Beiträge von wildsurf

    da er Mantrailer ist: lauf nicht im Gebiet herum und lass die Dummy nahe an deiner Spur fallen! Wirf die Dummy weg von deiner Spur, halt ohne dass er zuschauen kann. Erst dann wird er wirklich die beiden Arten der Suche sauber trennen. Sonst wird er sich immer deine Spur zur Hilfe nehmen. Da muss man etwas drauf achten.

    Im Aufbau nehme ich auch lieber ein klar abgegrenztes Gebiet, nicht so offen. So dass der Hund Kanten hat, an denen er abdrehen kann. Mit der Zeit geht man dann in die Weite.

    Wenn er den Felldummy so hochwertig findet, würde ich den nicht in der normalen Arbeit "vergeuden". Normale Arbeit nur mit normalen Dummy. Aber bei speziell anspruchsvollen Übungen - zB. abwenden von einer Markierung und dann auf ein Blind schicken - kann man einen Ball/Felldummy/Tennisball nehmen zur tollen Bestätigung als Blind (nur so als Beispiel). Es lohnt sich dann für den Hund, mit den normalen Dummy gut zu arbeiten. Es ist sonst immer ein "aber den andere Dummy hätte ich lieber". Das kann dir permanent dreinfunken.

    Übrigens ist eine Freiverlorensuche auf so einer Wiese extrem schwierig. Bei so hohem Bewuchs bekommt der Hund erst Geruch in die Nase, wenn er sehr nah am Dummy ist. Wenn du die Suche verbessern willst, wenn du möchtest dass er schöner mit dem Wind arbeitet, oder das Gelände schön nutzt, was auch immer, dann ist so ein hoher dichter Bewuchs zu schwierig.

    Toll wie ruhig er ist, behalte das bei. In der Ruhe liegt die Basis.

    Massai

    Meine wäre wahrscheinlich völlig aus dem Häuschen gewesen ob der Aufregung. Toll hat dein junger Mann das gemacht!

    Bleib mit der Erziehung dran. Ich kenne so viele RR, die erst später wirklich was in Richtung jagen entwickelt haben. Wenn du bis dahin aber die Basis hast, fliegt dir das nicht um die Ohren und dein Hund bleibt ansprechbar, denkfähig und lenkbar.

    Nicht so wie einem Kunden von mir, dessen RR mittlerweile generalisiert (also kein spezifisches Beutemuster mehr hat, sonder alles jagt, was sich bewegt) Der hat mit Katzen angefangen, hat mit kleinen Hunden (beschädigend!) weitergemacht, und ist aktuell bei Gams angekommen. Niedergezogen in schönster Manier.... unerzogen, fehlende Basis, und ein unbelehrbarer Besitzer. tja tja

    Ein Hund bleibt nicht unbedingt bei seinem Beuteschema. Das kann sich mit der Zeit ändern.

    Es macht enorm viel aus, wie gut die anderen Hunde gemanagt und geführt werden!

    Wenn die anderen Hunde unter guter Führung stehen, die Menschen aufmerksam und proaktiv sind, dann ist oft so viel Ruhe im Ganzen dass die Hunde nicht auslösen. Oder sehr viel weniger als im Alltag, wo so viel Unaufmerksamkeit vorhanden ist.

    Auch wenn schwierige Hunde in einer Trainingsgruppe sind, die auch mal auslösen oder alles etwas aufmischen durch ihr Verhalten, wenn alle ihre Hunde gut managen beruhigt sich das sehr schnell, und es kocht gar nie so stark hoch wie es könnte.

    Das sind gute Erfahrungen. Gute Lernsituationen.

    Sind keine dummen Fragen!

    Jagen besteht ja aus einer ganzen Abfolge von Sequenzen.

    Je nach Rasse sind die einzelnen Sequenzen stärker herausgezüchtet und fixiert. Das Verhalten wird also verstärkt gezeigt.

    Sei dies das Vorstehen bei einem Setter, oder das Stöbern bei einem Spaniel, das Aufnehmen und bringen bei Retrievern, das Anpirschen und fixieren bei gewissen Hütehunden etc

    Diese Sequenzen - also die Verhaltensweisen - zeigt der Hund verstärkt, damit wird gearbeitet. Diese Verhaltensweisen können aber auch Probleme machen. Eben WEIL sie genetisch so stark verankert sind.

    Die Wildschärfe ist bei einigen Rassen noch stark vorhanden und gewollt. Aber sich diese Hunde müssen mit Verstand an die harte Arbeit am Tier herangeführt werden. Das Niederziehen von verwundetem Wild zB ist für den Hund gefährlich und ein harter Job.

    Viele Hunde haben ein individuelles Beutespektrum. Sei dies, dass einer vor allem auf Mäuse geht, ein Anderer auf Vögel, oder nur auf Rehe. Da kann die Genetik mitreden, oder aber auch einfach das Individuum.

    Vereine, die ausserhalb des LCD oder DRC züchten, haben oft eine sehr lasche Zuchtordnung.

    Zucht ist nicht einfach nur Hunde produzieren. Zucht ist eine riesige Verantwortung für Lebewesen!

    Es geht hier nicht nur um die "einfachen" Sachen wie HD oder ED.

    Es geht um bekannte, sehr ernsthafte genetische Erkrankungen beim Labrador. Auf diese Krankheiten kann man testen, muss man in LCD und DRC auch zwingend sonst gibt es keine Zucht Zulassung. (oder nur eingeschränkt)

    Damit sich eben diese bescjissenen Krankheiten nicht weiter verbreiten.

    Unter anderem ist das die gezielte Zucht auf Fehlfarben.

    Offiziell erlaubt sind gelb, braun, schwarz.

    Verboten sind charcoal, champagner, silber.

    Wieso sind sie verboten? Weil ein ganz bestimmtes Gen - das Dilute - für diese drei Fehlfarben verantwortlich ist.

    Und dieses Dilute ist Verantwortlich für eine ganz fürchterliche Krankheit, welche NICHT heilbar ist und den Hund und die Besitzer ein Leben lang begleitet. Ein Leben lang teure Medikamente und Probleme, wenn die Krankheit ausbricht.

    Seriöse Zucht bedeutet auch, wesensfeste Hunde zu züchten, die mit der Umwelt klarkommen. Keine nervösen, ängstlichen oder agressiven Hunde zu produzieren.

    Das bedingt aber gute Zuchttiere zu haben. Über eine geregelte Selektion am Wesenstest. Über vorsichtige Verpaarung der Elterntiere.

    Es hat also sehr, sehr triftige Gründe, wieso man sich einen Hund nicht von irgend einem Wischiwaschi Verein holt. Sondern im LCD/DRC!


    Wir können hier nur immer und immer und immer wieder aufklären, Infos schreiben und darum bitte , die Finger davon zu lassen.

    Ob der Mensch aber gewillt ist zu lernen können wir nicht beeinflussen.

    Ich hoffe, der Themenstarter ist lernwillig.