Beiträge von wildsurf

    @sabarta

    Ein Kappzaun muss ans Pferd passen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach. Vom schweren Deutschen, über den Wiener, das Caveçon, den Pluvinel, den Portugiesischen, die Serreta, bis zum einfachen Nylon-Kappzaun... Es gibt unzählige Modelle.

    Manche sind sehr scharf in der Wirkung weil sie nur schmal aufliegen (Caveçon, wird z.B. SEHR oft unterschätzt!!), weil sie nur punktuell wirken (Pluvinel, ausser er wird zusätzlich gepolstert), oder weil sie mit wenig oder nicht gepolstertem Metall direkt auf der Nase liegen (Portugiesischer und Serreta).

    In den richtigen Händen kann ein Kappzaun grosses vollbringen, in den Falschen viel Schaden anrichten. Daher gilt für alle Ungeübten (gilt für Mensch und Pferd!): dick gepolstert muss er sein. ABER: er muss ans Pferd passen. Und das ist oft gar nicht so einfach.
    Je besser das Pferd am Kappzaum ausgebildet ist und je feiner der Mensch mit der Longe arbeiten kann, desto schärfer darf ein Kappzaum sein. "Man muss ihn sich erarbeiten".

    Ist z.B. die Pferdenase zu schmal für einen schweren Deutschen Kappzaum, kann es passieren dass die inneren Schenkel des Naseneisens direkt auf den Nasenkanten aufliegen. Ein übler Nussknacker-Effekt kann entstehen. Ist z.B. das Naseneisen eines Wiener zu klein, liegt auch dieses nur punktuell an den Kanten des Nasenknochens auf.

    Dann muss der Zaum so verschnallt sein, dass er mind. 2 Finger breit unter dem Jochbein zu liegen kommt. Sonst drückt er 1. übelst auf die Hauptnerven, 2. scheuert er am Knochen.
    Je nach Zaum gibt es unterschiedliche Backenriemen. Die müssen so angebracht sein, dass sie die seitlichen Kopfriemen vom Auge wegziehen. Sollte sich ein Kappzaum verschieben (was er nicht darf, sonst passt er nicht) verhindert dieser Riemen, dass es "ins Auge geht".

    Der Kinnriemen. Gerne wird der so richtig stramm gezogen, damit der Kappzaum auch wirklich sitzt. Beim Caveçon z.B. ziehen viele einfach mal ordentlich an. Ohne zu bedenken, dass die Kette nur mit wenig Leder umhüllt und sehr schmal ist. Also in der Wirkung ordentlich scharf ist! (neuerdings wird das Caveçon gerne als Isländer-Isländer-Kappzaum verkauft....)

    Die einfachen Nylon-Nylon-Kappzäune sehen soft aus - sind sie auch. Allerdings rutschen die sehr gerne auf dem Pferdefell herum. Sie sitzen nur ganz selten richtig gut am Pferdekopf.

    Jetzt kann man natürlich sagen- wieso ist das so wichtig? Dann überlege man sich bitte, dass das Pferd am Kopf höchst sensibel ist. Viele Nerven verlaufen direkt unter der Haut. Ungeschützt. Wenn da nun irgend ein unpassender Zaum draufgeknallt und ordentlich festgezurrt wird, kann man sich - denke ich - relativ gut vorstellen, wie uncool ein Pferd das findet.

    Wie soll es da gelöst, locker und willig mitarbeiten?

    Es gab sehr eindrückliche Messungen der unterschiedlichen Zäume - longiert haben sehr gute Longenführer. Und die waren erstaunt bis schockiert über die enormen Druckspitzen bei den Messungen!

    Pferde reagieren übrigens sehr fein auf die unterschiedlichen Kappzäume.
    Das gleiche Pferd mit unterschiedlich gut passenden Zäumen läuft komplett anders. Man kann mit einem unpassenden Zaum den Gang negativ beeinflussen. Und mit einem gut passenden Stück dagegen sehr viel verbessern.

    Unsere Hunde leben mit uns in der Wohnung. So oft sie wollen können sie in den Garten raus - ausser der ist sehr nass, den ganzen Schlamm will ich nicht in der Wohnung haben.
    Schlafen können sie, wo sie wollen - ausser in unserem Bett! Sofa ist auch tabu. Ansonsten ist es mir egal, wie kreuz und quer sie in der Landschaft liegen.

    In unserem 1000 Seelen Dorf lebt kein einziger Hund draussen (und wir haben echt viele Hunde im Dorf). Auch nicht die Hofhunde der noch vorhandenen Bauern. Das hat mich doch sehr erstaunt als wir hierher gezogen sind. Allerdings würde ich hier auch keinen Hofhund draussen lassen. Zu nah sind die grossen Landstrassen. Wenn da einer stiften geht... Auweia.

    Das Rannoch Moor ist einfach wunderschön!
    Und zu dieser Jahreszeit wenigstens ohne Mücken ;-)
    Den Jacobite haben wir beinahe verpasst. Wir standen gerade bei den Neptunes Stairs (wo es viel interessanter war weil ein Schiff hängen blieb)
    als er über die Brücke tuckerte. Allerdings mit der Lock verkehrt rum dran. :D

    :D musst mal ein paar aus meinen Gruppen fragen zum Thema Waldboden und Dunkelheit :D

    Wir haben vor ein paar Wochen das Eindunkeln unterschätzt und die letzten mussten in der Dunkelheit durch den Wald. Aber mit guten Stirnlampen ;-)

    Meine Abendgruppen sehen das Tageslicht erst nächstes Jahr wieder -
    Bis dahin helfen Stirnlampen und Strassenbeleuchtung.

    Die Hunde gewöhnen sich sehr schnell daran. Spannend wird es bei Dunkelheit und Nebel, das hatten wir letzten Winter oft. Gruselig war das dann...