Beiträge von Samojana

    Auf ihrer HP steht 1-2x die Woche eine Prise Salz zu füttern.Alle Rezepturen der tierärztlichen Hochschulen enthalten Salz entweder als tgl. Zugabe oder sind ein Bestandteil der Mineralstoffergänzungen. In dieser Hinsicht hat die Autorin schlecht recherchiert und lediglich von Barf-Seiten ohne selber mal nachzudenken abgeschrieben.

    Zitat:Der heute allgemein beziehbare Beutetierersatz unterscheidet sich jedoch in einem grundlegend vom realen Beutetier. Auf Grund der Schlachtmethoden ist dieses Fleisch meist sehr stark ausgeblutet. Damit fehlen diesem Fleisch Mineralstoffe und Spurenelemente.
    Dazu gehört auch z.B. Natrium, das wir als Kochsalz kennen. Kochsalz ist aber die Voraussetzung zur Bildung von Magensäure, die ihrerseits für die Auflösung und Verdauung der gefressenen Knochen zwingend notwendig ist. Dies ist jedoch den wenigsten Hundebesitzern bewußt, so daß immer wieder Verdauungsprobleme bei der Zufütterung von Knochen entstehen.
    Um die fehlenden Stoffe auszugleichen, kann man dem Futter rohes Blut beimengen, was jedoch auch nicht jedermanns Sache ist. Zudem hat dies ganz einfach Grenzen, da Blut nicht von jedem zu beziehen ist und zudem nur sehr begrenzt aufbewahrt werden kann. Somit ist nur eine zeitweise Zufütterung von Blut durchführbar. Versucht man den entstandenen Mangel durch die schubweise Zufütterung von größeren Blutmengen auszugleichen, führt dies jedoch meist dazu, daß dies vom Hund abgelehnt wird oder aber wiederum zu Verdauungsproblemen, in Form von Durchfällen, führen kann.
    http://www.tierheim-huerth.de/Homepage/homepage.html

    Hallo Manuela,

    diese Vorgehensweise finde ich gut. Am Anfang nicht so viele verschiedene Dinge in einer Ration füttern, dadurch bekommt der Verdauungstrakt die Gelegenheit , sich mit dem neuen Nahrungsmittel erst einmal vertraut zu machen.
    Und eine evtl. Unverträglichkeit lässt sich bei einer beschränkten Futtermittelauswahl viel besser zuordnen.

    Wenn diese Fütterung weiterhin so gut funktioniert, darfst du zwischendurch ruhig mal ein neues Nahrungsmittel austesten. Dann bekommst du einen guten Überblick darüber, was dein Hund mag und was nicht und ganz wichtig, was er auch verträgt. Die Kotkonsistenz ist sozusagen auch eine Art Frühwarnsystem .

    Schleimiger Kot ist i.d.R. kein Zeichen von Entgiftung ,sondern ein Hinweis , dass der Dickdarm
    mit dem neuen Nahrungsmittel , nicht zurecht kommt.

    Zitat

    Samojana ,möchte Dir kurz mitteilen,dass sich mein Hund,nachdem ich ihm das füttere was du mir geschrieben hast,seit gestern nicht mehr geschleckt,gebissen und gekratzt hat.
    Die Symthome sind weg.

    was fütterst du denn? Schweine/ Pferdefleisch oder Fisch? Meine Empfehlung war Fisch. :smile:
    So wie du geschrieben hast, war dein Hund beim ersten Kochversuch mit Schweinefleisch bereits symptomfrei.

    Die Einleitung ist sehr ausführlich. Es werden ernährungswissenschaftliche fundierte Informationen geliefert, die man in den gängigen Barfbücher selten bis gar nicht findet. Wichtige Grundlagenkenntnisse , die vermittelt werden sind frei von jeglicher Ideologie ,weil dieses ganze Wolfsgeschwafel in diesem Buch keinen Raum einnimmt.

    Die Autorin hat ihre Erkenntnisse nachvollziehbar mit Quellenangaben dargelegt, sie hat also wissenschaftlich gearbeitet. So zum Beispiel fehlt auch nicht der Hinweis aus dem Buch "Die Ernährung des Hundes "von M/Z, dass Kupfer aus rohem Rind vom Hund nicht aufgenommen werden kann.

    Umfassende Informationen zu den möglichen Risiken einer Rohfleisch-und Knochenfütterung kommen auch nicht kurz.

    Was die Bedarfsberechnungen angeht,wagt sich die Tierärztin nicht auf`s Glatteis, sondern sie berechnet schön brav die Rationen nach den vorgegebenen Referenzwerten, d.h. bis auf eine einzige Ausnahme ist eine Vitamin-Mineralstoffergänzung demzufolge zwingend notwendig , um den Bedarf des Hundes zu decken.

    Ganz im Gegensatz zu den aktuellen Rationsberechnungen von Zentek, ( der ohne auskommt) aber die hat sie wahrscheinlich noch nicht gelesen. :/
    Mich hätte sehr interessiert endlich mal zu erfahren, auf welchen Grundlagen diese Referenzwerte überhaupt entstanden sind und warum diese Bedarfswerte bei einem Futterkonzept wie Barf, dass kaum pflanzliche Inhaltstoffe enthält, trotzdem immer gleich bleiben. Da stimmt doch irgendetwas nicht.

    Bei uns Menschen wurde z.B. vor einigen Jahren u.a. der Zinkwert um einige mg nach unten korrigiert, weil Fleisch im Gegensatz zu früher, keine Mangelware mehr war.

    Zitat

    Die pauschale Aussagen, dass Barfen zu Mangelernährung führt ist aber völliger Unsinn. Hat man einen gesunden Hund und verfüttert nach den üblichen Verhältnissen dürfte der Hund ganz gut mit allem nötigen versorgt sein.

    die " üblichen Verhältnisse " ? Wie sehen die denn aus?
    Ich frage mich gerade, warum du dir dann einen Futterplan erstellen lassen willst, wenn Barfen so easy ist. :D

    Zitat


    Weißt du was ich meine? 100g gekochter Reis oder auch Hirse usw. + Gemüse + Fleisch...das ist eine riesen Portion. Deswegen dachte ich etwas weniger Getreide dafür mehr Fett. :???:

    ich verstehe was du meinst. Durch die enorme Wasserzugabe sieht die Gesamtmenge beim Reis nach dem Kochen natürlich riesig aus. Bei weniger Wasser fällt das Endergebnis automatisch kleiner aus. Die Kohlenhydratauswahl spielt dabei eine Rolle. Körner brauchen mehr Wasser wie Flocken. Die feinen Schmelzhaferflocken für Baby´s benötigen z.B. kaum Wasser. Mit dem Gemüse vermischt fällt praktisch die Wasserzugabe ganz weg und 25 g liefern ca. 90 Kalorien.
    Du hattest doch vor einigen Tagen diese Ration mit 50 g Buchweizen gekocht gepostet.

    100 g Hähnchenmägen ( 16 g Protein, 84 kcal)
    50 g Buchweizen ( 1,6 g Protein, 54 kcal)
    50 g Hähnchenflügel ( 8,5 g Protein, 104 kcal)
    20 g Schweineschmalz ( 176 kcal)

    Quelle:http://www.fddb.de

    Gesamtmenge 200g ca. 420 kcal
    Entspricht diese Menge eher deinen Vorstellungen? Der Energiebedarf für einen 8 kg liegt je nachdem, welche Literaturquellen herangezogen werden zwischen 350-500 kcal. Am Ende entscheidet immer noch das Individium selber, was zu viel oder zu wenig ist. Also, klammere dich nicht an die von M/Z empfohlenen 500 kcal. Sie dienen nur als Orientierungshilfe.
    Am schnellsten können die Hunde Kohlenhydrate als Energielieferanten umsetzen. Fette haben zwar doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate, benötigen aber dafür mehr Sauerstoff, um daraus Energie zu gewinnen.

    Der Energiebedarf des Gehirns und der Nervenbahnen wird fast ausschließlich durch Kohlenhydrate ( Glukose) gedeckt. Ausserdem enthalten Kohlenhydrate im Gegensatz zu Fett viele Vitamine , Mineralstoffe und Ballaststoffe, bei einer überwiegenden Fettzufuhr hättest du somit das Problem, diese Defizite auszugleichen zu müssen.
    Enthält eine Ration sehr wenig bis gar keine Kohlenhydrate, muss die Eiweißzufuhr um mindestens 50 % erhöht werden, um eine ausreichenden Glukosebildung aus Aminosäuren zu sichern.

    Zitat

    Hm...danke für die Info, Samojana...

    Jetzt mache ich mir Gedanken.
    Cala hatte mal Probleme mit der BSD....und ich wollte etwas mehr Fett füttern, ALLERDINGS gleichzeitig auch mehr Kohlenhydrate (etwa 25% mehr) weil sie ein bißchen abgenommen hat (Winter...)....könnte das problematisch sein?

    20 g Fett als Zugabe ist nicht zu viel für einen Hund in dieser Gewichtsklasse. :smile: