Beiträge von Samojana

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    Hat vielleicht noch jemand einen Tipp oder Erfahrung damit, wie ich am besten vorgehe, damit er es verträgt?

    Oder kann ich nach der gestrigen Geschichte davon ausgehen, dass das nix wird?

    ruf oder mail futtermedicus doch an und schildere die Problematik.
    Fütterst du noch Bactisel?

    die Verwertung der Kohlenhydrate hängt von der Zubereitung ab. Kartoffeln sind oft problematisch, vor allem wenn sie ausgekühlt und wieder aufgewärmt werden.

    Frisch gekochte Kartoffelstärke ist dagegen gut verdaulich, beginnt jedoch während des Abkühlens oder der Trocknung erneut zu kristallisieren.
    Verdauungsstudien in vitro und beim Menschen haben gezeigt, dass bis zu 13 % der rekristallisierten Kartoffelstärke von der Amylase der Bauchspeicheldrüse Amylasen sind stärkeabbauende Enzyme nicht verdaut werden kann und deshalb im Dickdarm fermentiert wird.

    Quelle: Klinische Diätetik für Kleintiere


    Hier hab ich noch etwas zu den Kohlenhydraten allgemein geschrieben.


    https://www.dogforum.de/barf-allgmeine…77037-5160.html

    Die optimale Zubereitung entscheidet über die Verdaulich-und Verträglichkeit, sonst heißt es hinterher immer , der Hund ist allergisch gegen Getreide,er verträgt keinen Reis oder er kotzt die Nudel oder Kartoffeln aus bzw. kriegt schleimigen Durchfall. Der Reis muss mit besonders VIEL Wasser ( Verhältnis 1:5 oder 1:6) ganz durch und sogar überkocht werden, bis er richtig butterweich ist. Vollkornreis ist deshalb nur etwas für den robusten Hundemagen und Darm.

    Der Hund kaut auch nicht wie wir. Deshalb müssen Kohlenhydrate für den Hund genauso zubereitet werden, wie für ein zahnloses Kleinkind.
    D.h. keinen körnigen Reis wie Vollkornreis, Nudeln al dente, grobe Flocken oder Kartoffeln am Stück etc.
    Amaranth und Quinoa sind für den Hundedarm ebenfalls eine große Herausforderung. Wer genau hinschaut, wird die Körner im Kot sehr oft wiederfinden.
    Beim Reis erfüllt Basmatireis von der Verdauung her am besten diese Voraussetzungen. Von den verschiedenen Getreiden, die in Hundenährung verwendet werden, ist weißer Reis die faserärmste Zerealie und gilt als die Stärkequelle mit der höchsten Verdaulichkeit.

    Je besser der Reis im Herstellungsprozess gegart wird, desto verdaulicher ist die Stärke.
    Der Reis muss für den Hund mit besonders VIEL Wasser ( Verhältnis 1:5 oder 1:6) ganz durch und sogar überkocht werden, bis er richtig butterweich ist. Ist der Kochvorgang zu kurz, kann der
    Stärkeaufschluss unzureichend sein, und die Hunde bekommen Durchfall.

    Empfehlenswert für den Anfang sind auch Schmelzhaferflocken, Buchweizenflocken, Reisflocken oder wenn´s mal schnell gehen muss, die Getreidebreie für Kleinkinder z.B. von Alnatura eignen sich ebenfalls sehr gut.
    Schmelzhaferflocken müssen nicht großartig erhitzen werden. Sie zerfallen ähnlich wie die Matzingerflocken , wenn sie in Kontakt mit warmen Wasser kommen.
    Die Konsistenz der Matzinger Flocken sind beispielhaft dafür, wie stärkehaltige Kohlenhydrate für den Hund aufgeschlossen sein müssen, um auch in größeren Mengen optimal verdaut werden zu können.

    Aufgrund meiner eigenen Erfahrungswerte kann ich sagen, die besten Ergebnisse erziele ich mit dem Dampfgarer bzw. geschlossener Einsatz im Schnellkochtopf . Die Kohlenhydrate kommen nicht in Kontakt mit dem Topfboden, brennen nicht an und werden zusätzlich schonend gegart.

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    Ich mache mir eben Gedanken ob ein Hund notfalls mit Muskelfleisch und Möhrchen alt werden kann.

    die Energiegewinnung findet in diesem Fall ausschl. über Protein ( Fleisch) statt.
    Reicht die Proteinmenge dafür nicht aus, kommt es zum Proteinkatabolismus. Das bedeutet, der Organismus entzieht der Muskulatur das Protein und wandelt es zur Energiegewinnung um in Brennstoff. Die Muskelmasse wird quasi regelrecht „verheizt“.