Beiträge von Samojana

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    auf Seite 16 unten links in dem Infokästchen

    hab´s gelesen. Solche Sätze, die aus irgendwelchen Tierversuchen stammen, können mich nicht mehr beeindrucken. Niemand von uns kocht das Fleisch stundenlang tot , d.h. das Überhitzen bei 300 Grad entfällt. ;)
    Und die "vermutete Verweildauer" im Magen ( stark zerkleinertes Fleisch) hängt , Gott sei Dank , noch von anderen Faktoren ab.

    Zitat

    Wenn das auch für Fleisch gilt, ist klar, warum beim Barfen der Fleischanteil so hoch sein muss

    gute Frage? ;) Diese Frage können nur Barfer beantworten.

    Elli Radinger, eine bekannte Wolfsforscherin hält nichts vom Barfen und hat in der Zeitschrift Wolfsmagazin folgendes geschrieben: "Nach meiner Erfahrung mit wilden Wölfen halte ich persönlich das Argument, einen Hund durch das Barfen "artgerecht" zu ernähren, für nicht fundiert und unreal.

    So finden Wölfe eigentlich im ganzen Körper des Beutetieres verteilt, alles was sie brauchen. Am wichtigsten die Leber, die extrem reich an Vitaminen und Mineralien ist, wie auch Herz und Lunge; Knochen als Quelle für Kalzium und Phosphor, Hirn-Gewebe enthält mehrfach gesättigte Fettsäuren, sowie Schleimhäute.

    Wollten wir unsere Hunde "wie Wölfe" ernähren, müssten wir ihnen die zuvor genannten Nahrungsquellen komplett und im Ganzen vorwerfen und sie auch öfter einmal mehrere Tage lang hungern lassen."

    http://www.elli-radinger.de/html/hundefutter.html

    Und ein Zitat aus der Zeitschrift Hundewelt vom Wolfsforscher Bloch : Unsere eigenen Hunde bekommen Hausmannskost, Nudeln , Reis, Kartoffeln, Gemüse, Obst auch Fleisch roh wie gekocht- vom Hühnchen, über Fisch bis hin zu Rindfleisch. Alle werden alt (Laika Jasper12,-Dackel Kasthin 15 )

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    Samojana: aus dem anderen thread noch habe ich eine Frage an Dich

    auf der von Dir benannten Seite gibt es einen Rationsberechner. In dieser Exceltabelle fehlt ein Wert in der letzten Zeile bei Grundwerte Adult und zwar in der Spalte Rohprotein in g.

    Ich kann auch beim Datenblatt nicht nachvollziehen, wie von vRP auf Rohprotein in g gerechnet wurde. Ich dachte, vRP sind 98 % vom Rohprotein und das Rohprotein berechne ich nach Deklaration? Das ist nicht ganz unwichtig, will man das Datenblatt mit weiteren Produkten ergänzen

    ehrlich gesagt, mache ich mir keine Gedanken mehr über den Unterschied zwischen RP und vRP. Es gibt Proteinlieferanten, die zwar sehr proteinreich sind ( z.B.Grieben) aber dafür eine sehr schlechte Verdaulichkeit haben.
    Bei einer Ernährung, die aus hochwertigen und hochverdaulichen Proteinlieferanten besteht , braucht es diese Überlegungen nicht.

    Der experimentell ermittelte Proteinbedarf für adulte Hunde wurde anhand diverser Untersuchungen errechnet, indem Hunde im Labor zunächst eiweißfrei ernährt wurden .

    Nach Einbeziehung der individuellen Schwankungen ( Krankheit, Haarwechsel) evtl. auch unter Berücksichtigung einer häufig verminderten Verdaulichkeit ( K3-Schlachtabfälle, pflanzliche Proteinlieferanten) basieren die Futterempfehlungen insgesamt auf einer kohlenhydratlastigen fettarmen Mischkost .


    Auf ein Ernährungskonzept wie BARF sind m.E. sämtliche Referenzwerte (Proteine, Vitamine und Mineralstoffe) überhaupt nicht übertragbar. Trotzdem halten sich die Ernährungsberater stur an diese Vorgaben und verschreiben dem Hund durch die Bank weg Zusatzergänzungen, die nicht nur sehr teuer , sondern dazu noch dermaßen unterschiedlich in der Zusammensetzung sind , das kaum noch jemand durchblickt.

    Zitat


    Wie kommst du denn darauf, dass es nur um Fleisch und nicht um Gesamtprotein geht? Habe ich nie auch nur angedeutet, ich weiss wieviel pflanzliche Proteine durch eine KH-lastige Fütterung im Hund landen.

    [/quote]

    Bei 99,9 % der Proteinberechnungen (in den Foren) ist immer Fleisch der Hauptlieferant.

    Die ermittelten Bedarfswerte ( Vitamine und Mineralstoffe) sind nur über die Zugabe synthetischer Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu erreichen.
    Es scheint überhaupt keine Rolle zu spielen , wie jemand füttert, ob eine Ration viel Fleisch und
    wenig Getreide , oder viel Getreide und wenig Fleisch enthält. Ständig fehlt irgendetwas und muss mit dem
    vollen Programm ergänzt werden.

    Katja Sauer schreibt z.B. ergänzend unter einen Futterplan : Die Versorgung mit Zink,Jod, Vitamin D un E ist ohne das vitaminisierte Mineralfutter nicht zu erreichen. Wenn angeblich nur 4 Nährstoffe fehlen, wieso braucht der Hund dann noch zusätzlich die volle Dröhnung vom Zusatz Easy Barf. :/

    Genau diesen Punkt habe ich bereits hier im Forum kritisiert:

    Was die Bedarfsberechnungen angeht,wagt sich die Tierärztin nicht auf`s Glatteis, sondern sie berechnet schön brav die Rationen nach den vorgegebenen Referenzwerten, d.h. bis auf eine einzige Ausnahme ist eine Vitamin-Mineralstoffergänzung demzufolge zwingend notwendig , um den Bedarf des Hundes zu decken.

    Ganz im Gegensatz zu den aktuellen Rationsberechnungen von Zentek, ( der ohne auskommt) aber die hat sie wahrscheinlich noch nicht gelesen. :/
    Mich hätte sehr interessiert endlich mal zu erfahren, auf welchen Grundlagen diese Referenzwerte überhaupt entstanden sind und warum diese Bedarfswerte bei einem Futterkonzept wie Barf, dass kaum pflanzliche Inhaltstoffe enthält, trotzdem immer gleich bleiben. Da stimmt doch irgendetwas nicht.

    https://www.dogforum.de/kritik-vom-tierarzt-t159031-170.html

    Zitat

    was die KH anbelangt. ein gesunder hund braucht keine KH.

    ein gesunder Mensch auch nicht. Du kannst dich genau wie dein Hund ketogen ( Proteine und Fette ohne Kohlenhydrate) ernähren. Bei einer kohlenhydratfreien Ernährung ( z.B. Fleisch mit hohem Fettanteil) MUSS der Eiweißanteil etwa 50 % über den angegebenen Bedarfswerten liegen , da mehr Aminosäuren zur Gluconeogenese verbraucht werden. Das Gehirn braucht Glukose. Diesen Punkt solltest du bei deinen Überlegungen mit einkalkulieren. Allerdings kann sich bei Hunden ähnlich wie Menschen bei kohlenhydratfreier Ernährung eine Insulinresistenz, sprich einen Typ-2-Diabetes entwickeln.

    Ich habe dir ganz unten einen Link gesetzt, dort findest du viele Infos zur Ernährung des Hundes. Auch zu den Kohlenhydraten.

    Kohlenhydrate

    Im Zusammenhang mit der Fütterung von Hunden wird relativ häufig behauptet, die Fütterung von Kohlenhydraten sei überflüssig, da diese für Hunde nicht essentiell seien; gelegentlich wird sogar davon abgeratén, Kohlenhydrate zu verfüttern, da Hunde diese gar nicht verdauen können.

    Richtig ist hiervon lediglich, dass Kohlenhydrate im engen Wortsinn nicht essentiell sind. Essentiell sind solche Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die ihm deshalb über die Nahrung zugeführt werden müssen. Sowohl Menschen als auch Hunde können Kohlenhydrate selbst synthetisieren. Nur hieraus den Schluss zu ziehen, es wäre überflüssig, dem Körper Kohlenhydrate zuzuführen, macht ungefähr so viel Sinn, wie den Hund nur auf seinen Hinterpfoten oder den Menschen auf seinen Händen laufen zu lassen. Es geht zwar, aber es ist unbequem, anstrengend, unökonomisch und auf die Dauer auch nicht besonders gesund.

    http://www.oyla10.de/cgi-bin/design…3&starteintrag=