Beiträge von Samojana

    Zitat

    :schockiert:
    Wenn ich meinem Hund 90 g Nudeln geben würde, wäre das Körperverletzung! Der würde aussehen wie ein Fußball mit Fell!

    Gleichzeitig steht in diesem Buch, das gesunde, ausgewachsene Hunde
    bis zu 10 g sogar 15 g tierische Fette / kg Körpermasse (KM) Hund / TAG
    problemlos verdauen können. Da frage ich mich doch ernsthaft, warum die Rezepturen in dem Buch so alternativlos sind und nur auf Kohlenhydratmast aufgebaut sind.

    Zitat

    Was bedeutet das?

    Es ist nicht so sehr entscheidend, was an Nährstoffen in den Lebensmitteln drin ist – sondern
    wie viel der Körper davon wirklich aufnehmen kann. Und wenn dann ständig mit Zahlen jongliert wird, kommt zumindest bei mir doch wieder ein gewisses Gefühl der Dogmenpflege auf.
    Tierische Proteine sind nicht nur reich an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen,
    die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe aus Fleisch ist auch häufig höher als aus pflanzlichen Lebensmitteln.
    Das heißt, dass der Organismus deutlich mehr Nährstoffe aus tierischen Proteinen resorbiert, als aus pflanzlichen Proteinen, die gleichzeitig auch noch kohlenhydratreiche Energielieferanten sind und ein zu viel davon fatalerweise nicht nur fett macht, sondern auch die Verdauung sehr belastet.

    Ein Überschuss an Phosphor, insbesondere wenn es als Phytin aus Getreide kommt, verringert die Absorption von Calcium , Magnesium, Zink und Eisen , die dadurch nicht mehr aufgenommen werden können.
    Um den gebundenen Phosphor aus dem Phytatmolekül herauszulösen, werden Enzyme namens Phytase benötigt, welche unsere Hunde nicht selbst produzieren.

    An Phytinsäure gebundene Mineralstoffe können deshalb während der Darmpassage nicht ausreichend genug absorbiert werden , was zu gravierenden Mineralstoffmängeln führen kann, wenn keine zusätzliche Mineralstoffergänzung erfolgt, die nicht von Phytinsäure "behindert" wird. Deshalb sind die Mineralstoffvorgaben im M/Z zur Deckung des Bedarfs auch so hoch angesetzt.

    Zitat

    Das müssten vRP-Angaben sein. Ich würde von diesen ausgehen. :smile:

    Je hochwertiger die gewählte Proteinquelle ist , desto weniger müssen wir davon füttern, ausserdem belastet der Abbau von hochwertigem Eiweiss den Stoffwechsel nicht so stark. Deshalb stellt sich für mich nicht die Frage, wie viel Prozent verdauliches Protein tatsächlich enthalten ist. Diese Frage müsste ich mir nur stellen, wenn ich anteilmässig mehr bindegewebslastige Schlachtabfälle füttern würde.

    Weniger aber dafür hochwertige Proteine bedeuten:

    geringere Phosphorzufuhr

    geringerer Harnstoffgehalt

    weniger stickstoffhaltige Abbauprodukte

    weniger nichtessenzielle Aminosäuren

    geringere Übersäuerung (Azidose)

    weniger Tierarztkosten

    Zitat


    Also du meinst,dass ich mir durch die Fleischmengen,die ich gebe,über das zusätzliche pflanzl. Protein keine Sorgen machen muss.Habe ich das so richtig verstanden?
    Falls ja,super.... :gut:

    Ich erhebe keineswegs den Anspruch, die Wahrheit für mich alleine zu kennen! Wenn jemand mit der Ernährung und der Gesundheit seines Hundes zufrieden ist , wird er von mir nicht hören , dass er unbedingt " anders " füttern muss. Wenn die gewählte Ernährung einem Hund gut bekommt, warum dann wechseln?Mehr als gut kann es dem Hund nicht gehen und eine Garantie für die Zukunft gibt es nicht.

    Die einzige Voraussetzung dafür ist allerdings , dass nicht die wichtigsten " Ernährungsgrundregeln " ausser Kraft gesetzt werden. Eine ausreichende Energiezufuhr aus Kohlenhydraten und Fetten ist Voraussetzung
    für den Erhalt einer normalen Stickstoffbilanz.
    Auch in der Hundeernährung gilt das Prinzip der Individualität, was bedeutet, dass diese " Zahlen " nicht für jeden Hund ideal sind, es also zu viel oder zu wenig Protein sein kann. Beides ist für den Hund nicht gut. Pauschale Ernährungsdiktate können deshalb nicht zielführend sein.

    Wird Futter mit sehr hohem Proteingehalt ,ohne den notwendigen Zuschlag an Energieträgern
    ( Fette + Kohlenhydrate) gefüttert, verbrennt der Hund Protein verstärkt für seinen Energiehaushalt. Dabei bleibt Ammoniak übrig . Die negativen Folgen sind bekannt.

    M/Z Rationsempfehlungen sind extrem getreidelastig. Dieses veraltete Konzept dient m.M. nur der Fertigfutterindustrie, die teilweise hauptsächlich billiges Getreide im Trockenfutter verwendet.
    Rezeptbeispiel für einen 10 kg Hund: 90 g Fleisch+90 g Nudeln= Gesamtmenge 180 g
    Am Endergebnis erkennt man doch sofort ;) , das hier was nicht stimmen kann.

    Entscheidend ist doch, ob der Organismus nach dieser jahrelangen Kohlenhydratmast überhaupt noch auf Fettverbrennung umstellen kann. Das scheint nicht bei jedem Hund gleich zu funktionieren - ist auch logisch, denn wer vorwiegend von Kohlenhydraten leben muss , der hat vielleicht gar keine Fettverbrennungsenzyme mehr.

    Zitat

    Mich beschäftigt die Frage,wenn ich den Proteinbedarf ganz oder überwiegend über tier. Protein decke und durch KH noch pflanzliches zusätzlich gebe,ob dieser "Überschuss" gesundheitliche Probleme hervorrufen kann.Klar,zu hohe Proteinmengen sind nicht gut...die Frage ist,füttere ich so bereits zu proteinreich,sodass meine Hunde evt. Leber-oder Nierenprobleme z.B. bekommen können.


    bei den von dir genannten Fleischmengen, brauchst du dir darüber keine Sorgen machen. :smile:

    Zitat

    Ein Gedanke, der mir kam: Für den recht hohen Fleischanteil ist der Proteingehalt der Dosen eher niedrig. Eine mögliche Ursache dafür wäre, dass relativ viel Bindegewebe mitverarbeitet wurde. Dieses kann bei empfindlichen Hund zu Durchfall führen.

    die Meinung teile ich. Schlecht verdauliches Eiweiß mit viel Bindegewebe wandert unverdaut in den Dickdarm, provoziert Fehlgärungen und der Durchfall ist vorprogrammiert.