Man braucht sich nur mal die Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel der Testosteron -Hemmer anzuschauen, um nachvollziehen zu können, wie es den Hunden u.U. mit diesem Chip nicht nur körperlich , sondern auch psychisch geht.
Beiträge von Samojana
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Ich halte von der Fütterung nach Prozenten nicht viel, da die meisten Hundebesitzer es aufgrund fehlender Kenntnisse einfach falsch machen.
Da vertrete ich sogar eher die Meinung, lieber ein sehr gutes Trocken-oder Dosenfutter füttern ,wie falsch barfen.
Barfen nach Prozenten hat einen großen Schwachpunkt. Die Energieversorgung kommt viel zu kurz!Der Körper braucht aber Energie, irgendwie muss er ja schließlich weiter funktionieren.
Kohlenhydrate und Fette sind ENERGIELIEFERANTEN, Proteine (tierisches Eiweiß) sind AUFBAUSTOFFE.
Tierische Eiweißlieferanten sind Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Milchprodukte . Energielieferanten sind stärkehaltige Kohlenhydrate aus pflanzlichen Lebensmitteln ( Getreide, Kartoffeln etc. rohes Gemüse liefert keine Energie) pflanzliche und tierische Fette.Proteine dienen als "Baumaterial" sämtlicher Zellen , sind unverzichtbar für das Wachstum und den Erhalt der Muskelsubstanz . Als Energielieferant nur in Notfällen geeignet.
Pflanzliche Futtermittel enthalten viele Kohlenhydrate ( meist in Form von Stärke) und sind daher hervorragende Energielieferanten.
Kohlenhydrate und Fette werden rückstandslos zu Wasser und Kohlendioxid abgebaut, tierisches Eiweiß muss als Harnstoff entgiftet und über den Urin ausgeschieden werden.
Muss aufgrund fehlender Kalorien tierisches Protein zu Energie verbrannt werden, fehlt es ausserdem als Baustein im Organismus.
Eine übermässige Proteinversorgung hat bei einem „ ( Nieren und Leber) gesunden Hund „ keine wesentlichen nachteiligen Folgen. Zumindest nicht in den ersten Jahren. Es besteht allerdings die Gefahr, dass es aufgrund bakterieller Zersetzungsvorgänge zu Fäulnisprozessen im Darm kommt . Wenn die krankmachenden Keime die Überhand gewinnen, kommt es zu einer Dysbiose.
Die hierbei entstehenden Abbauprodukte können vom Darm nicht mehr abgebaut werden und sogenannte „Schwachorgane“ wie die Haut wird für den Ausscheidungszweck missbraucht.Dieser Punkt kommt auch in diesem Forum endlich mal zur Sprache:
Hintergrund: Wir beobachten schon seit Jahren, dass bei reinem Barfen oftmals das Phänomen aufgtritt, dass auf Grund der gesunden rohen Zutaten der Gesundheitshzustand der Hunde zunächst besser wird. Allerdings treten nach längerer Zeit dann wieder verstätkt Stoffwechselsyptome wie Hotspots, Hautprobleme, etc auf. Die Ursache ist in diesen Fällen oftmals auf diese Überversorgungsproblematik zurückzuführen.http://www.tier-forum.eu/index.php?page=Thread&threadID=1197
Bei zu viel Fleisch in der Ration steigt die Harnsäurekonzentration im Blut an, ganz besonders, wenn der Hund nicht genug trinkt , um diese Säure auch ausscheiden zu können. Erhöhte Harnsäurewerte im Blut sind immer ein Zeichen, dass eine Energiegewinnung aus Protein stattgefunden hat.
In diesem Fall sollte unbedingt die Fleischmenge heruntergefahren werden.
Bekommt der Hund viel Fleisch ist es ausserordentlich wichtig, dass dafür gesorgt wird, dass er viel trinkt. Als Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels entsteht Ammoniak, ein Zellgift, dass in der Leber in Harnstoff umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden wird. Bei hoher Eiweißzufuhr müssen diese Organe Schwerstarbeit leisten. Deshalb ist es wichtig, die Hunde immer gut zu wässern, um die Nieren so in ihrer Entgiftungsarbeit zu unterstützen.Was passiert nun bei einer Fütterung von Fleisch mit wenig Kohlenhydraten und Fetten?
Wenn wenig Kohlenhydrate aufgenommen werden, verbrennt der Körper zunächst seine Kohlenhydratreserven, bekannt als Glykogendepot.
Sobald diese Kohlenhydratreserven aufgebraucht sind, beginnt der Körper für seine Energiegewinnung Fett und Muskeln abzubauen. Wenn Fett in der Abwesenheit von Kohlenhydraten abgebaut wird, produziert der Körper so genannte Ketone – Stoffe, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden.
Ketone sind ein Fettnebenprodukt (eine Säure), die entstehen, wenn der Körper Fett in Energie umwandelt.Ist der Keton-Spiegel sehr hoch, können sich die Ketone unter Umständen im Blut anreichern und zu einem schlechten Geruch aus dem Maul führen.
Da eine Fütterung aus fettarmen Fleisch in keinem Fall ratsam ist, muss als Energieträger fettreiches Fleisch oder viel Fett gefüttert werden. Nachteil: fettes Fleisch enthält viele ungesunde gesättigten Fettsäuren und die Bauchspeicheldrüse vieler Hunde ist mit dieser Fettverdauung völlig überfordert.
Aus Fett wird die Energie aber langsamer zur Verfügung gestellt, so dass die Leistung schlagartig zusammenbrechen kann. Bei Hunden die kurzzeitige schnelle Leistungen vollbringen müssen, kommt es bei einem Kohlenhydratmangel zu einem Kreislaufzusammenbruch.Was ist besonders kritisiere ist der regelrechte Entzug von Salz. 1-2 x die Woche eine Prise ist ein echter Witz. Salz trägt mit zur Bildung von Magensäure bei und neutralisiert die im Fleisch enthalten Kaliumverbindungen. Beutetiere enthalten viel Natrium ( Blut). Das Fleisch im Futterhandel ist stark ausgeblutet , damit fehlen diesem Fleisch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Dazu zählt auch Natriumchlorid umgangssprachlich SALZ.
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Mit dem Knochenmehl führe ich aber dann ja wieder P zu....
*Warum denke ich eigentlich soviel*? 
wahrscheinlich weil zu viel Phosphor in der Hundeernährung so negativ besetzt wird.
Ob du wirklich zu viel Phosphor fütterst, lässt sich doch leicht ausreichnen.Ein kleines Beispiel:
Beispiel: Bedarf für einen 10 kg Hund
800 mg Calcium -600 mg PhosphorRation für einen 10 kg Hund:
130 g Kopfleisch
50 g Reis ( ungekocht)
20 g MöhrenCalcium 25,2 mg Phosphor 291,2 mg
wird diese Ration nur mit Eierschalenpulver ergänzt, fehlt auf dem "Papier " ganz klar Phosphor.
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Ein paar Grundlagenkenntnisse können auch nicht schaden.
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Dieser Link ist recht informativ.
http://www.nordic-spirit.net/futter/FUTTER.htmlEs dreht sich dabei zwar um die Ernährung von Sport-und Schlittenhunden, aber die Infos gefallen mir recht gut.
Die Futterrationen sind aus dem Buch Diätmanagement bei Hund und Katze von Univ.-Prof. Dr.med.vet. Christine Iben Wien. -
300 g Rinderhackfleisch
120 g Reis roh ausgewogen
15 g ÖlGesamt:
68,4 g Protein
1157.1 kcal -
Ich bin ein bekennender Abwieger.
Nicht bei allen Komponenten, nur bei den wichtigen. -
Zitat
Achsoooo deswegen habe ich auch so wenig fleisch gefüttert, weil ich bei den Proteinen immer auch den Pflanzlichen Teil mitgerechnet habe :/am Anfang denkt man viel zu kompliziert und meint unbedingt nach Zahlen füttern zu müssen.

Eine einfache Ration mit einer hohen Energiedichte könnte so aussehen, denn der Begriff Muskelfleisch
sagt mir nichts. Ich habe in den Rechner nur 3 Komponenten eingegeben. Am Anfang solltest du nicht zu viel durcheinander füttern. 60 g Kokosflocken sind eine echte Herausforderung für den Hundedarm.http://www.naehrwertrechner.de/cgi-bin/naehrwertrechner.pl
zusätzlich noch etwas Gemüse und die Ration ist fast perfekt. Die Zutaten beziehen sich auf das Rohgewicht!!
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Zitat
Ja aber reis, kartoffeln, Hirse etc haben doch Proteine

bei deiner Berechnung sollte der Schwerpunkt auf den tierischen Komponenten liegen.
Die pflanzlichen Zugaben dienen primär als Energielieferanten. Zur Eiweißversorgung nicht so optimal geeignet. -
Zitat
MON DIEU! Hört mir hier denn Niemand zu?

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