Beiträge von Samojana

    Zitat


    Da sind wir schon mal einer Meinung. Und jetzt erinnere ich noch einmal dran, worum es in diesem Thread geht: Dass Tierarztrepräsentanten nicht etwa allgemein über Risiken aufklären, sondern eine Warnung vor einer ganzen Fütterungsart (der Rohfütterung) aussprechen, ausdrücklich davon abraten.

    Einspruch: die AVMA warnt nur. Nicht mehr und nicht weniger.


    Es wäre sehr schön, wenn über Risiken aufgeklärt würde. Genau das passiert hier nicht.

    das kannst du haben. ;)

    Die Übertragung findet vorrangig über den Hundekontakt selber statt, nicht grundsätzlich über das Hantieren mit rohem Fleisch.
    Zitat; Die Übertragung vom Tier auf den Mensch kann hierbei durch direkten Kontakt als Schmierinfektion, durch Tröpfcheninfektion über den Atemwegstrakt oder durch Kratz- oder Bissverletzungen erfolgen.


    http://www.lua.sachsen.de/download/lua/lua_m_2010_02.pdf

    Siehe Seite 34 : Zoonoseerreger bei Haus- und Heimtieren –
    Retrospektive Studie der Jahre 2002-2009

    da steht u.a.: Einige Veröffentlichungen zeigen, dass vor allem Jungtiere von Hunden
    und Katzen unter 6 Monaten eine höhere Prävalenz von thermophilen Campylobacter
    spp. besitzen als ältere Tiere (Torre E, Tello M; Acke E et.al ).

    Die Infektion mit thermophilen Campylobacter spp. kann auch zu Komplikationen
    mit schwer verlaufenden Colitiden Pankreatitis oder Cholezystitis führen.

    Bei immunsupprimierten Patienten kann es zu einer primären Bakteriämie und Langzeitausscheidung
    von Campylobacter spp. kommen. Zu den Folgeerkrankungen einer Campylobacterinfektion
    gehören das Guillain-Barré-Syndrom, eine Nervenerkrankung mit Lähmungserscheinungen,
    und die reaktive Arthritis.

    Die Symptome bei Hunden und Katzen sind denen des Menschen sehr ähnlich. Sie zeigen sich in schleimigen bis blutigen Durchfällen,
    Tenesmus, Mattigkeit, Exsikkose und Anorexie.
    Thermophile Campylobacter spp. können bei Hunden und Katzen als Sekundärerreger
    bei Wurmbefall, exokriner Pankreasinsuffi zienz und Parvovirusinfektionen auftreten.


    Somit sind Heimtiere wie Hunde und Katzen als potentielle Überträger von Campylobacter spp. anzusehen
    Unsere Untersuchungen (Abb. 4) ergaben bei Hunden eine höhere Anzahl an positiven Befunden als bei Katzen. Im Verlauf der verzeichnen. Beispielsweise wurden im Jahr 2007 11,7 % der Proben von Hunden positiv auf Campylobacter spp. getestet, im Vergleich dazu waren es im Jahr 2002 nur 3,7 %.

    Veröffentlichungen aus Großbritannien haben nachgewiesen, dass 5 % der offi ziell gemeldeten
    Campylobacter jejuni Infektionen des Menschen auf mutmaßlichen Kontakt mitHunden oder deren Ausscheidungen zurückzuführen sind

    Die Symptome bei Hunden und Katzen sind Durchfall, Erbrechen, Abgeschlagenheit undFieber mit anschließender meist 3-4 wöchiger Salmonellenausscheidung. Bei Jungtieren können auch septikämische Verlaufsformen
    auftreten. Es gibt keine an Hunde und Katzen angepasste Salmonella-Serovaren.
    Die Übertragung erfolgt durch Fütterung von rohem
    Fleisch und Tierkontakt.
    Es sind auch wechselseitige
    Infektionen vom Mensch zum Tier bekannt.

    "Die Tiere können sich genauso wie der Mensch mit diesen Erregern durch Futtermittel, durch Rohfleischfütterung anstecken, sie können sich eben aber auch anstecken, wenn sie irgendwo in Pfützen Wasser aufnehmen. Bei Hunden und Katzen ist das ähnlich wie beim Menschen, auch die haben Durchfälle, auch die können Erbrechen zeigen, sie können Fieber zeigen."

    Eine britische Studie kommt zu dem Ergebnis: Jeder 20. Patient hat sich seine Campylobacter-Infektion von einem Hund geholt. Antje Meinecke und ihre Kollegen haben Kotproben von kranken Hunden und Katzen gesammelt - über einen Zeitraum von sieben Jahren. Tatsächlich: Jeder zehnte Hund war mit Campylobacter oder Salmonellen infiziert, und jede 20. Katze.

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1428505/

    Zitat

    Geht das überhaupt - Säugling und Barfen ?? Ohne extra Hundeküche... ?


    Der Kontakt mit infizierten Haustieren (vorwiegend junge Hunde und Katzen) und Nutztieren (Geflügel,
    Rinder und Schweine) wurde als einer der wesentlichen Risikofaktoren für Campylobacter-Enteritiden
    identifiziert. Die relative Bedeutung von Kontaktinfektionen wurde anhand von sporadischen Erkrankungsfällen
    und Ausbrüchen (BLASER et al., 1983; DEMING et al., 1987; MILLER et al., 1987; SAEED et
    al., 1993) vielfach beschrieben und durch Fallkontrollstudien (KAPPERUD et al., 1992; STUDAHL und
    ANDERSON, 2000; KAPPERUD et al., 2003) gesichert. Durch vergleichende molekularbiologische Feintypisierung
    von Isolaten gelang WOLFS et al. (2001) erstmals der Nachweis einer direkten Übertragung
    einer Campylobacteriose von einem Hundewelpen auf ein drei Monate altes Baby.

    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/…A2C5C9D9?hosts=

    Zitat

    :hust: Im übrigen sind gerade Mütter mit kleinen Kindern ohnehin sehr vorsichtig. Und Salmonellen sind nicht nur für Hunde und Katzen nicht bedrohlich, sondern überstehen auch die Darmpassage m.W. nicht, so dass ein Ausscheider-Risiko m.E. nicht besteht.

    wie erklärst du dir dann, dass in einer Studie nachgewiesen wurde, das Hunde die salmonellenkontaminiertes Fleisch gefressen haben, den Keim Tage danach noch ausscheiden. Von wegen die Magensäure tötet alles ab. ;)
    Ich halte die Fixierung auf ausschl. Salmonellen sowieso für zu kurz gedacht halte. Neospora, Toxoplamose, Camphylobacter, E coli etc. sind auch nicht zu unterschätzen.

    Jeder der sich überlegt sein Tier zu barfen wird automatisch über die Frage nach Bakterien stolpern. Dann bleiben nur zwei Möglichkeiten, sich entweder entsprechend selber zu informieren oder sich vom TA ausführlich aufklären lassen und die Risiken trotzdem akzeptieren .Oder man empfindet das Risiko als zu groß und lässt es.
    Allerdings finde ich es nicht sehr verantwortungsvoll, wenn Risiken heruntergespielt oder gar vertuscht werden.


    Übrigens steht unter jedem tierärztlich verordneten Futterplan auch in Deutschland folgender Satz:

    Bitte beachten:
    Das Fleisch (z.B. Gulasch, Hochrippe, Kopffleisch vom Rind, Pute, Huhn, Enten- oder Schaffleisch) kann roh verfüttert werden, aber als Tierarzt müssen wir Sie bei der Verfütterung von rohem Fleisch auf ein mögliches Infektionsrisiko hinweisen.
    Sie können das Fleisch gerne braten oder im Wasser garen.

    http://www.essendia.ch/heimtierbedarf…timix-500g.html

    Zitat

    Es scheint also von Produkt zu Produkt die Gabemenge völlig unterschiedlich zu sein.

    das liegt daran, weil Knochenmehle unterschiedliche Anteile an Calcium bzw. Phosphor enthalten.
    1 g von Grau enthält= 357 mg Calcium und 256 mg Phosphor
    1 g MCH = 230 mg Calcium und 90 mg Phosphor

    Der Calciumbedarf richtet sich immer nach dem Gewicht des Hundes

    und wird zum Beispiel für einen 20 kg schweren Hund folgendermaßen berechnet:

    130 x 20(x Potenz 0,75) = 1229 mg Ca/Tag
    oder 61 mg Ca/ pro kg Körpergewicht
    kg
    2....................109
    5....................87
    10....................73
    15....................66
    20....................61
    30....................56
    40....................52
    50....................49

    Zitat

    Es ist das verlinkte, Cala wiegt 24 Kilo. :smile:


    das war mir schon klar, ich wollte gerne wissen, welches Knochenmehl du davor gefüttert hast. :smile:
    Die Löffelmethode würde ich bei einer Dosierung nicht anwenden, sondern mich
    an den Calcium-Phosphor-Angaben auf der Dose orientieren und danach auswiegen.

    Zitat

    Habe mal eine Frage:

    Heute kam das MCH Calcium an und die Fütterungsempfehlung für meinen Hund wären 4!!! Teelöffel voll pro Tag.
    Kann das sein?

    wieviel wiegt dein Hund?
    Die Fütterungsempfehlung bei "normalem" Knochenmehl lag etwa bei einem gehäuften TL.

    um welches Knochenmehl handelt es sich?

    Die Antwort auf diese Frage würde mich auch sehr interessieren:
    Tierärzte die Barf empfehlen, müssen Tierbesitzer auch über die über möglichen Risiken aufklären. Zum Beispiel, dass ein höheres Risiko für Infektionen besteht , besonders wenn sich im Haushalt kleine Kinder oder Familienmitglieder mit einem beeinträchtigten Immunsystem aufhalten. Denn genau das ist das Ziel der AVMA: Aufklärung und kein pauschales Verbot

    Zitat

    Du hast vermutlich die "Infos" von denen gelesen, die das Kesseltreiben veranstaltet haben. ;) Kein einziger der angeblich schrecklichen Fälle von Nebenwirkungen in der Testphase des Humanimpfstoffes hat Nachforschungen standgehalten....

    ehrlich gesagt, glaub ich nicht so recht daran, dass diese Impfung so harmlos sein soll. Es muss einen Grund geben, warum sich einige Tierärzte so entschieden dagegen aussprechen. Der erste Impfstoff war schon ein Reinfall mit z.T schweren Nebenwirkungen bei einigen Hunden.

    Dieser Beitrag ist vom Juni 2012 :

    Professor Thomas Schnieder, Direktor des Zentrums für Infektionsmedizin der Tierärztlichen Hochschule Hannover, selbst jahrelanger Besitzer eines Hundes, sieht das aber kritisch:

    "Also jede Behandlung oder Vakzine ist immer eine Risikoabwägung und für mich ist das Ergebnis dieser Abwägung so gewesen, dass der Nutzung der Vakzine von mir geringer eingeschätzt wurde als die Gefahr durch eine Borreliose."
    Impfstoffe für Hunde bestehen aus abgetöteten Bakterien. Von solchen "Vollerreger-Präparaten", die früher auch mal in der Humanmedizin verwendet wurden, ist eine schlechte Verträglichkeit bekannt.
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1774618/

    ich habe andere Infos gelesen.

    Von den beiden verfügbaren Impfstoffen richtet sich einer gegen den seltenen aber potentiell krank machenden Borrelien-Typ (B. burgdorferi sensu stricto), der andere richtet sich gegen die häufiger vorkommenden aber nicht krank machenden Typen (B. afzelii und B. garinii). Wird eine Impfung durchgeführt, nachdem der Hund (meist unbemerkt) Kontakt mit Borrelien hatte, kann eine lebensbedrohliche Nierenentzündung die Folge sein.

    http://www.dr-frangipani.de/impfungen/borrliose-impfung