Beiträge von wildsurf

    Als wir - mann ist das lange her - vor 12 Jahren Caron abholten, wog er nur gerade knapp 5 kg mit 9 Wochen.

    Das war etwas wenig, aber er hat das locker aufgeholt und ist ganz normal gewachsen mit einer normalen Grösse für einen Golden Retriever und normalem Gewicht.

    Mit einem schlauen Futter für normales Wachstum, kommt das alles gut.

    Gewichtsverlagerung hochwertig gefüttert.

    Er stand mit den Hinterbeinen auf der Matte. Dann mit Futter etwas gelockt damit das Gewicht nach vorne geht. Das zurück nehmen des Gewichts sofort in hoher Frequenz gefüttert.

    Dann mit Futter gelockt einen Schritt mit dem Vorderbein nach vorne. Das zurück nehmen des Gewichts sofort wieder hochfrequentig gefüttert.

    So verstand er, dass die Position hinten auf dem Kissen gewünscht ist.

    Dann wieder nach vorne gelockt. Etwas mit der Hand geholfen damit ein Bein wieder hinten hoch geht. Und sofort wieder die Position auf der Matte gefüttert.

    Da hat es dann klick gemacht. Ah, ich habe eine Hinterhand.

    Ah, die soll da drauf. Ah, ich kann dafür sogar rückwärts gehen.

    zuerst ganz nah am Objekt. Dann etwas weg. Jetzt sind wir bei 1,5m.


    Wir haben den Umweg gemacht über das Kissen als Target, sozusagen. So hat er rückwärts gehen verstanden. Und nebenbei das hinten hochgehen gelernt. Jetzt könnte man es noch unter Kommando stellen.

    und genauer ausarbeiten. Varianten machen etc.

    Bei uns hat übrigens das weglassen des Klickers extrem Ruhe und damit mehr mitdenken bewirkt.

    Ps: shapen geht mit Mojito nicht. Entweder legt er sich dann neben mich, geht aus dem Raum oder verfällt in totale Hektik. Ihn muss man anleiten. Da macht er dann dafür alles mit.

    Naja wenn der Hund schon generell nicht rückwärts gehen kann, dann ist rückwärts wo rauf natürlich auch einfach echt extrem viel verlangt.

    Ja, das Problem hatten wir.

    Mojito konnte einfach partout nicht rückwärts gehen. Egal mit welchen Methoden. Er bekam sogar eher Angst.

    Aber als ich das Training umgestellt habe, hat es innerhalb von2 Tagen Klick gemacht und jetzt kann er es tip top.

    Es gibt bei allen Rassen immer einzelne Individuen, die sich super für den Einsatz eignen.

    Die Frage ist, ob man Lotto spielen will und auch einen „untauglichen“ Hund akzeptieren kann. (Und für den die passende Beschäftigung sucht)

    Oder ob man die grösst mögliche Chance haben will, einen einsatzfähigen Hund zu erhalten. Dann reduziert sich die Auswahl auf wenige Rassen, die halt bekanntermassen mit hoher Wahrscheinlichkeit taugen. Wo wenig „Ausschuss Gefahr“ besteht.

    Ist immer die Frage, wieviele Kompromisse man eingehen will/kann.

    Hier laufen im realen Einsatz DSH und Malis als unfriedliche Trailer (Zugriffhunde als Kombihunde ausgebildet) und ansonsten Labradore und ein paar wenige BGS als friedliche Trailer. (Ich rede vom Polzeidienst)

    Der Labrador überzeugt mit sehr sehr guter Nasenleistung, keine störenden Nebenbaustellen, angenehmes Wesen, grosse Führigkeit, gute Bodyline (Körpersprache) und somit einfach und schnell auszubilden. Dazu sind sie genug durchsetzungsfähig um auf der Spur Hartnäckigkeit zu beweisen, auch gegen den Hundeführer.

    Genau so wichtig ist aber der Hundeführer. Er muss extrem viel lernen, muss sich in jeder Situation unter Kontrolle halten und regulieren können. Er muss fähig sein, sehr schnell viele Infos zu verarbeiten und jegliche Zeichen des Hundes in den Kontext der Umgebung und der Situation zu stellen.

    Den Stress darf er nicht an den Hund weitergeben.

    Er muss jederzeit seinen Hund unterstützen können, wenn dieser es braucht. Wie ein Tänzer muss er sich führen lassen, dem Partner nicht auf die Füsse treten, nicht im Weg stehen und jederzeit auf den anderen eingehen. Und trotzdem selber mitdenken und agieren.

    Den Hundeführer einsatzfähig zu bekommen ist oft schwieriger als den Hund auszubilden. ;-)


    Zum Thema lesen des Flankers durch den Hund:

    Trainer Fehler. Sobald so etwas passiert, muss sofort darauf eingetragen werden. Gerade Hütehunde lesen alles mit den Augen. Da ist Vorsicht geboten im Training durch den Trainer. Aber das sind Trainer-Basics!