Beiträge von wildsurf

    @Cinimini1814

    Versuch, das Ganze auf die sachliche Ebene zu bringen und nicht persönlich zu nehmen.

    Es geht nicht um dich - du bist völlig in Ordnung - sondern darum, ob ein Gebrauchshund in deinem Umfeld passend ist.

    Und da ist der Tenor hier offensichtlich der Gleiche wie bei den Züchtern, die du angefragt hast. Nein, es ist unpassend. Und weil eben so viele Leute bereits so schlechte Erfahrungen gemacht haben mit Gebrauchshunden an unpassenden Plätzen, warnt man dich eindringlich.

    Nimm das ernst, auch die Ratschläge bezüglich sich informieren und auf Hundeplätzen zuschauen, eintauchen in die Materie.

    Das Andere, was du glaube ich ein etwas falsches Bild hast, ist die Leistungsfähigkeit von Hunden allgemein. Das liest man sehr oft.

    Dein Programm im Alltag ist total normal für jeden gesunden Hund. Jeden! Auch kleine Hunde machen dieses Programm locker mit.

    Dafür benötigst du keinen Sporthund.

    Kommt noch dazu, dass du sehr viel sozial interagieren möchtest mit anderen Menschen und Hunden.

    Dafür benötigst du eine Rasse, die das auch mit macht. Keine Rasse, die fremde Menschen und Hunde total überflüssig findet. Den kannst du dann nämlich nicht mitnehmen zu Kollegen oder an den See oder so.

    Rassen wurden für bestimmte Aufgaben benutzt. Daher sind die Eigenschaften von Rassen auch wirklich unterschiedlich und es ist wichtig, diese zu verstehen.

    Nur nach Optik zu gehen ist definitiv der falsche Weg. Auch wenn das Optische durchaus natürlich ein Punkt ist, der einem zusagen muss. Aber eben nicht nur.

    Ja die haben Power, und mit fast 4 Monaten ist dein Zwerg ja auch fast

    Junghund mittlerweile.

    Leider bleibt dir wirklich nichts anderes übrig, als immer wieder zu testen, wieviel nötig ist und wieviel zu viel ist.

    Was manchmal auf Spaziergängen etwas Ruhe reinbringen kann ist, dass man zB 500m spaziert, dann den gleichen Weg zurück geht, und dann nochmals.

    Manche Hunde werden immer aufgeregter auf dem Spaziergang, weil ja permanent etwas Neues kommt, jeder Meter ist neu. Diesen Kandidaten hilft es, wenn sie den Weg sozusagen kennen, und dadurch sich gar nicht so beeilen müssen mit neu entdecken.

    Sie rennen immer noch, aber die Hektik legt sich, sie nehmen sich mehr Zeit für Entdeckungen.

    Ob dein Hund 3x am Tag 20 Minuten braucht, oder 2x 30, oder 4 x 20 ist total individuell.

    Meinen hilft es in dem Alter, wenn sie bereits früh am Morgen ordentlich raus können. Daher waren wir immer so um 7 Uhr auf der ersten Runde. Da gab es Freilauf. Auf der Mittagsrunde teilweise nicht, dafür viel zu entdecken im Dorf.

    Beim einschlafen hast du ja bereits beobachtet, dass du langsam die Unterstützung abbauen kannst. Dein Gefühl ist glaub besser als du denkst 😉

    Ich fand es für alle meine bisherigen Hunde ideal, mit 10-12 Wochen mit der Welpenschule anzufangen.


    Dann hat man sich bereits schon etwas aneinander gewöhnt und es ist nicht mehr alles komplett neu. Die ersten Fragezeichen tauchen auch schon auf. Und der Welpe ist ein wenig robuster als gerade mit 8/9 Wochen. Da sind sie ja noch wirklich von allem schwer beeindruckt.

    Ryckmaster

    Bei uns ist ja Welpenschule 4x (muss bis 16 Wochen erledigt sein) und

    Junghundekurs 6x Pflicht.

    Jeder Hund ab einer gewissen Grösse und Gewicht muss die Kurse machen.

    Gute Welpenschulen sind die, die das als Lernkurs anbieten und nicht einfach als Spielstunde.

    Dann lernen Mensch und Hund von Anfang an sehr viel. Weil gerade bei den Ersthundehaltern entstehen bald sehr viele Fragen im Alltag mit dem Hund.

    Ein guter Ablauf, wie er bei meiner super guten HuSchu ist:

    Dauer 1h

    - Ankunft der Teilnehmer mit klarer Anweisung, dass kein Hund an der Leine zum anderen gelassen wird.

    - jeder wird einzeln auf den Platz gelassen, dabei wird Impfbuch kontrolliert und Gesundheit abgefragt

    - jeder stellt sich irgendwo auf den Platz, Welpe bekommt was zu kauen, hat viel Abstand zum Nächsten. Mensch steht auf der Leine und ignoriert mal für einige Minuten den Hund.

    Das schafft sofort eine unglaubliche Ruhe.

    - pro 5 Welpen 1 Trainer

    - die Teilnehmer werden in Gruppen eingeteilt, nach Erfahrung (des Hundes)

    - es gibt einen Theorieblock, es wird etwas vorgezeigt, dann wird das geübt, jeder für sich und die Trainer kommen zum helfen.

    - dann ist wieder zuhören angesagt, Hund kaut was, wird ignoriert, es ist wieder ruhig auf dem Platz

    Es werden unterschiedliche Themen angesprochen. Wie man einen Wlepne korrekt trägt, oder beim TA festhalten kann, wie man bürsten und Pflege stressfrei aufbauen kann, erste Übungen zum Leine laufen, oder auch Abruf, ein Parcours mit unterschiedlichen Untergründen, wie man dem Hund beibringen kann hinter mir zu gehen, oder den Klicker aufbauen, die Ruhedecke, oder korrekt spielen mit dem Welpen etc etc.

    - dann gibt es eine freie Spielsequenz. Die Gruppen werden allenfalls nochmals anders gemischt damit die Grösse und Gewicht gut passen. Jede Gruppe hat einen eigenen Bereich für den Freilauf.

    - der Freilauf wird moderiert, so dass jeder lernt wie man den Hund bei sich behalten kann, etwas ablenken kann nach dem ableinen, und wie nebenbei einfach frei gibt.

    Niemals werden alle einfach haudrauf zusammengelassen.

    - beobachten der Welpen mit Erklärungen der Trainer, was da gerade passiert. Auszeiten für Übermütige oder Ängstliche, das freie Spiel dauert max. 5-7min

    (Und sie haben einen extra Bereich für sehr scheue Welpen, wo die ganz ohne den Rest langsam Kontakt haben können ohne Stress und negative Erfahrungen)

    - danach wieder Theorie mit Praxis

    - nochmals 5min Freilauf

    - Fragerunde mit genug Zeit, damit wirklich alle und jeder seine Sorgen anbringen kann. Dabei kauen die Welpen was und es ist wieder Ruhe auf dem Platz.

    Wir hatten im Sommer die Welpenstunden, am Morgen früh. Da gab es einen schönen Moment:

    Es waren unglaublich viele Welpen da, ich glaub fast 20 Stück. Mit natürlich genug Trainern.

    Als der Kirchturm 9 Uhr schlug, war es auf dem Platz komplett still. Alle Welpen lagen und kauten was, die Menschen waren alle ganz still, es war unglaublich friedlich.

    Alle haben gewartet bis es los geht und nichts von Hektik oder Aufregung.

    So soll das sein. Dann lernt man auch sehr viel.

    Ja sicher schon, das kriegt ihr hin.

    Aber nen schlauen Trainer beschleunigt es und macht es sehr viel leichter für alle Beteiligten.


    Ja eben, dass du dich bewegst, das ist der Knackpunkt. Das Gitter verhindert in dem Fall, dass er dir nachkommen kann.

    Und ermöglicht auch, dass du in einem Raum sein kannst und von Anfang an sagst, ne Hund, du nicht.

    nein ich würde ohne Leine arbeiten zu Hause, und in kleinen Schritten, fang mal damit an, zB beim kochen. Du ist in der Küche am werkeln, er ist halt wie ganz selbstverständlich nicht in der Küche, Gitter ist zu. Er kann dich sehen, hat aber keinen Zugriff auf dich.

    Oder du sitz einfach am Küchentisch und liest. Völlig uninteressant. Das macht es für ihn einfacher zu Beginn, weil du dich nicht aktiv bewegst und hin und her läufst.

    Oder er ist in der Küche bei dir, du liest, stehst auf und gehst ins Bad. Kommst zurück, beachtest ihn nicht und machst dein Ding.

    So ganz selbstverständlich und nebenbei.

    Es ist nicht das Ziel,ihn sozial zu isolieren, auf keinen Fall.

    Ziel ist, dass er das als normal lernt, dass er manchmal nicht da hin kann wo du bist.

    Das ist die Vorstufe um überhaupt das alleine Bleiben üben zu können.


    Trägt er ein Geschirr draussen?

    Für den Hund ist es am klarsten, wenn du das an lockerer Leine laufen am Halsband übst, am Geschirr ist Freizeit. Da ist die Schleppleine dran, da darf er auch mal sanft ziehen.

    Aber das an der Leine laufen musst du ihm in aller kleinsten Schritten beibringen.

    Wenn er 5min neben dir gehen muss und dabei 5 min lang zieht, lernt er das nicht. Eure Methode ist dann untauglich.

    Wenn er es aber schafft, 30sek neben dir ohne zu ziehen zu gehen, dann mache kürzere Lerneinheiten, dann waren sonst die Schritte zu gross.

    Lies sonst das kleine Büchlein von Ariane Ullrich zum Thema „Mensch Hund, warum ziehst du so“

    Auf dich achten belohnen ist super! mach das weiter. Das ist wichtig. Solltest du mal an den Punkt kommen, wo er zu sehr auf dich achtet, wäre das sozusagen ein Luxusproblem, das kann man schnell wieder „korrigieren“.

    Wenn du eine neue Hundeschule suchst, besuch die zuerst bevor du Geld investierst. Schau dir Kurse an, ohne deinen Hund. Ganz in Ruhe, hör zu welche Lösungen die Trainer den Leuten geben.

    ja das kenne ich, aber das hilft dem Hund überhaupt rein har nicht zu lernen, wie er mit solchen Situationen umgehen soll.

    Er lernt dabei nichts!

    Nada.

    Du musst lernen - von jemandem der das besser kann als deine HuSchu - wie man einen jungen Hund an solche Situationen heranführt, wie das funktioniert mit Abstand schaffen, Sicherheit geben etc.

    Der lernt ja jetzt dass Frauchen ihm nicht hilft, alleine lässt mit seinem Problem, und er versucht es auf seine Art zu lösen.

    Das setzt sich übrigens sehr schnell im Kopf fest, wenn man da nicht schnell einen besseren Weg wählt. Das ist wirklich, wirklich Mist.