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Ich weiß, daß z.B. eine ketogene Diät über Monate und Jahre durchgeführt werden muß um überhaupt zu greifen und eigentlich gibts auch so unterschiedliche Formen von Epilepsie, daß selbst die Wissenschaft keine genaue Auskunft geben kann.
soweit ich informiert bin, funktioniert die ketogene Diät nur bei Kindern, aber auch nicht immer.
Die Hundestudie war dagegen weniger erfolgreich. Der Grund: Hunde sind im Vergleich zu Menschen widerstandsfähiger gegen Ketose, weil sie sich wesentlich besser an Hungerphasen anpassen können.
Deshalb bringen Diäten, die eine Ketose bei Menschen auslösen relativ wenig bei Hunden.
Obwohl es ja immer heißt, dass Hunde aussergewöhnlich viel Fett komplikationsfrei vertragen können, sind in besagter Studie drei von neun Hunden an Pankreatitis erkrankt. Die ketogene Diät bestand aus 57 Prozent Fett, 5,8 Prozent NFE, 28 Prozent Eiweiß.
Grundsätzlich würde ich bei Epilepsie " versuchsweise" eine glutenfreie Ernährung antesten.
Studien dazu:
1944 WAGNER u.
ELVEHJEM
Gluten; Vermutung, im Gluten (Weizenkleberprotein) sei eine für Junghunde
toxische Substanz enthalten; 4 von 9 käuflichen Hundefuttermitteln lösten bei
Hunden Hundehysterie-Symptome aus, wobei die betroffenen Proben durch
einen hohen Gehalt an Weizenprodukten gekennzeichnet waren
1946 PARRY Gluten; experimentelle Auslösung der typischen Symptome der Hundehysterie
(epileptische Krämpfe) bei Junghunden durch die Verfütterung von kommerziell
produziertem Weizengluten
1947 MELLANBY Gluten aus gebleichtem Mehl; sein Gliadinbestandteil;
Gluten
das aus agenisiertem Mehl hergestellt worden war, verursachte experimentell
Hundehysterie; Gluten aus ungebleichtem Mehl konnte hingegen zur Therapie der
Erkrankung eingesetzt werden; die Toxizität des Glutens ging nicht auf seinen
Fettgehalt (auch fettfreies Gluten wirkte toxisch), sondern auf seinen Alkohollöslichen
Bestandteil „Gliadin“ und seinen Alkohol-unlöslichen Bestandteil „Glutelin“
zurück, wobei das Gliadin toxischer wirkte
1949 MABEE u.
MORGAN
Gluten; Verfütterung von Gluten erzeugte bei heranwachsenden Hunden
Krampfanfälle