Beiträge von Samojana

    Die Fleischmenge ( Protein) zu ermitteln, ist keine Kunst. Dafür existieren Empfehlungen. Wichtiger ist der Energiebedarf, denn alle Lebensvorgänge sind in erster Linie auf Energie ( Kalorienmenge) angewiesen.

    Deckt man nur den Eiweißbedarf, ( Fleisch) erhält der Hund zu wenig Energie und nimmt ab. Deckt man den Energiebedarf ausschließlich über Eiweiß ( Fleisch) überfüttert man den Hund mit Eiweiss und er wird über kurz oder lang krank.
    Eiweiß wird primär nur zum Aufbau von Körpersubstanz benötigt. Führe ich dem Organismus aber nicht genügend Energie zu, wird er das Nahrungseiweiß nicht zum Aufbau heranziehen, sondern zur Energiegewinnung verbrennen.

    Das bedeutet, der Hund bekommt nur so viel Fleisch bzw. tierische Proteine, wie zum Aufbau benötigt werden.
    Eine unnötige und organbelastete Verbrennung zur Energiegewinnung verhindert man, indem man den Energiebedarf ausreichend durch Fett und Kohlenhydrate deckt.
    Hochwertiges Muskelfleisch ( Hühnerbrust, Hackfleisch, Fisch etc.) hat einen Eiweißanteil von bis zu 18-21 % minderwertige bindegewebsreiche Schlachtabfälle ( Lunge, Euter, Schlund, Milz, Ohren, Pansen, Knorpel kurzum bindegewebreiche Schlachtabfälle) bringen es nur auf 11-12% RP.

    D.h. der Hund braucht zur Deckung seines Proteinbedarfes wesentlich mehr davon . Der Nachteil:
    Minderwertige Schlachtabfälle sind schlechter verdaulich und unverdauliches Protein (Bindegewebe) hat keinerlei Nährwert für den Hund. Bei einseitiger Fütterung vermehren sich die schlechten Bakterien im Darm und es kommt zu Durchfall, Fehlgärungen und übel riechenden Kot.
    Wobei wir wieder bei der Proteinqualiät angelangt sind. Mein Hund bekommt nur hochwertiges lebensmitteltaugliches Fleisch und keine Schlachtabfälle, die zu Spottpreisen in den Barfshops vertrieben werden.

    Nachstehend zwei Beispiele wie eine hausgemachte Futterration aussehen kann: Quelle: Klinische Diätetik für Kleintiere und M/Z)


    Tagesrezept für einen 10 kg Hund ( Meyer/Zentek)


    130 g Kopffleisch ( Rind) Proteinlieferant
    85 g Reis poliert Energielieferant
    50 g-60 Gemüse Ballaststofflieferant
    4 g Sonnenblumenöl Energielieferant
    Mineralstoffergänzung
    ( Zutaten roh ausgewogen)

    Tagesrezept für einen 10 kg Hund ( Klinische Diätetik für Kleintiere)

    140 g mageres Fleisch
    380 g gekochten Reis
    100 g Karotten
    5 g Öl

    Zitat

    Vielleicht kenn jemand das Buch: "Hunde würden länger leben, wenn... Schwarzbuch Tierarzt".
    Ich besitze das Buch nicht, habe jedoch einmal in der Bücherei reingeschnuppert. Dort sind Dinge beschrieben, wie zum Beispiel, dass das Impfen - in seiner Häufigkeit - Tiere krankmachen kann, es sind vielerlei Beispiele gegeben. Ob nun alle Sachen stimmen, die die Autorin beschrieben hat, sei dahingestellt.

    ein Artikel in der FAZ. Die Autorin verkauft übrigens nebenher selber Fertigfutter in ihrem " Futtermittelladen".
    Die Dame bildet sich offenbar ein, dass alle Tierärzte( ausser sie selber !!!)nur hinter dem Geld her wären und dass dafür alle Heilpraktiker oder sonstigen Gesundheitspropheten vom reinen Idealismus beseelt sind .
    http://www.faz.net/aktuell/feuill…de-1657375.html

    Zitat

    )

    Zitat G.Bloch ( Wuff Hundemagazin 10/11)
    ".....Wolf und Hund 1:1 gleichzusetzen ist schlichtweg abstrus. Der Wolf in freier Wildbahn lebt weitestgehend unabhängig. Artgerecht für den Hund ist hingegen, eng mit dem Menschen zusammenzuleben" Zitat Ende

    Bloch´s Stellungnahme zum Artikel: BARFEN Allheilmittel oder barer Unsinn ? ( Hundewelt 2008)

    Wolf wie Hund sind Allesfresser. Wölfe fressen KEINEN Pansen, wie immer behauptet wird, wohl aber Innereien inklusive Darm nebst Inhalt. Unsere eigenen Hunde fressen Trockenfutter und viel Hausmannskost ( Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse, Obst, auch Fleisch-roh wie gekocht. Alle werden alt (Laika Jasper12,-Dackel Kasthin 15 )
    Also der ganze Aufstand ist meiner Meinung nach völlig übertrieben, denn was haben die Hunde 15.000 Jahre bloß ohne Futterindustrie und Barfen gemacht ? Vom Abstauben gelebt und bestens überlebt. Besonders interessant : Menschen, die über "gesunde" Hundeernährung schwadronieren und dann sich selbst eine Currywurst mit Fritten rot-weiß reinschieben. Nichts gegen Currywurst!!!

    ein guter Plan! :gut: Stammt er von dir?

    [quote="suchbringgib"]


    Die Magensäure des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure als die des Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter 1 (Mensch: pH-Wert 4 bis 5).

    Du hast zu viel auf den falschen Seiten gelesen. Der pH-Wert des menschlichen Magensaftes ist und lag schon immer zwischen 1-1,5. Also nicht viel anders als beim Hund. Mit einem pH von 4-5 wäre beim Menschen keine Verdauung möglich. Deshalb auch mein Ratschlag, Barferseiten besonders kritisch zu hinterfragen. ;)


    Die Magensäfte werden bei gekochtem Futter nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es kommt gehäuft zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall.

    auch dieser Satz ist totaler Blödsinn. Warum verbreiten die Anhänger von BARF eigentlich ständig irgendwelche Lügen? Und genau da fängt es an, das ich die Inhalte dieser Seiten generell in Frage stelle. Hunde fressen seit ein paar tausend Jahren das, was der Mensch ihnen zu fressen gibt und viele werden deutlich älter als der Wolf.

    Ganz offensichtlich werden Tatsachen verleugnet und Fakten deshalb gefälscht, um das heilbringende Barfkonzept besser platzieren zu können. Dazu gehört meines Erachtens schon ein gewisser Grad an Fanatismus.

    Es macht echt Sinn auch die Barferseite mal zu hinterfragen und sich erst dann eine eigene Meinung zu bilden.

    Wenn alle Hundebesitzer hier im Forum ihre Hunde von jetzt auf gleich im Wald ausssetzen würden, damit sie ihr Futter selbst jagen, wären viele Hunde nach zwei Monaten tot, so domestiziert ist dieser angebliche "Wolf".