Beiträge von Samojana

    Offenbar verstehen ein paar Leser den Hintergrund dieses Threads und die Frage die eigentlich dahinter steht immer noch nicht, obwohl diese Frage am Anfang ganz klar formuliert wird.

    Die Frage ist: Der Hund wird beim Barfen nach Prozentzahlen ernährt und kein Mensch weiß, auf welcher Grundlage diese Zahlen entstanden sind. Barf basiert nämlich auf dem Prinzip, dass Haushunden eine Diät empfohlen wird , die sich an den Ernährungsgewohnheiten des Wolfes orientiert.

    Es geht auch nicht darum, ob Hunde Gemüse fressen dürfen, sollen oder lieber nicht, sondern darum, was sich der „ Erfinder „dieses angeblich naturnahen Ernährungskonzept dabei gedacht hat, einen derart hohen pflanzlichen Anteil zu empfehlen.

    Die Kotanalysen der Wölfe kommen lt. Studie zu dem Ergebnis, dass der Anteil an pflanzlicher Nahrung unter 1% liegt .
    Beutegreifer beziehen pflanzliche Nahrung , wenn überhaupt ( Wölfe fressen keinen Pansen) auch nur indirekt, nämlich VORVERDAUT über den Magen –und Darmtrakt ihrer Beute.

    Diese „Form der Vorverdauung“ schafft kein Pürierstab. Nur eine Wärmebehandlung führt zu einer Schwächung der Zellwände im Gemüse. Dies macht sich auch als Weichwerden vieler Gemüsearten beim Garen bemerkbar.

    Wer schon einmal Karotten gekocht hat, weiß wie lange so etwas dauern kann.

    Das bedeutet : Durch ausreichende Wärmebehandlung werden die Zellwände vom rohen Gemüse aufgebrochen und dadurch ist es den Verdauungsenzymen des Hundes erst möglich , alle verwertbaren Nährstoffe herauszulösen und aufzunehmen .
    Gekochtes Gemüse ist also nichts anderes wie vorverdaute pflanzliche Bestandteile aus dem Beutetier.

    Inzwischen kursieren so viele Ansichten über Barf und was Barf überhaupt ist im Internet, wie es Hundebesitzer gibt, die meinen, unbedingt so füttern zu müssen. Und die Meinungen, wie eine Ration zusammengesetzt sein soll, gehen zum Teil auch heftig auseinander.
    Deshalb auch der Link von Tom Lonsdale, der nur für Fleisch und Knochen plädiert.

    Es stimmt wohl: Ich halte von dem gängigen Barfen nicht wirklich viel, da die meisten Hundebesitzer es einfach falsch machen. Da vertrete ich sogar eher die Meinung, lieber ein sehr gutes Trocken-oder Dosenfutter ,wie falsch barfen.
    Das was wir heutzutage mit unserer Hundeernährung betreiben, ist sowieso nur möglich, weil wir momentan in einer absoluten Konsum- und Überflußgesellschaft leben. Und nur deshalb können wir uns nur erlauben, dermaßen verschwenderisch mit tierischen Proteinen umzugehen und den Hund mit Fleisch regelrecht überzuversorgen.
    Ohne Reklame für diesen Hersteller zu machen. Dieser Beitrag einer Hundebesitzerin passt dazu. Man findet solche Hilferufe gehäuft im Netz.

    http://www.thetis-hundefutter.de/beratung/beric…f_zu_duenn.html

    Leider wird beim Barf-Konzept gerne vergessen, dass der Hund nicht mit dem Wolf, sondern vielmehr mit den letzten tausenden von Jahren seines Hundedaseins und der damaligen Ernährung verglichen werden muss. Wir sollten auch nicht vergessen, dass die Natur recht grausam sein kann. Sie löscht so ziemlich alle Lebenwesen aus, die sich nicht an neue Ernährungsformen anpassen können.

    Zitat

    Och, ich habe kein Problem mit dir

    du hast vor allem ein "Problem mit dir selbst", weil du nicht begreifen kannst, dass das ganze Brimborium um Barf ein selbstgestrickter Mythos zum Nutzen einiger weniger starker Interessengruppen ist.
    Ich finde es gut, dass das gerade in den letzten Jahren immer mehr Menschen merken, und sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen.