Beiträge von wildsurf

    Wie würdet ihr vorgehen bei folgendem setting?

    Wir sind mal wieder in den Bergen unterwegs. Und Nevis hat da so ein Thema mit den verflixten Schwalben. Die fliegen nämlich sehr unruhig und sehr tief über die Wiesen.

    Die machen ihn echt wuschig und lösen den Hetzreiz aus. Er sieht die übrigens auch in 100m Distanz, er ist sehr flink auf dem Auge. Würde er gehen, und ich nichts unternehmen, würde er sie hetzen bis er entweder nicht mehr kann oder der Vogel auf den See raus fliegt und er im Wasser nicht weiter kommt. Jaja, haben wir letztes Jahr "unabsichtlich praktisch getestet" :roll: Sah toll aus - so von weitem...


    Situation ist typisch in etwa so:

    Wir spazieren, er mit der Nase in einem Grasbüschel, Vogel fliegt zB in 20m Distanz vorbei - zack Kopf hoch und... 21... weg wäre er.

    Ich hab ein Zeitfenster von ca. 1 Sekunde. Was ganz komfortabel ist - ich weiss nur nicht so recht, was genau Sinn machen würde.

    (Wir haben diese Art von Reiz zu Hause nicht, oder nur sehr sehr selten.)

    Wenn ich das nicht nur stoppen möchte (er ist an der Leine), sonder auch üben will, dass er dem Reiz eines Tages nicht mehr nachhetzten möchte 🤔 wie vorgehen?

    Ich könnte ihn theoretisch frei gehen lassen, mit dem Hetzkommando zurück holen - das versaut mir aber im Nu das Kommando, weil es eh eine Gratwanderung ist, damit er das nicht auslöst nur weil es Fun ist.

    Klickern? Und dann? Futter bei mir oder Futter wie im Kino direkt ins Maul?

    Benennen will ich auf keinen Fall - nicht bei gefühlten 1000 Vögel unterwegs :ugly:


    Der Herr ist übrigens ziemlich fix im "ah ich kann was tolles auslösen". Also muss ich mit Verhaltenketten aufpassen.

    Ich stehe gerade vogeltechnisch auf dem Schlauch :D oder sehe den Baum vor lauter Wald nicht :lol:

    Nur weil er ihn liegen lässt, ist er nicht weniger wichtig!

    Für dich sah das vielleicht so aus. Er wusste aber sehr genau, wo das Teil liegt.

    Man kann Ressourcen als Hund auch sehr strategisch platzieren, so dass man jeden anpfupfen kann, der zu nah daran vorbei geht oder das Teil auch nur anguckt. :barbar:"Grrr buff blaff"

    Ressourcen "verteidigen" kann total Spass machen :roll: Die Kandidaten, für die Ressourcen ein Thema ist, können sich daran ganz toll erfreuen.... Deppen :pfeif:

    Das ist dann ein Fall für "nee, du bekommst erst mal keine dermassen wichtigen Ressourcen mehr".

    Ein gezielter Ort zum fressen ist am einfachsten. Dann ist das Ganze schon viel weniger wichtig und schafft weniger Reibungszonen.

    Ich hab mich heute riesig gefreut über Nevis. :applaus:

    "Stoppen der Aufregung" und "aushalten der Situation" unter ziemlich erschwerten Bedingungen.

    Er kennt den Aufbau schon von klein an. Jetzt zeigt sich sozusagen die Ernte der Arbeit. :smile:

    Ich konnte auf einem Weg nicht ausweichen, Stromzäune links und rechts. Von vorne kam bellend ein Hund an der Leine auf uns zu. Ein Flexi-Pilot ohne wirkliche Kontrolle.

    Ich habe Nevis in die ihm bekannte Haltung genommen, ihn für gucken und still sein bestätigt - und er war die ganze Zeit über bis der Hund an uns vorbei war komplett ansprechbar. Hat auch Kommandos angenommen (ist für mich ein Test in der Situation: wie ansprechbar ist er noch und nimmer etwas an oder nicht mehr) Zwar war er angespannt aber er blieb still, blieb auf seinen vier Pfoten und hat auch nicht versucht, sich zu entziehen um zu dem Hund zu gelangen. Und es war wirklich eng, der Hund spazierte - Nevis ankläffend - 1m vor uns durch.

    Die Folge davon war ebenfalls sehr cool: keine erhöhte Aufregung beim weiterlaufen.

    Das wird 💪

    @Flunky

    Du hast immer so wilde Theorien, abstruse Erlebnisse, und kuriose Ansichten.

    Es gibt da etwas in der Hundewelt, das nennt man LERNEN !!

    Und jeder Hund muss von klein an die Kommunikation mit anderen Hunden lernen. Es reicht aber nicht, wenn die das nur die ersten 8 Wochen als kleine Welpen von der Mutter lernen. Das geht danach weiter und muss immer wieder trainiert werden.

    Innerartliche Kommunikation ist extrem vielschichtig und manche Rassen haben durch Zuchtselektion auf bestimmte Wesensmerkmale mehr Mühe mit der Kommunikation as andere. Die müssen das teilweise richtiggehend erarbeiten.

    Daher ist auch der BESITZER in der Pflicht, seinen jungen Hund mit gut sozialisierten, gut und normal kommunizierenden Hunden immer wieder zusammen zu führen. Damit der junge Hund lernt, wie man korrekt kommuniziert.

    (Das bedeutet aber nicht, dass man den jungen Hund einfach beim Nachbarshund in den Garten schmeisst und denkt: mach mal, du lernst jetzt was....)


    Lernen Hunde die korrekte Kommunikation,

    ist das Hundeleben meistens sehr entspannt und kritische Situationen eher selten.

    Die Ferien haben dem Zwerg offensichtlich gut getan. Es lief viel mehr, nicht durch uns, sondern es war mehr los im Ort. Das Landei hatte mehr Input. Hat ihm gut getan.

    Und auf der Fähre mit den vielen, vielen Hunden hat sich das Training am "hör sofort auf, dich hochzupushen" bezahlt gemacht.

    Auch das einfach mal 1h auf dem einen Quadratmeter aushalten, und nicht künstlich aufregen, hat dank Vorarbeit sehr gut getan.

    RafiLe1985

    Du willst zu deinen weichen Hunden etwas ganz anderes holen? Und erst noch aufs Alter? Ob das mal ne gute Idee ist...

    Du brauchst einen führigen Hund für einen bestimmten Einsatz.

    Das was du an Geländehärte wünschst, kann man von klein auf (korrekt) trainieren, so dass es sich für den Hund lohnt. Und schon hast du einen Hund , der gern durch alles geht.

    Fu brauchst einen Hund, der denkt, der nicht zu schnell ist und 200% menschenkompatibel, alltagstauglich und unkompliziert.

    Einen Allrounder. Keinen Spezialisten.

    Viele Leute haben ja so Vorstellungen, was man haben möchte. Weil der Hund vorher das nicht hatte oder so. Und landen dann plötzlich bei Spezialisten. Obwohl eigentlich ein gut gezogener Allrounder viel sinnvoller wäre, den muss man genau so gut ausbilden wie den Spezialisten.

    Nur verzeihen Allrounder einem sehr, sehr viel mehr. Auch im Alltag. Sehr viel einfacher.

    Wieso nimmst du für deine Wünsche nicht einen Allrounder wie zB den Working Golden Retriever? Und bevor sowas wie "zu weich" kommt, ja die sind sanft, die sind weich im Umgang.. aber verdammt zäh in der Arbeit.

    Trümmer, Fläche, Mantrailen, Drogen, Schusswaffen, Borkenkäfer, Sanität, und und und.... gib ihm was zu arbeiten und er ist glücklich - und zerlegt dir weder den Nachbarshund, noch den Figuranten. Beim Spaziergang verlieret du ihn nicht am Horizont und alleine bleiben ist auch kein Thema.

    UND er passt vom Wesen zu deinen Hunden. Gerade beim Sprung auf 3 Hunde ein nicht unerheblicher Faktor!!

    Schau dir mal das Palmares von Sam an "Tigermilk Mr. Stringer"

    Dann siehst du, was ein working Golden Retriever leisten kann und auch will.

    Wieder so ein unterhaltsamer Thread von dir :roll:


    Hier mal unsere drei Rüden. 2x intakt, 1x kastriert wegen Prostata.

    Haben sie ein Problem mit anderen Rüden? Grundsätzlich nicht, denn sie haben gelernt, korrekt zu kommunizieren. Am liebsten weichen sie eh aus. Wir es trotzdem mal laut mit fremden Rüden? Klar, sind ja Hunde und eben - Rüden. Die können laut, müssen aber nicht.

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