Es wäre sicherlich klug, den Blick zunächst noch einmal in den Rückspiegel der Vergangenheit zu richten, um einen Überblick zu bekommen, wie Hunde in den letzten tausend Jahren ernährt wurden. Das der Hund heute noch lebt, hat er nur den Nahrungsmittelknappheiten zu verdanken, indem er wirklich buchstäblich alles fraß , was da war. Und das war sicherlich nur sehr wenig Fleisch. An diese Knappheit dürfte er also optimal angepasst sein, sonst hätte er die Reise bis ins 21.te Jahrhundert nicht geschafft. Die Hunde von heute leiden meines Erachtens nicht an einer falschen Lebensmittel-Auswahl, sondern an einem Zuviel . Beim Barfen.....vor allem an einem Zuviel an billigen Fleischabfällen aus der übelsten Massentierhaltung.
Ein hoher Proteingehalt ist auch nicht gleichzusetzen mit guter Qualität, vor allem wenn genau nur diese Schlachtabfälle gefüttert werden. Jedes überschüssige Gramm Protein wird als Energiequelle genutzt, wenn nicht genügend Fette bzw. Kohlenhydrate im Futter sind.
Und die ewig gleiche Frage , wie deckt "DU " , als Barfanfänger den Energiebedarf deines Hundes, wird immer wieder mit verständnislosen Kopfschütteln beantwortet. Energiebedarf, was ist das ???? Er weiß es einfach nicht, weil dieser wichtigste Punkt überhaupt kein Thema in sämtlicher Barfliteratur ist. Der Grund: die Autoren dieser schlauen Bücher haben selber keine Ahnung. Ihnen fehlt schlichtundergreifend die Sachkenntnis, denn sie verkaufen nur eine Ideologie.
Ihr Hirn ist nur auf Fleisch programmiert.
80% der Hunde über 8 Jahre haben Probleme mit den Nieren. Extra Eiweiß bedeutet immer eine höhere Nierenbelastung , d.h. diese Organe werden mit der Zeit regelrecht abgenutzt . Bei Menschen, sind die Herzen das schwächste Organ. Bei Hunden sind es oft die Nieren, die verschleißen zuerst.
Wird der Niere die Flut der harnpflichtigen Substanzen (FLeisch) zu viel, fängt sie an sich zu vergrößern um ihre Filtrationsrate zu vergrößern/verbessern. Nicht weiter schlimm bis zu einem gewissen Punkt.... aber irgendwann schafft sie es nicht mehr, dann steigt zuerst der Harnsäurelevel im Blut an, wie Blutuntersuchungen an Hunden die fleischlastig ernährt wurden eindrucksvoll belegen. Hunde mit eingeschränkter Nierenfunktion bleiben i.d.R. ziemlich lange unauffällig , aber nur bis zu einem bestimmten Punkt, dann ist eh alles zu spät.