Beiträge von wildsurf

    Ich würde da mit eng begrenzten Bereichen arbeiten.

    Ein Laufgitter im WohnZimmer, wo er schlafen kann und seine Ruhe hat.

    Beim essen in der Küche oder Esszimmer kein Freilauf sondern angebunden neben euch.

    Nicht um ihn zu ärgern

    Sondern damit ihr nicht dauernd überwachen müsst. Das entspannt alle.

    Wenn du am PC sitzt oder auf dem Sofa hängst, Hund an der Leine angebunden oder in seinem Gitter.

    Er soll ja nicht ausgegrenzt werden. Er soll bloss nicht herumspazieren und alles anpissen.

    Gleichzeitig lernt er auch noch Ruhe zu halten in der Wohnung. Was auch ganz praktisch ist ;-)

    Findest du das ist meckern?

    Hab ich ungünstig ausgedrückt. Meckern ist das falsche Wort.

    Ich find es toll, dass die Hunde trotz erkennbarem Trieb so gut zu bremsen sind.

    Ach so, klassisches Missverständnis :winken:

    Ja die grosse Führigkeit hat so ihre Vorteile :D

    Aber auch zB Mojito hole ich immer wieder an kurzer Leine raus aus der Spannung. Es ist für ihn einfacher und es geht schneller, als wenn ich ihn das alleine regeln lassen würde.

    Ich finde diese Hilfe auch nur fair! Gerade in Situationen, wo die Erregung ins Unendliche steigt, hilft die kurze Leine sehr, Ruhe reinzubringen.

    Findest du das ist meckern?

    Ich sehe das anders. Als Besitzer eines Jagdhundes hilft es, wenn man viele Facetten zu sehen bekommt, WIE Jagdverhalten sich äussern kann.

    Und dass Jagdverhalten nicht immer bedeutet, dass ein Hund brüllend in der Leine hängt oder mit 50km/h hinter einem Reh her brettert.

    Jagdverhalten kann sich mit der Zeit auch verändern, subtiler werden.

    Beispiel:

    Nevis; 16 Monate. Noch nicht viel Training. Wenn er Jagdverhalten zeigt, dann schnallen das die Meisten. „DA! DA!

    DA! Woooow!!!“

    Mojito; 6 Jahre. War als er jung war genau so. Jetzt zeigt es sich sehr viel subtiler. Anders. So, dass man hingucken muss. Aber nichtsdestotrotz deutlich.

    Und auch aus diesem Verhalten hole ich ihn raus, er soll sich nicht wegbeamen, weil er - sollte ein weiterer Trigger dazukommen - auslöst und weg ist.

    Ich finde also, dass jegliche jagdliche Verhaltensweisen genau hier in diesen Thread gehören. Weil es ein grosses Potpourri gibt, wo jeder was lernen kann. Oder seinen Hund erkennt.

    Oder einfach nur froh ist, dass der eigene Hund einfacher ist :D oder so :D

    In jede Hundeapotheke gehört Schnaps. Hochprozentig. Für das Frauchen.

    wenn nämlich der Herr Hund im schottischen Hochland eine Biene mampft, und der nette Herr von nebenan so meint: "ay, der nächste TA ist 45min. entfernt." Dann brauchst du einen Schnaps. Ganz unbedingt. Um dann pragmatisch eine Lösung aus dem Hut zu zaubern. In unserem Fall eine Schüssel Milch-Wasser, voll mit Eiswürfel. Die durfte der Hund saufen. Er musste dann ziemlich oft pinkeln :D aber dafür ist die gestochene Zunge nicht angeschwollen.

    Eieiei meine Liebe, du musst unbedingt etwas entspannter werden. Sonst bekommst du am Ende noch ein Magengeschwür ;-)

    Also Mojito ist ja auch gut für allerlei Storries.

    Sprung aus dem 1. Stock...

    Abflug über die Mauer eines römischen Kastells, ....

    Vor lauter Aufregung sprang er mal zwischen zwei Rüden, die sich gerade in die Wolle bekamen, sehr suboptimal war das...

    Jaja, Hundehaltung kann abenteuerlich sein :D

    Ping Pong hast du ihm selbst beigebracht

    Tönt gemein gell, ist aber nett gemeint. ;)Also: wenn der Hund einen „Fehler“ macht, zB ins Gebüsch hüpft, du rufst ihn, er kommt und bekommt DAFÜR eine Belohnung - tja dann belohnst du ihn eben genau für den Aufbau dieser Verhaltenskette!!

    >> ich hüpfe ins Gebüsch, sie ruft, ich komme zurück- Keks <<

    Lösung: allgemein halt dich an eine Grundregel und verpass dir jedes Mal eine Kopfnuss wenn du sie brichst...


    ... in der Erziehung (Aufbauphase) wird NUR dann gelobt, wenn der Hund es korrekt gemacht hat.

    Nicht loben, wenn er einen Fehler macht weil dann stärkst du den Fehler. du korrigierst, er reagiert und wird für das Reagieren auf die Korrektur nach dem Fehler belohnt. DAS geht immer schief.

    Alos:

    Er hüpft ins Gebüsch, du rufst, er kommt raus, ihr geht weiter. Punkt. Nix Belohnung!

    Unterschied 1:

    Er will ins Gebüsch, bleibt aber vor dem Gebüsch stehen, hupft nicht rein, feeeein! weitergehen.

    Unterschied 2:

    Er sieht Wild, verharrt, du gehst ZU ihm hin und stopfst ihm die Leckerchen ins Maul. Super verharrt. Genau das wollen wir. Warten bis die Spannung nachlässt (immer warten bis Spannung nachlässt, sonst löst er gleich wieder auf etwas aus, Hormone lassen grüssen) und dann ruhig weiter gehen.

    Ruf deinen Hund nicht wegen jedem Furz zu dir. Ein gut sitzendes Abbruchkommando ist sehr hilfreich. Wenn er was macht, das er nicht soll, kommt bei mir ein ruhiges „nö“ und dann geht es ganz normal weiter.

    Wenn er steht und guckt, feeein gucken, kurz mit ihm warten und weiter gehen.

    Er SOLL die Umwelt wahrnehmen. Wir können unsere Jäger nicht an den Reizen vorbeilotsen und hoffen, dass sie keinen davon wahrnehmen.

    Sie SOLLEN sie wahrnehmen - und dann mit Hirn darauf reagieren.

    Wenn du ihn bei etwas mehrmals hintereinander immer wieder korrigieren musst, dann passt was nicht.

    Entweder zu viel Spannung im Hund, oder die Sicherungen kaputt, oder das Kommando sitzt nicht, etc etc

    Auf jeden Fall ist es hilfreicher, den Hund an die kurze Leine zu nehmen wann immer du mehr als - sagen wir 4x - hintereinander das Gleiche sagen musst und es nicht nachhaltig ist. Dann braucht es anderes Management. Dann nützt das, was du gerade machst, nix.

    Also musst du die Situation verändern so dass er umsetzen kann was du forderst.

    Soweit verständlich?

    :winken: