Beiträge von wildsurf

    Wettkämpfe an sich sind nicht das Problem.

    Und wer keine Turniere läuft ist nicht zwingend ein besserer Mensch. Oder besserer Hundehalter.

    Wie viele Turnierhunde stehen in regelmässigem Training und sind dadurch gut bemuskelt. Haben eine gute Stabilität und Kondition.

    Und wie viele "Freizeit" Hunde sind mittlerweile sehr schlecht bemuskelt, weil sie nicht genug gefordert werden.

    Dafür gilt in der Bevölkerung ein 10 jähriger Hund als alt. Ja klar. Ohne Muskulatur alt werden ist genau so Kacke wie für uns Menschen.

    Nicht die Teilnahme am Wettkampf ist das Problem.
    Sondern der Mensch dahinter.

    ABER das ist im Alltag mit den Hunden genau gleich. Daher ist niemand besser oder schlechter, ob er nun Turniere läuft mit dem Hund oder nicht.

    Die Profi Reiterei ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Was in der Freizeitreiterei passiert ist genau so tragisch.

    Nur redet man sich das aktuell noch schön.
    Es viel einfacher, bei den öffentlich auftretenden Reitern zu kritisieren, als das eigene Tun (oder oft eben nicht-tun) zu hinterfragen.

    Das waren jetzt heftige 48h....


    Nevis und Junik sind ein Herz und eine Seele. Richtige best buddies. Die schlafen gestapelt, die spielen ausgewogen und sind so richtig Arsch auf Eimer.

    Vorgestern begann Nevis plötzlich, Junik massiv zu bedrängen. Hing ihm permanent am Hintern, lief ihm dauernd nach und wollte aufreiten. Zuerst nur wenig, dann immer heftiger.

    Ich hatte sofort die Analdrüsen in Verdacht und einen Termin beim TA gemacht. Bis zu dem Termin mussten wir 2 Nächte überstehen.
    Ich schlief mitNevis im Wohnzimmer, men Freund mit den anderen beiden im Schlafzimmer.

    Nevis tief gestresst, nur noch am jammern und zittern. Tagsüber an der Leine bei mir. Oder jeweils einer der Hunde im Auto. Kontakt war unmöglich, Nevis hätte sich Junik sofort gepackt und Junik begann logischerweise das scheisse zu finden.

    Heute Morgen dann TA.
    Analdrüsen richtig voll. Alles entleert, desinfiziert und ab nach Hause.

    Wo die beiden alles nachgeholt haben was die letzten Tage aufgestaut wurde.

    Alles wieder normal und beim Alten.
    Und das nur wegen zwei vollen Drüsen...

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    CupersHerrchen

    Ich würde den Keks einem Orthopäden vorstellen.
    Weil: Lahmheit im Wachstum KANN vorkommen. Die hat dann aber immer eine Ursache!

    Was genau das ist sollte man anschauen, weil gerade wenn das mehrmals wieder passiert, ist etwas los. Was das ist, muss man schauen. Dafür muss der Hund nicht gleich zwingend beim ersten Termin in Narkose.

    Aber anschauen und besprechen, warum er immer wieder hinkt ist wichtig. Weil jetzt ist er voll mitten im Hauptwachstum. Jetzt passieren die grossen Entwicklungen.
    Wenn da was sein sollte was man begleiten sollte, muss man jetzt gucken und handeln. Nicht erst wenn er ausgewachsen ist.

    Im normalen Wachstum hinken Hunde nicht.
    Hunde hinken, wenn etwas weh tut.
    Weh tun kann etwas, wenn es gestaucht wurde, gezerrt wurde, wenn etwas bricht, oder etwas schief wächst, wenn etwas anders wächst als es sollte, wenn etwas zu locker ist und nicht genug stützt, etc.

    Es hat also immer einen Grund, wenn der Hund hinkt. Immer.
    Und weil der Keks nicht mehr der Kleinste ist, wäre es wichtig zu wissen was da los ist.

    Ich packe den Hund dann und mache einen Termin direkt beim guten Orthopäden. Weil Bewegungsapparat haben nicht alle TAs richtig gut drauf.

    Die ganzen Überlegungen lesen sich komplexer als das Problem des Hundes.

    Ich plädiere für viel Geduld, viel Zeit, viel Humor und eine gute Portion "das wird schon".

    Solange keine massiven neurologischen Defizite vorliegen, lernen Hunde so ziemlich das Meiste was für den Alltag notwendig ist.
    In ihrem Tempo, Schritt für Schritt.