines Hundes an, der in der Lage ist Vitamin C in hoher Menge selber zu synthetisieren bzw. wenn in einem Trockenfutter zusätzlich noch Vitamin C enthalten ist?
    Warum "vertragen" sich Natriumselenit und Vitamin C nicht?

    http://www.selen-und-krebs.de/d/fragen8_d.html

    Zitat

    Wieso pickst Du nur einen kleinen Teil aus der Berechnung heraus und vergisst den Rest?


    Ich habe geschrieben:
    Trockenfutter besteht nicht nur aus Fleisch. Sondern i.d.R. zu 50 % aus stärkehaltigen Kohlenhydraten
    Wobei niemand von uns weiß, ( ausser der Hersteller selber ) wie viel Protein davon auf tierische Quellen ( Fleisch) fällt, weil diese Zahl sich selbstverständlich auf pflanzliches und tierisches Protein in seiner Gesamtheit bezieht.

    Ich kenne kein Trockenfutter, dass nur aus tierischem Protein und Fett besteht.
    Dieser Vergleich mit Trockenfutter kommt sozusagen auf zwei Krücken daher.

    Zitat

    Aber sollten sie dann nicht andere Formulierungen benutzen?

    warum? Knochenkost ist nunmal von der Verdauung her gesehen Schwerstarbeit für Magen und Darm.

    Futtermedicus ( Vetmed. Dillitzer) ist nicht gegen Barf, doch sie schreibt:

    Die Risiken: Verletzungen durch Knochensplitter, Zahnfrakturen, Krankheiten,
    die von rohen Knochen übertragen werden können, und der gefürchtete
    Knochenkot. Die zementartige Masse, die manche Hunde nach einem
    ausgiebigen Knochenmahl im Darm haben, kann jeden Tierarzt vor eine
    Bewährungsprobe stellen – Spülen, Ausmassieren

    „Schlecht ist, wenn unsere Schützlinge schlingen und die Knochen nicht gut
    klein kauen“, sagt Fachfrau Dillitzer. Dann liegen ganze Stücke schwer im Darm
    und Magen und können vom Hund nicht verdaut werden.
    http://home.vrweb.de/boeker/images/knochenkost.pdf

    Zitat


    Stimmt es das "natürliches" Calcium (aus Knochen, Knochenmehl, Eierschalen) ausgeschieden wird wenn man zu viel füttert? Bis zu welcher Dosierung ist das möglich? Was passiert wenn man zuviel Calcium füttert und dies nicht ausgeschieden werden kann?

    Hier wird sehr gut beschrieben, was eine übermässige Calciumversorgung ( Harnsteine+Knochenkot) für Folgen nach sich ziehen kann.
    Folgen einer Knochenfütterung .
    http://www.tierarztpraxis-bosse-schilling.de/index.php?opti…id=37&Itemid=49

    Ausserdem führt eine Kalziumüberversorgung zu einem sekundären Kupfer-und Zinkmangel.
    Ein Phosphorüberschuss kann die Progression einer ( unentdeckten!?) Nierenerkrankung beschleunigen.

    Zitat

    da würde mich auch mal interessieren, ob zuviel Rohfleisch vielleicht Krebs fördert.. bei Menschen ist es ja erwiesen, dass zuviel Fleisch auf Dauer die Zellen entarten lässt.. und der Hund ist kein reiner Fleisch-, sondern Allesfresser..

    dazu gibt es wohl eine Studie zu Mammatumoren:

    Als besonders signifikante Risikofaktoren erwiesen sich eine fleischreiche Ernährung und Übergewicht am Ende des ersten Lebensjahres, wie auch eine spanische Untersuchung bestätigt(Perez Alenza, D. et al.(1998): Relation between habitual diet and canine mammary tumors in a case-control study. In: J.Vet.Intern.Med. 12 (3): 132-139).

    http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=1969&t

    die Originalstudie

    http://translate.google.de/translate?hl=d…%26prmd%3Divnsb