Beiträge von wildsurf

    Meine Jagdviecher dürfen auf Trampelpfaden genau eines:

    An der Leine laufen :D die sind da nämlich immer seeeehr zügig in einer anderen Welt. Zu spannend um noch zu denken.

    Du sammelst jetzt Erfahrungen, was geht, was nicht. Mit der Zeit siehst du das Gelände, guckst den Hund an, checkst kurz die eigene Verfassung und wirst dann entscheiden ob ableinen oder lieber auf Nummer sicher gehen.

    Wichtig ist, dieses Aufregungsding unter Kontrolle zu bekommen. Bei dir und beim Hund. Dann wird das schon. Ihr seid ja dran. Easy, es braucht gaaaaaanz viiiiieeel Zeit. Und Geduld.

    Ich bin mir nicht sicher...

    Ich kann mir vorstellen, dass das permanente verbieten von Imponierverhalten oder auch Droh- und Abwehrverhalten (so à la Helikopter Hundehalter, nein du darfst nicht "böse" sein, und ich regle alles) zu Problemen in der innerartlichen Kommunikation führen kann

    (Was für ein Satz.... :D )

    Beispiel Hündinnen, die sich einfach nicht gegen Rüden durchsetzen können. Also eher gleich "aufgeben", so ähnlich wie "Opferrolle".

    (Ich meine jetzt nicht die super mega extrem krass aufdringlichen Kerle.)

    Wenn die nie drohen dürfen, und auch immer alles geregelt bekommen, können sie es auch nicht.

    Oder ist das zu "plakativ" ?

    Die beiden jüngeren Rüden hier zeigen gerne Imponierverhalten am Zaun. Wenn zB der Nachbarshund bellt und die beiden gerade im Garten herumstromern. Obwohl man den anderen Hund nicht sehen kann, wird mal Präsenz am Zaun markiert.

    Da wird im grossen Trab auf den Zehenspitzen marschiert, die Rute über dem Rücken, die Backen aufgeplustert, dazu kommt der passende Sound. (Dieses Gegrummel aus dem Bauch)

    Das ganze Theater verpufft nach spätestens 10 Sekunden, da 1. niemand da ist der darauf einsteigt und 2. steht die Regierung - also ich - in der Nähe und würde da abkühlend eingreifen, wenn die Jungs sich da zu sehr reinsteigern würden.

    Je älter sie werden, desto weniger stark werden die Verhalten, habe ich den Eindruck. Man muss nicht mehr so den Obermacker raushängen. Als Jungrüde probiert man da noch mehr. Oder provoziert auch ma ein bisschen mit der coolen Lederjacke.

    Da gibt es eine schöne Anekdote dazu:

    Mojito war gerade 1,5 Jahre jung, als er fand, jetzt ist genau der richtige Tag um mal einen anderen Rüden so richtig blöd anzumachen. So richtig mit Getöse und dicken Eiern in der Hose.

    Wir begegneten einem 8 Jahre alten Golden Retriever. Mojito sieht ihn, krempelt die Ärmel hoch und stolziert mit Geprolle und dicker Brust auf den anderen zu. So richtig, jetzt mache ich den mal platt. Ich bin der Grösste.

    Vom anderen Hund kam ein Blick, einmal einschätzen was da kommt, und dann liess er den Jungrocker mal so richtig schön links liegen. Der hat dem dermassen den Wind aus den Segeln genommen und das einfach dermassen ignoriert, sich abgewendet und null Fläche geboten... Mojito stand da, völlig verpeilt, riesige Fragezeichen über dem Kopf, alles verluffte... wir mussten alle lachen.

    Ja hier ist es recht verbreitet, da sich auch der (schwarze) Trüffel immer mehr ausbreitet. Die Chancen etwas zu finden sind recht gross. Ich kenne einige, die mit dem Hund mal einen Wochenend-Kurs gemacht haben und nun recht erfolgreich trüffeln. Anfang Woche hat meine Kollegin (bezw. deren Hund) einen riesigen Trüffel gefunden, je nach Jahr ist die Ausbeute ziemlich gross.