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Der Ernährungswert des Getreides liegt vor allem in seinem Stärkegehalt, die während der Verdauung zu Glukose abgebaut und zur Energiegewinnung herangezogen werden kann. Der Energiebedarf des Gehirns und der Nervenbahnen wird fast ausschließlich durch Kohlenhydrate ( Glukose) gedeckt.
Getreide ist deshalb auch kein Füllstoff, wie fälschlicherweise behauptet wird.
Füllstoffe haben keinerlei Nährwert.
Zellulose ( Ballaststoffergänzung bei übergewichtigen Hunden) ist ein Füllstoff.
Getreide dagegen enthält Eiweiß , viele Vitamine / Mineralstoffe und Ballaststoffe ( gut für den Darm).
Bei der Zusammenstellung einer Ration ist es deshalb immer wichtig genügend Kalorien bereitzustellen, die nicht aus Fleisch bestehen. Dadurch entsteht wenig „ Abfall „. Das schont u.a. die Leber und Nieren.
Für eine Kalorienbereitstellung sollten Fette und stärkehaltige Kohlenhydrate genutzt werden. Es muss nicht unbedingt Getreide sein. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Buchweizen, Kochbananen wären z.B. alternative Energielieferanten.
Wieviel Kalorien ein Hund tgl. braucht, hängt immer von seiner Aktivität ab.
Hunde , die kurzzeitig mit hoher Intensität arbeiten, brauchen sehr viel Kohlenhydrate bis zu 50 % und Ausdauerathleten brauchen weniger ca. 15 %, aber dafür relativ viel Fett.
Fette liefern zwar verhältnismäßig mehr Energie als Kohlenhydrate:
zum Vergleich:
10 g Fett 90 kcal
10 g Kartoffeln 7 kcal
10 g Reis ( roh ausgewogen) 34 Kcal.
dafür sind Kohlenhydrate für den Hund wesentlich schneller und besser verfügbar. Allerdings sind höhere Mengen notwendig , um den Energiebedarf zuverlässig zu decken.
Gesunde Hunde können einen hohen Fettgehalt in der Nahrung tolerieren, Hunde mit ernährungsbedingten Empfindlichkeiten , und davon gibt es so einige, kommen mit einem hohen Fettanteil im Futter nicht klar und bekommen schmierigen, übelriechenden und hellen Kotabsatz. Einige Hunderassen reagieren mit Bauchspeichelentzündungen.
D.h. eine pauschale Empfehlung, wie viel Getreide /stärkehaltige KH oder Fett in einer Ration enthalten sein soll, gibt es nicht. Die Verträglichkeit des Hundes entscheidet darüber.