Beiträge von Samojana

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    meyer zentk schreibt nämlich eindeutig, dass eine nierenschädigende wirkung durch zu viele proteine nie nachgewiesen wurde. a

    wenn man Protein ( Proteinhydrolysat) isoliert betrachtet stimmt das.
    Aber proteinlastige Nahrungsmittel enthalten auch Phosphor, Purine, Kalium. Tierische Proteine enthalten mehr schwefelhaltige Aminosäuren als pflanzliche Proteine. Und beim Abbau der schwefelhaltigen Aminosäuren entstehenden Protonen , sie sind die Hauptquelle für eine Säurebelastung des Organismus. Proteinreich und phosphorarm passen nunmal nicht zusammen.

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    Insgesamt gesehen sind Kohlenhydrate keine essenziellen Nahrungsbestandteile für den Hund, außer bei Hündinnen, die während der Gravidität und Laktation bei gleichzeitig knapper Versorgung mit Proteinen (d.h. fehlende Möglichkeit zur Glukoneogenese) eine Mindestmenge an Kohlenhydraten aufnehmen sollten.

    Quelle: Meyer & Zentek, Ernährung des Hundes, 6. Auflage, 2010.

    dann schreib aber bitte dazu, dass der Mensch auch keine Kohlenhydrate "zum Überleben" benötigt, sonst denkt noch jeder, dass sich dieser Text nur auf den Hund bezieht. Das bedeutet kein Brot, kein Kuchen und keine Nudel-Süsskram-Diät mehr ! ;)

    Zitat: Fette liefern zwar verhältnismäßig mehr Energie als Kohlenhydrate, dafür sind Kohlenhydrate für den Hund wesentlich schneller und besser verfügbar.

    Der Energiebedarf des Gehirns und der Nervenbahnen wird fast ausschließlich durch Kohlenhydrate ( Glukose) gedeckt.

    Eine Unterversorgung kann zu einer Verminderung konzentrativer und koordinativer Fähigkeiten und u.U. zu einem körperlichen Zusammenbruch im Wettkampf bei Leistungshunden führen. Windhunde müssen während eines Trainings sehr schnell Energie mobilisieren und sind daher extrem abhängig von Kohlenhydraten.
    Studien belegen ,dass Windhunde ( Rennen) bei der Verfütterung von kohlenhydratreichen Futter schneller liefen als Hunde, die ein kohlenhydratarmes Futter bekamen.

    Windhunde profitieren zweifellos in Wettbewerben von einer Fütterung mit Kohlenhydraten


    Aber auch Ausdauerathleten ( Schlittenhunde) sind leistungsfähiger , wenn ein Kohlenhydratanteil von ca. 15% im Futter enthalten ist. Ein Futter ohne stärkehaltige Kohlenhydrate erhöht die Anfälligkeit für belastungsbedingte Durchfälle

    Für trächtige und säugende Hündinnen wird ein Kohlenhydratanteil von mindestens 20 % empfohlen.
    Als negative Auswirkungen einer unzureichenden Versorgung mit Kohlenhydraten wurden bei trächtigen und laktierenden Hündinnen Embryo-Missbildungen und Resorptionsstörungen, Stoffwechselerkrankungen und eine verringerte Milchproduktion
    beobachtet.

    Das Risiko von Totgeburten erhöhte sich!


    Quelle: Klinische Diätetik für Kleintiere


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    Ich werde nun mal schauen ob ich stark Phosphor haltiges Gemüse finde

    ein Großteil der Vitamine und Mineralstoffe im Gemüse sind in Cellulosefasern eingeschlossen , die der hündische Magen-Darm-Trakt gar nicht aufschließen kann. Insofern mögen deine Berechnungen auf dem Papier zwar aufgehen, nur in der Praxis funktioniert das nicht.

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    Obwohl ich wahrscheinlich von den Kalorien auch noch auf 150g gehen kann (laut Nähwertrechner)?

    wenn keine Fettunverträglichkeit vorliegt, würde ich eher auf etwas Fett setzen.
    Bei zu viel Kohlenhydraten kann der Schuss auch nach hinten los gehen.

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    Ist es dann okay wenn ich ihr 400g Reis gebe?

    was am Ende des Kochvorgangs an Reismenge herauskommt, wird durch die Wasserzugabe beeinflusst.
    Gibst du zu 100 g Reis roh ausgewogen 300 g Wasser sind es 400 g. Für den Hund nehme prinzipell etwas mehr Flüssigkeit, ( Verhältnis ca. 1:5)der Kalorienanteil verändert sich dadurch nicht, obwohl der Napf bei einem höheren Wasseranteil natürlich voller aussieht. Allein von der Optik her gesehen, wird der Hund davon mehr satt. ;)
    Bei Kartoffeln funktioniert dieses Prinzip nicht, eine wundersame Vermehrung findet hier nicht statt.

    Aber meinst du, es könnte schon Ergebnisse zeigen, das die Kohlenhydratquelle nicht mehr basisch ist?

    Säure-Basen-Tabellen sind im Grunde genommen Unsinn. Wenn Reis tatsächlich säuern würde, hätte er seine Berechtigung in einer Gastritisdiät schon lange verloren. Säurelieferanten sind in erster Linie tierische Proteine

    Ich habe ja schon an anderer Stelle geschrieben, das Kartoffeln zwar immer bei einer Ausschlussdiät empfohlen werden , obwohl es doch viele Hunde gibt, die Kartoffeln wegen der resistenten Stärkebildung nicht so optimal vertragen.
    Malika, stimmts ? ;)

    Bei 15 kg Körpergewicht werden 38 g Rohprotein empfohlen , das wären ungefähr 180 g hochwertigesFleisch, aber bei Magenproblemen wird der Fleischanteil etwas reduziert, insofern reichen 150-160 g völlig aus.
    Mit ca. 150 g Pferdefleisch führst du deinem Hund ca. 170 Kalorien zu. Zusätzlich 200 g Kartoffeln = 140 Kalorien
    Insgesamt 310 Kalorien.Das ist natürlich viel zu wenig. 600-800 Kalorien sollten es schon.
    Den Reis solltest du in jedem Fall ausreichend salzen, sonst entwässert er .

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    Frieda bekommt aktuell 150g Pferdefleisch gekocht und 200g Kartoffeln. Meistens geb ich noch mehr Kartoffeln, weil sie einfach nicht satt wird. Damit dürfte ich Punkt 1+2 erfüllt haben, oder?

    wieviel wiegt dein Hund denn?


    Hälst du es für sinnvoll auf Reis (gesalzen) umzusteigen, wenn ich davon ausgehe, das sie untersäuert ist?

    Untersäuerung? Was verstehst du darunter? Etwa, das dein Hund zu wenig Magensäure produziert?
    Auch die " untersäuerten Hunde " brauchen Salz. :D

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    Für mich sind Energielieferanten an erster Stelle Fetthaltige Speißen oder auch reines Pferdefett etc.
    Auf Getreide möchte ich nämlich prinzipiell Verzichten.

    fetthaltige Speißen, was soll das sein? Und Pferdefett als Zugabe sehe ich nicht in deinen Rationen.
    Ich habe mal gegoogelt und gelesen, was die Autorin deiner Chihuahuafibel so schreibt. :headbash:
    Stichwort: Typische Fehler beim Barfen
    http://www.chihuahuafreun.de/forum/Thread-T…ler-beim-Barfen

    Zitat: Eine schwache Niere sollte nicht mit übermäßig viel Protein belastet werden und ein Hund, der zeitlebens kaum Gemüse etc. gefressen hat ist dann im Alter, wenn sich Nierenschwächen einstellen nur noch schwer auf proteinreduziertes Futter umzustellen.

    es ist daher wichtig, dass man neben Muskelfleisch auch so Dinge wie Pansen, Blättermagen, Hühnermägen, Schlund/Gurgel oder Kehle, Kopffleisch, Lunge etc. füttert, also Fleischarten, die eigentlich kein Fleisch sind, und deshalb einen geringeren Proteingehalt haben.

    Fett wird von gesunden Hunden auch ausgezeichnet vertragen, wer es nicht verträgt, sollte den Hund mal gründlich durchchecken lassen, ggf. liegt bereits ein Organschaden (Bauchspeicheldürse/Leber) vor. Getreide hingegen wird nicht rückstandslos verdaut, bei empfindlichen Hunde können auf lange Sicht dadurch Organschäden entstehen.

    Zitat

    Wenn ich die Knochen reduziere dann komme ich nicht mehr an den Mindestbedarf ran und wenn ich einfach mehr Fleisch füttere ist es zuviel Gesamtmenge!

    tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber du hast die wichtigsten Grundregeln in der Hundeernährung noch nicht verstanden. Der Hund braucht nicht nur Fleisch und Knochen. Der Hund braucht auch Energie ( Kalorien), um auf Touren bleiben zu können. Und da ist Fleisch nicht das Mittel der Wahl. Die Zusammensetzung einer Mahlzeit insgesamt muss stimmig sein.