Beiträge von Samojana

    Hunde ,Wölfe und der Pürierstab können keine Cellulose spalten. Die chemische Umwandlung mit einem Mixer funktioniert leider nur in den Köpfen der Hobbyautoren. Reine Pflanzenfresser haben im Verdauungstrakt Mikroorganismen, die Cellulase ( Enzym) liefern, sprich die Voraussetzung für Celluloseverdauung.

    Fachwissen Lebensmittelchemie
    Nur Wärmebehandlung führt zu einer Zellwand-Schwächung im Gemüse, die von Zunahme ihrer Durchlässigkeit bis hin zum Platzen der Zellen führen kann. Dies macht sich - je weiter sich die Wärme in die Tiefe des Gemüses ausbreitet - auch als Weichwerden vieler Gemüsearten beim Kochen bemerkbar. Die Auflockerung und Zerstörung pflanzlichen Zellwände beim Kochen erlaubt menschlichen Verdauungsenzymen nach dem Verzehr des gekochten Gemüses den Zugang zum Inneren der Gemüsezellen. . So können dort alle verwertbaren Nährstoffe herausgelöst und für die Aufnahme in den Körper chemisch weiter zerlegt werden.

    http://www.dialyse.de/news/200709-Ge…-oder-nicht.htm

    Zitat

    Und -ja, ich tu es wieder- ein Wolf frisst bis zu 10kg Fleisch am Tag!!! Warum ist die Nierenisuffizienz bei ihnen deutlich weniger verbreitet?

    Hast du Belege dafür?

    Dieser ständige immer wieder an den Haaren herbeigezogene Vergleich mit dem Wolf und seine Fressgewohnheiten bringt uns bei dieser Diskussion wirklich nicht weiter.

    Also überleg dir eine bessere Argumentation , die für eine protein-und phosphorlastige Ernährung bei Haushunden spricht.

    Natürlich und artgerecht ist nicht automatisch gesund. Jeder Hundehalter weiß, dass nach einem „artgerechten Verzehr“ von Mäusen ( die frisst der Wolf auch) der Hund, oft völlig verwurmt ,behandelt werden muss.

    Zu einer natürlichen und artgerechten Lebensweise zählt auch, das Wölfe an Staupe, Parvovirose, Tollwut , Räude, infektiöse Hepatitis, Borreliose und Parasitenbefall erkranken.

    Zum Beispiel der Nierenbandwurm, der bis zu 1 m lang werden kann und das komplette Nierengewebe des Wolfes zerstört.Die Natur ist sehr grausam und keineswegs so perfekt, wie immer dargestellt wird. Nur der Stärkste hat eine größere Überlebenschance! Deshalb werden Wölfe in der freien Natur auch nicht besonders alt.
    Im Durchschnitt 6-7 Jahre.

    Der Hund dagegen war in der Vergangenheit darauf angewiesen von den Resten der menschlichenErnährung zu leben. Sein kompletter Verdauungstrakt einschließlich Leber und Nieren musste sich umstellen.
    Dazu kam die selektierende Zucht. Gerade durch diese Zucht nach einem bestimmten Schönheitsideal werden automatisch auch die Ernährungsempfindlichkeiten vergrößert.
    Aufgrunddessen leiden diese gezüchteten Hunde unter Schwächen im Magen-Darmtrakt, genetisch bedingte Erkrankungen der Nieren, Herzkrankheiten, Allergien und vieles andere mehr. Ein Blick in die Gesundheitsrubrik dieses Forum reicht hoffentlich zur Beweisführung aus. Beim Wolf dagegen wird keine selektive Zucht durch Menschenhand betrieben.
    Allein daran ist doch ersichtlich, dass dieser Wolfsvergleich völlig daneben ist.

    Info: Hunderassen mit einer Prädisposition für Nierenerkrankungen

    http://www.proniere.at/1NIERENINFO/Hu…krankungen.html

    Zitat

    Samojana
    Du meinst diese hier, oder?

    Finco DR, Brown SA, Crowell WA, Duncan RJ, Barsanti JA, Bennett SE. Effects of dietary phosphorus and protein in dogs with chronic renal failure. Am. J. Vet. Res. 1992; 53: 2264-2271

    Tät mich auch interessieren ;) Allerdings finde ich die gerade online nicht. Also, wenn Du da den Link hättest...

    http://files.championpetfoods.com/Effects_of_Hig…al_Function.pdf

    diese meine ich, ist aber nur eine von vielen. Die Ergebnisse sind immer gleich. O-Ton: Die Reduzierung des Phosphorgehaltes des Futters ist nachweislich imstande, das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz bei Hunden zu verlangsamen.
    Es heißt ja immer hohe Proteinmengen schaden nicht. Nur man bedenkt bei diesem Satz nicht, das Protein
    nicht nur für Fleisch steht. Die Studien kamen alle zu einem einzigen Ergebnis:

    Fleischprotein zeigte eine signifikant stärkere Zunahme der GFR (Nierenfunktion ) als das Milcheiweiß Casein.
    ( siehe o.a. Studie)
    Zur Erklärung: Die GFR ist für die Abschätzung der Nierenfunktion die wichtigste Größe. Hoher Phosphorgehalt in der Nahrung erhöht die GFR und begünstigt Calcium-und Phosphorablagerung in der Niere.

    Soja und Fleisch erhöht die GFR . Ein Hinweis darauf ,dass diese Proteinquellen mehr Stress auf das renale Nieren-System verursachen . In diesen Studien wurden der Kasein-Effekt auf die GFR getestet und alle Ergebnisse zeigten, dass Casein die GFR nicht erheblich erhöht.

    In der Finco-Studie wurden die Hunde aufgeteilt.
    Gruppe 1: bekam eine phosphor- und proteinreiche Diät ( Trockenfutter) undzwar 32 % Protein 1,46 –1,50 Phosphor.
    Protein etwas weniger als Orijen, Phosphat gleich. Mit dieser Nahrungszusammensetzung verschlimmerte sich die CNI rapide.
    Gruppe 2 bekam eine phosphorarme und proteinreiche Diät undzwar 32 % Protein und 0,44-0,49 % Phosphor.
    Die Überlebensraten wurden signifikant durch eine Phosphorreduktion beeinflusst.
    15 von 24 Hunden mit reduzierter Phosphorzufuhr überlebten, verglichen mit 8 von 24 Hunden mit einer phosphorreichen Diät.
    Das war nur möglich mit einem speziell konstruierten Trofu aus dem Labor und nicht mit Fleisch und Knochen.
    Eine proteinreiche und trotzdem nierenschonende Diät ist nur möglich mit einer Proteinquelle, die phosphatarm ist undzwar Caseinhydrolysat/Molkeprotein . Auf keinen Fall Fleisch.
    Casein ist praktisch phosphatfrei, purinfrei, kaliumarm und natriumarm.
    Erfüllt alle Voraussetzungen für eine proteinreiche Nierendiät.
    Dialysepatienten decken mit dieser Proteinquelle ihren Proteinbedarf, ohne die Nieren zu schädigen.
    Siehe Rezepte für Nierenkranke mit Caseinprotein!
    http://www.dr-steudle.de/pages/Diaprotein.php

    In diesem Fall schädigen hohe Proteinmengen die Nieren tatsächlich nicht!
    Ich gebe auch zu bedenken, das bei vielen Hunderassen eine entsprechend genetische Veranlagung zur Entstehung von Nierenleiden vorhanden ist. Bei Berner Sennenhunden, Bullterriern, Cockern, Pudeln , Dobermann
    Rottweiler , Goldenretriever, Shi Tzu, Dalmatiner , Yorkshire Terriern etc. kommen Nierenerkrankungen gehäuft vor.
    Dieser Prozess beschleunigt sich logischerweise, wenn diese wichtigen Ernährungsfaktoren vonvornherein nicht berücksichtigt werden. Sehr typisch für CNI ist der schleichende Verlauf. Erst wenn bereits 65 - 70% der Nephrone zerstört sind, kommt es zu klinischen Symptomen.Die Niere kann also sehr gut bis zu einem gewissen Zeitpunkt kompensieren.
    Deshalb die Frage, will man es wirklich soweit kommen lassen .

    deine Antwort zeigt mir, dass du die Studie nicht gelesen bzw. überhaupt nicht verstanden hast, worum es dabei überhaupt geht.
    Aber egal.
    Der Verdauungstrakt vom Wolf und Hund ist gleich. Stimmt. Genau wie bei uns Menschen, wir haben alle denselben Verdauungstrakt. Was schließen wir deiner Ansicht nach daraus? Rückkehr zum steinzeitlichen Lebensstil. Schmeißt alle eure PCs weg??
    Jeder wirft mit Bruchstücken von Wissen um sich, im Glauben den Stein des Weisen gefunden zu haben und vergisst dabei dass jeder Mensch und jeder Hund ein Individuum ist, das etwas anderes zum Leben braucht.
    In keinem Fall braucht der Hund VIEL Fleisch.

    Zitat

    Welche langzeitstudien gibt es?

    googel nach der Finco-Studie, da kannst du alles lesen.

    Und worauf bisher niemand antworten konnte: Warum nehmen Wölfe scheinbar NIE zu viel Protein zu sich. Auch wenn ein Hund schon lang kein Wolf mehr ist, ist die Verdauung doch weitgehend gleich geblieben.


    .
    Wie wärs, wenn du mal bei der Realität bleibst? Wir haben keine Wölfe, sondern Hunde. Und ich denke mal, dass du dir auch wünscht, dass dein Hund älter wird als ein freilebender Wolf.

    Zitat

    Wir achten doch auch nicht darauf wieviel %Protein, Fett o.ä. wir zu uns nehmen oder? Das gesammtpaket muss stimmen!

    Das Gesamtpaket bei Orijen stimmt eben nicht. Offenbar ist der Hersteller sich wohl selbst nicht mehr so sicher, denn die hohen Proteinwerte wurden von 45 auf mittlerweile 38 % gesenkt.
    Es hätte mehr Sinn gemacht, auch Phosphoranteil nach unten zu korrigieren.

    Die chronischen Nierenerkrankungen Hunde sind die Todesursache Nr. 1 in der Kleintiermedizin. Etwa ein Viertel unserer Hunde sterben an den Folgen einer chronischen Niereninsuffizienz.
    Hohe Phosphorgehalte beschleunigen, beschränkte Phosphoranteile verlangsamen diesen Prozess.

    Zitat

    Straßenhunden: Sie fressen wohl auch lieber Aas und Fleischabfälle als Kornflakes...

    in welchem Schlaraffenland leben diese Hunde denn, wo Fleischabfälle auf den Bäumen wachsen?
    Ich habe selber einen Straßenhund, seine Fleischverträglichkeit ist sehr begrenzt.
    Und deiner 1 zu 1 Übertragung Wolf-Hund kann ich auch nichts abgewinnen, weil vieles , was du schreibst, einfach nicht stimmt.

    Zitat

    Meine 2 bekommen Orijen -einfach weil Hunde Fleischfresser sind und selten an Gerteide nuckeln. -Das soll nicht heissen, dass Getreide schädlich ist, sondern unnötig.

    Hundefuttermittel zur Erhaltung adulter Tiere sollten daher nicht mehr als 30% Protein (i TS) enthalten.
    Das ist die Empfehlung zur absoluten Obergrenze und eine klare Ansage.
    Kommen dann noch Kaustangen und diverse proteinereiche Knabberartikel dazu sind 100 % schnell erreicht.
    Wer meint, mit seinem Hund Experimente machen zu müssen , nur weil ein Hersteller Profit
    aufgrund des aktuellen Fleischtrends machen will , soll dies tun.
    Sind die Stoffwechselorgane erst einmal geschädigt , ist es eh zu spät.