Beiträge von Samojana

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    Hi,


    Beim Fleisch für den menschlichen Verzehr werden bakteriologische Untersuchungen soweit ich weiß stichprobenartig gemacht.

    die Fleischbeschauer hätten viel zu tun, wenn sie das Fleisch auf sämtliche Bakterien hin untersuchen würden. ;)
    Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat erst vor ein paar Monaten den Hinweis gebracht, dass die "traditionelle Geflügelfleischbeschau" nicht genügt, O-Ton: um den wichtigsten biologischen Gefahren für die öffentliche Gesundheit – Campylobacter-Bakterien, Salmonellen und ESBL/AmpC-tragende Bakterien[1] – in vollem Umfang zu begegnen.

    Stiftung Warentest oder Ökotest sollten mal ähnlich wie beim Trockenfutter, Produkte aus dem Barfhandel
    einen intensiven Fleischbeschau unterziehen. Insbesondere zerkleinertes Fleisch bietet mit seiner großen Oberfläche den Mikroorganismen ideale Vermehrungsbedingungen.

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    Klar muss Fleisch fürs Tierfutter untersucht werden. Es muss ganz genauso untersucht werden, wie das Fleisch für den menschlichen Verzehr auch. Das trifft natürlich auch genauso für Barf-Fleisch zu.

    das Fleisch wird nicht auf Bakterien untersucht. Schau mal auf die Verpackungen für " Menschenfleisch", da steht nicht ohne Grund: nicht zum Rohverzehr geeignet.
    Die politische Forderung der AVMA betrifft in erster Linie die vorgefertigte Rohkost aus dem Futterhandel, nicht zwingend rohe Fütterung im Allgemeinen. Diese Fleischpakete sollen wohl, wenn ich es richtig verstanden habe, entweder bestrahlt oder anderweitig behandelt werden.

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    Trotzdem sollte man nicht wieder alles so runterspielen. Auch wenn es für Hunde vielleicht nicht so gefährlich ist - sie können trotzdem Krankheiten übertragen.

    auch für Hunde mit geschwächter Immunabwehr kann es gefährlich werden.
    so zum Beispiel hier, da ist einer Züchterin der komplette Wurf ihrer Welpen verstorben.
    Sie hat das Fleisch in ein Labor zur Überprüfung geschickt. Heraus kam:
    das Fleisch war mit Salmonellen, Staphylokokken Bakterien und E. coli kontamiert.

    http://translate.google.de/translate?hl=d…ved=0CEQQ7gEwAA

    Zitat: Die Welpen wurden lethargisch, begannen zu erbrechen und waren innerhalb von 48 Stunden tot.

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    Swanie simon vergisst aber manches und geht von Werten aus, die für Hunde zum einen nicht stimmig zum anderen aber durchaus gefährlich sind.

    Mit Simon kriegst Du ja noch nicht mal den simplen Energierhaltungsbedarf gedeckt.

    Stimmt.
    Was bringen Pläne, die geradezu dogmatisch bestimmte Fleisch-Gemüse und Knochenanteile für jeden Hund und jede Rasse vorsehen. Speziell die Protein-und Fettverdaulichkeit hängt immer von der individuellen Verträglichkeit des einzelnen Hundes ab.

    Diese Tatsache wird beim Barfkonzept nicht ansatzweise berücksichtigt Deshalb bringt es auch nichts allen Hunden dieses sehr fragwürdige Prozentregel-Einheitskonzept überzustülpen. Wenn z.B. gewisse Darmbakterien nicht ausreichend vorhanden sind, die Fettsäuren und Gallensäuren verstoffwechseln, wird die Fettverträglichkeit, genauso wie die Proteinverstoffwechslung negativ beeinflusst.
    Was bei einigen Hunderassen bewiesenermaßen der Fall ist.
    Einige Hunde profitieren sogar von einer fettarmen Ernährung. Das bedeutet , das diese Hunde zur Deckung ihres Energiebedarfes eine Ration bekommen müssen, die sehr viel mehr Kohlenhydrate enthält. Auf diese Problematik gibt das Barf-Konzept keine Antwort. Denn lt. Barf sind stärkehaltige Kohlenhydrate ( insbesondere Getreide) die Hauptursache allen Übels.

    Ich frage mich echt, warum nicht ausnahmsweise mal darauf eingegangen wird, das auch zu viel Fleisch sich sehr negativ auf den auf den Organismus auswirken kann, undzwar dann wenn zu wenig Fette /Kohlenhydrate zugeführt werden . Eine proteinlastige Ernährung erfordert auch eine längere Verweildauer im Magen ( Fleisch ist von der Verdauung her gesehen ein wahrer Bummelzug)
    Was den Magen dazu animiert immer mehr Magensäure zu produzieren, was dann letztlich oft zu Sodbrennen,
    und einer Reihe weiterer Symptome führt. Diese Tatsachen zeigen doch, wie wichtig es ist ,sich über die verschiedenen Facetten bei der Zusammenstellung einer Futterration ausführlich und nicht einseitig zu informieren .

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    Diese Entscheidung in den Staaten ist dagegen vor allem Lobbyismus, würde ich meinen. Da haben Procter, DelMonte, Mars und Colgate-Palmolive einfach Angst um ihre schrumpfenden Märkte (oder wachsen sie einfach nicht mehr schnell genug?).

    was hat die simple Empfehlung, das Fleisch zu garen, mit Lobbyismus zu tun. Die Gefahren sind gut dokumentiert . Nicht alle Empfehlungen, die aus dem Bereich der Veterinärmedizin kommen, sollten unter den Pauschalverdacht der Gewinnsucht gestellt werden.

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    Klar benötigen sie Salz, aber meines Erachtens nicht extra beigemengt, da u.a. im Fleisch ausreichend Natriumchlorid gebunden ist (wenn der Fleischanteil ausreichend ist, versteht sich).

    Blut enthält ausreichend Salz ( Natrium) . Ausgeblutetes Fleisch ist natriumarm .

    Gerade die aus der menschlichen Ernährung übernommene und mittlerweile als übertrieben entlarvte Abneigung gegen Salz auf der Zutatenliste führt oft zu einem Mangel an diesem Nährstoff. Hunde jedoch nehmen kein verstecktes Kochsalz z.B. aus Fertigbackmischungen, Chips oder Dosengemüse auf, wie das beim Menschen der Fall ist. Außerdem habenHunde als Beutetierfresser einen in der Relation sehr viel höheren Bedarf an Natrium da dies in großen Mengen im aufgenommenen Blut des Beutetiers vorhanden wäre.

    http://www.hund-und-futter.de/index.php?page…ffe/natrium.php

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    das sind ja Dinge, die bekannt sind und die Rohfütterer immer mal wieder verunsichern sollen.

    Wenn ich sehe, wieviele Leute bei unserem Bauernhofschlachter einkaufen, kann ich mir schon vorstellen, daß die Futtermittelindustrie mobil macht ;-))

    Andrea

    Ich halte es durchaus für möglich, dass man mit der Bakteriengefahr auch recht haben könnte. Wie groß das Risiko ist, ist eine andere Frage. Aber es kleinzureden, ist auch nicht richtig.

    In den USA hat vor ein paar Tagen die American Veterinary Medical Association (AVMA), die u.a. für die Nahrungsmittelsicherheit der Heimtiere zuständig ist eine Resolution verfasst, kein rohes Heimtierfutter an Hunde und Katzen mehr zu verfüttern. Natürlich sorgt diese Resolution für große Aufregung unter den Befürwortern.

    Sehr schlechte Nachricht für Rohfütterer
    http://translate.google.de/translate?hl=d…ved=0CEcQ7gEwAA
    http://translate.google.de/translate?hl=de&langpair=en|de&u=http://atwork.avma.org/2012/07/18/the-facts-on-avmas-proposed-policy-on-raw-pet-food-diets/

    Zitat: Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass rohe ungekochte Proteine mit Salmonellen, Campylobacter, Clostridium, E. coli, Listeria monocytogenes, Staphylococcus aureus und Enterotoxigene infiziert sein können. Diese Infektionen können Tiere und Tierhalter gleichermaßen krank machen und lebensbedrohlich sein.