Puh...ok, ich schreib mal:
- Leinenführigkeit: in bekannter Umgebung wird es immer besser, fremde Umgebung: Katastrophe
- Rückruf: Bekannte Umgebung: klappt ganz gut, gestern neue Umgebung: 70% Katastrophe
- wenn große Reize da sind (andere Hunde z.B.) hört er einfach nicht mehr...da scheint nur noch Watte im Ohr zu sein
-Stresspipi wird grad wieder schlimmer in bestimmten Situationen
-Beißhemmung war schon super, seit paar Tagen schnappt er aber auch, wenn er zb. seine Ruhe will und eines der Kinder zu ihm geht :/
Seufz.
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(Wahrscheinlich bekomme ich gleich Haue für klare Worte ..)
Wieso „seufz“?
Du erwartest viel zu viel von deinem Hund. Er seufzt wahrscheinlich mehr als du!
Schraub mal die Erwartungen auf ein Minimum.
Wenn der junge Hund einen anderen Hund getroffen hat, sind die Batterien im Hirn oft schon fast leer. Tja dann geht man halt wieder nach Hause nach 20min.
Fremde Umgebungen werden noch locker 2 Jahre für den Hund eine riesige Herausforderung sein.
Mach nur ultra kurze Sachen in fremder Umgebung. Schritt für Schritt rantasten was geht. Immer gut ausgerüstet mit viel Leckerchen und Futtertube.
Leinenführigkeit übt man auch nicht in fremder Umgebung. Das setzt man dann um, wenn es perfekt sitzt. Auch hier, ganz ganz langsam die Ablenkung steigern in bekannter Umgebung. Erst viel später in fremdem Gebiet.
Du ruinierst dir den Rückruf selber, wenn er so abgelenkt ist dass er ihn nicht ausführen kann! Wenn du so weiter machst, wird es immer schlechter. Schleppleine dran wenn er nicht frei laufen kann, darf, soll.
Stress pinkeln: wieso ist der Hund so gestresst, dass er unter sich macht? In welchen Situationen?
Schnappen: sei FROH dass er schnappt. Das ist Kommunikation. Und wehe du verbietest ihm das. Dann erziehst du dir ganz schnell einen Hund, der anstelle zu warnen, gleich packt.
Was haben die Kinder beim ruhenden Hund verloren?? Wieso lassen die den nicht in Ruhe? Wieso hat der Hund keinen Bereich, wo er KOMPLETT in Ruhe gelassen wird?
Wenn er ruhen soll, weise ihm einen geschützten Bereich zu. Dann gibt es auch keine Konflikte, sollte er Kinder massreglen wollen.
Weisst du, dass Stress krank macht? Messbar, im Körper für Veränderungen sorgt? Golden (auch deren Mixe) sind wenn sie jung sind oft sehr anfällig für „zu viel von allem“. Da reichen schon zu hohe Erwartungen. Oder dauernde Störungen beim schlafen. Oder dauernd Action rund herum.
Andere Hunde: setz dir den Hund zwischen die Füsse, Hände an seine Brust, armen. Festhalten und begrenzen. Rahmen geben. Solange bis er runter fährt und anfängt zu schnuppern, und das wiederholst du täglich in 100 Situationen. SO lernt der Hund, jederzeit runter zu fahren und ansprechbar zu bleiben.
Aber eben nicht as Kunststück, sondern aus eigener Selbstregulierung.
Klare Führung ist das Zauberwort. Das ist harte Arbeit an dir selbst. Willst du einen angenehmen Begleiter aus dem Hund machen, dann mach langsam. Sonst wird das ein weiteres Exemplar „mühsam“.
So, ich habe fertig. 
Und ich meine das alles überhaupt nicht böse. Wirklich nicht. 
Aber ich sehe zu viele gestresste junge Hunde, die viel zu hohe Anforderungen erfüllen sollen. Und das geht mir gegen den Strich. Denn die Hunde können sich nicht wehren.