Bei Justus ging es mir um das Austesten eines neuen Nahrungsmittels .Bei der Rotationsdiät wird jedes neue Nahrungsmittel nur einmal alle 3-4 Tage gefüttert. Wir können es auch Suchdiät nennen. So hatte ich die Möglichkeit den Speiseplan nach und nach aufzustocken, und in etwa 3-4 tägigem Abstand neue Lebensmittel zu testen, um evtl. Unverträglichkeiten herauszufinden.
Denn mittlerweise weiß man, dass Reaktionen auf Nahrungsmittel nicht immer sofort nach dem Fressen, sondern oft Stunden oder Tage später auftreten können. Bei einer echten Allergie sind Reaktionen n i c h t dosisabhängig. Da reichen schon Miniportionen aus.
Voraussetzung für diese Suchdiät ist immer eine komplette Symptomfreiheit, damit eine negative Reaktion auch zugeordnet werden kann. Ich habe mich zu Anfang aus Angst heraus für die löffelweise Testphase entschieden und bin aufgrund der Erfolge immer mutiger geworden. So hatte ich die Möglichkeit den Speiseplan nach und nach aufzustocken bzw.zu erweitern , um Unverträglichkeiten herauszufinden.
Nachts mit dem Hund durch die Gegend zu laufen, ist nicht jedermanns Sache. ![]()
Nach jüngsten Untersuchungen leiden 10-15 % aller Hunde an einer echten Allergie . D.h. 85-90 % haben keine Futtermittelallergie. Sollen diese Hunde jetzt lebenslänglich nur zwei 2 Komponenten fressen dürfen.
Im Klartext: Nicht jede Unverträglichkeitsreaktion auf ein Lebensmittel ist eine echte Allergie.
Das Immunsystem eines Hundes wird beispielsweise auch durch eine falsche Fütterung psychische Belastungen, Überforderungen, Medikamente, Stress usw. sehr belastet. Bei Justus war so, dass er gezwungen wurde Nahrungsmittel zu fressen, die ihm auf Dauer nicht gut bekommen sind. Dazu der Stress im Tierheim. Der Darm leidet darunter und nach längerer Zeit wird der Organismus die “Rechnung” präsentieren.
Ob ein Nahrungsmittel für den Hund ungeeignet ist, hängt auch viel von der Art und Weise wie es gefressen wird ( roh oder gekocht) und der eigenen Toleranzschwelle ab. Justus z.B. verträgt nur eine sehr begrenzte Menge an Fleisch. Die Fleischquelle spielt keine Rolle, sondern nur die Menge.
Das ist bis heute so geblieben.