Beiträge von wildsurf

    Ich könnte mit vorstellen, dass da mehrere Faktoren zusammen kommen.


    Der Hundehalter ist etwas distanziert zum Hund. Vielleicht kam Ares zu schnell nach dem Tod des alten Hundes. Vielleicht passen Mensch und Hund einfach auch nicht richtig zusammen.

    Ares fühlt sich nicht wirklich zu Hause. Er gehorcht, macht zwar im Alltag was er soll, aber lebt noch nicht "mit vollem Herzen" da. Ist vom Charakter her ein ausgeglichener Kerl und kein Draufgänger.

    Vielleicht hängt Ares auch noch etwas in der Luft. Weg vom alten Zuhause, weg von seinem Leuten.

    Die Frage ist:

    Was ist für das Tierwohl die beste Lösung?

    Als "5. Rad am Wagen" zu leben wäre unfair. Das macht ein so soziales Wesen kaputt.

    Für den Halter ist es ebenfalls keine schöne, freudige Partnerschaft.

    Da denke ich: lieber nochmals einen Wechsel des Zuhauses, an einen Ort wo seine Art gewünscht und geliebt wird. Aus vollem Herzen.

    Lieber das, als einfach ewig lange nur akzeptiert nebenher zu leben.

    Aktuell sind doch alle Beteiligten nicht glücklich miteinander. Oder? Und den Hund jetzt unbedingt auf den Kopf stellen macht irgendwie wenig Sinn. Wenn es einen Platz gibt wo er mit seiner Art willkommen wäre.

    BlueDingo_Finn

    Ich mache dann dem Senior den Bauch klatschnass. Inklusive Bein Innenseiten. Das hilft enorm.


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    Dem Doggy geht es massiv besser 💪🎉💗

    Heute Nacht schon war er wieder aktiver, am Morgen hat er mich mit fast geradem Kopf begrüsst und wollte spazieren gehen. Was wir natürlich sofort gemacht haben.

    Er hat der HundeKollegin den Kong gemopst und ist damit stolz über die Wiese davon getrabt. In leichten Schlangenlinien 😁

    Dann hat er sich wohlig in der Wiese gewälzt und nicht verstanden, dass nach 15min bereits zur Umkehr gerufen wurde. Da wurde er etwas bockig. Ganz der Alte :D

    Morgen geht es zur Kontrolle in die Klinik, da wir wieder zu Hause sind. Möchte ihn einfach trotzdem zeigen, auch wenn es jetzt wieder sehr viel besser ist. Er kann sich auch wieder schütteln ohne hinzufallen, in alle Richtungen drehen und viel besser abliegen. Aufstehen war nie ein Problem.

    Jetzt schwitzen wir wieder im Flachland 🥵

    Das Seniörchen hat einen akuten "Anfall" gehabt heute Morgen.

    Sehr wahrscheinlich wieder ein Vestibulärsyndrom. Wir letztes Mal schon nicht so klar eingrenzbar weil manche Symptome fehlen.

    Dieses Mal sind wir allerdings nicht zu Hause sondern in den Bergen in den Ferien. Wo er sich extrem wohl fühlt. Laut TA Praxis (ich liebe "unsere" Praxis. Jederzeit dürfen wir anrufen) war wahrscheinlich das wirklich heftige Gewitter letzte Nacht der Auslöser. Es gab einen massiven Druckunterschied. Und Seniörchen ist ja ü. 15. Da kann das schon passieren.

    Wir haben - vorsorglich - die nötigen Medikamente eh dabei und er wird gut umsorgt von uns. Aber hart ist es halt trotzdem.

    Für den Notfall hat es auch eine Klinik in der Nähe, wo er kurz angeschaut wurde und mit ähnlichen Empfehlungen und einer Spritze in den Hintern wieder entlassen wurde.

    I

    Ganz einfach: Abwechslung macht das Leben süss. Mal gemeinsam langsam über Stock und Stein, mal einen steilen weg hochklettern, mal ein längeres Stück traben, mal im Galopp über eine Wiese fetzen. Mal über unebenen Grund balancieren im Schritt, mal auf Baumstämme klettern. Je nach Hund mal schwimmen. Da werden alle Sinne und Rezeptoren angesprochen.

    Immer nur auf flachen Teerstrassen ist weder für den Hund, noch für den Mensch auf Dauer gesund.

    (Das Ansprechen der Sinne ist einer der besten Vorsorgen gegen den Abbau im Alter)

    das ist doch kurz genug, oder nicht?

    Hallo!

    Ausgegliedert aus dem Qualzucht Thread „Viele Familienhunde haben zuwenig Muskulatur, und sind deswegen gefährdet/nicht gesund.“

    Wie würdet ihr eine Daumenregel formulieren, für jede Rasse?


    Ich antworte mal auf deine Ausgangsfrage.


    Vorweg ein Exkurs:

    Muskelaufbau setzen sehr viele Leute gleich mit Ausdauertraining. Oder mit bergauf arbeiten. Die grossen Muskeln wachsen lassen. Das ist aber nur der kleinste Teil bei der Geschichte.

    Die Wenigsten wissen, dass ein starker Körper mehr ist als nur kräftige Muskulatur. Die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Muskeltraining ist ein gutes Gleichgewicht. Ein guter Sehsinn. Und ein gut funktionierender Tastsinn.

    Ohne das Training dieser Sinne ist der Erfolg nur halb und mal tritt oft auf der Stelle (egal ob Mensch, Pferd, Hund)

    Das Training im Schritt über unebene Oberfläche (zB am gepflügten Feldrand entlang) fördert den Tastsinn und trainiert die kleinste Muskulatur, welche zB die Wirbelsäule stützen (M. multifidii etc). Zusätzlich muss der Gleichgewichtssinn permanent arbeiten. Und die Sensomotorik wird geschult. Das zentrale Nervensystem muss permanent die Lage der Gliedmassen im Raum korrigieren. Propriozeption ist aktiv.

    Ausdauertraben auf ebenen Flächen stärkt das Herz/Kreislaufsystem, trainiert den O2 Stoffwechsel, und es sorgt für eine sehr gute Durchblutung der gesamten Muskulatur. Ebenfalls stärkt es die Sehnen. Ist also wichtig und gesund. In der richtigen Dosis.

    Bergauf im Schritt ist Training für Bänder und Sehnen. Sie werden unter Belastung angesprochen und gestärkt. Dies verbessert massiv die Führung der Gliedmassen. Schont dir Gelenke. Was wiederum die Muskulatur korrekt anspricht und für Kraftaufbau sorgt.

    Bergauf im Trab, idealerweise im Wechsel mit Schritt, lässt die grossen Muskeln arbeiten. M. glutaeus, biceps femoris etc.

    Galopp ist die Lüftung. Die Lungen werden komplett gefüllt und entleert, das Lymphsystem arbeitet auf Hochtouren, manche Gelenke werden erst jetzt richtig weit im range genutzt. Der Organismus wird durchgepustet. Glücksgefühle werden freigesetzt und wirken nachweislich heilsam.

    Eine starke, gesunde Muskulatur ist nicht zwingend die, die gross und rund wie gemeisselt am Körper sichtbar ist.

    Das ist auch extrem individuell, je nachdem wie straff das Bindegewebe ist, wie viel Unterhautfett vorhanden ist (rassebedingt!), wie die Zusammensetzung der Muskelfasern ist.

    Ein Greyhound hat andere Muskelfasertypen als ein Airedale Terrier!


    Was das jetzt für das "Training" für den normalen GESUNDEN Hund bedeutet?


    Ganz einfach: Abwechslung macht das Leben süss. Mal gemeinsam langsam über Stock und Stein, mal einen steilen weg hochklettern, mal ein längeres Stück traben, mal im Galopp über eine Wiese fetzen. Mal über unebenen Grund balancieren im Schritt, mal auf Baumstämme klettern. Je nach Hund mal schwimmen. Da werden alle Sinne und Rezeptoren angesprochen.

    Immer nur auf flachen Teerstrassen ist weder für den Hund, noch für den Mensch auf Dauer gesund.

    (Das Ansprechen der Sinne ist einer der besten Vorsorgen gegen den Abbau im Alter)


    Was heisst das für den Hund in der Reha?

    Kontrollierte Schrittarbeit auf unterschiedlichen Untergründen ist die Basis. Man erinnere sich: ohne Sensomotorik/Propriozeption kein sinnvolles Training. Darauf baut man individuell auf.

    Ich schicke euch kühle Grüsse aus den Bergen. Ich bin mega froh, dass wir gerade jetzt hier oben sind und noch 1 Woche bleiben

    Gerade für Caron ist das sehr viel besser hier. (Und für mich auch)


    Der See hat 12 Grad. Stellt euch einfach vor, ihr steckt den Kopf rein. Der ist sofort abgekühlt :D

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    Caron macht Ferien in den Bergen

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