Beiträge von wildsurf

    Zitat

    Interessant war, dass beide Hunde praktisch gleich gelaufen sind.


    das war bei uns auch so, alle drei Hunde liefen praktisch auf der gleichen Spur, sprachen auf die gleichen Verleitungen an. Das war sehr interessant zu beobachten.

    Guten Abend

    Ignorieren ist ja in der Erziehung/ Ausbildung in probates Mittel, um einem Hund etwas beizubringen. Oder besser gesagt, bestimmte Verhaltensweisen zu unterbinden/ zu verändern/ ...

    Mich würde zu diesem Thema interessieren, in welchen Situationen ignorieren sinnvoll ist, und wann es genau kontraproduktiv ist und ein Verhalten bestärkt, fördert,...

    freue mich auf eure Antworten

    Pflege: es geht dabei vor allem darum, dem kleinen Kerl alles beizubringen was man später so braucht. Bei einer Kuscheleinhei am Boden kannst du den Welpen zu dir nehmen, ihm sanft ins Maul gucken, in die Ohren etc. Überall abstreichen, auch mal mit einer weichen Bürste sanft "bürsten". So lernt er das mit der Zeit alles kennen und wenn es mal nötig ist (TA oder wenn er den halben Wald mit nach Hause bringt) kennt er es und ihr könnt ihn ohne Probleme überall anfassen.

    "beissen":

    das macht ihr doch schon prima. Wenn Welpen miteinander raufen und zu grob werden, quitschen die ganz hoch und ziemlich laut. Imitiert man das, merkt man dass der Welpe sofort ablässt und etwas irritiert guckt, das wäre dann der Moment wo du dich kommentarlos wegdrehen kannst und ganz normal weggehst. Klein Henry lernt schnell, dass kneiffen doof ist weil er dann "sitzengelassen" wird. Alternativ kannst du ihm dann auch ein Kautau anbieten, so dass er seine Kautätigkeiten an was unempfindlichem austoben kann.

    spazieren:

    man teilt das in kleine Portionen, verteilt über den Tag. Die Kleinen müssen ja noch gaaanz viel entdecken und verarbeiten. Da sollte man sie nicht mit zu vielen Infos "zudröhnen". Du kannst jedes Mal 10-20min. raus mit ihm. Dabei gibt es ja immer ganz viel zu entdecken. Du kannst auch wenn du Zeit hast bei schönem Wetter mit ihm an einen Waldrand, seine Decke mitnehmen, dich dort hinsetzen und mit ihm spielen. Dann macht ihr eine Pause, er schläft etwas, dann wieder Wald entdecken etc. Wichtig sind einfach viele Pausen damit das kleine Hirn das alles verarbeiten kann.

    Welpenschule:

    wenn man das möchte, geht man dort hin (bei uns hier ist es sogar Pflicht). Viele gehen 1 x pro Woche. Wichtig ist aber folgendes für den Welpen:
    Das soll nicht eine Wiese sein, wo einfach alle Welpen miteinander rumsausen und danach total kaputt wieder eingepackt werden. Dabei kann es nämlich ziemlich derb zu und her gehen und manche Welpen haben dabei einfach nur Stress.
    Sinnvoll ist es, wenn die Hunde z.B. in alters- und grössegetrennte Gruppen unterteilt werden. Wenn man dann kleine Suchspiele macht, die Tiere kontrolliert miteinander kurz spielen lässt und übermütige Kerlchen öfters mal in eine Auszeit setzt, dann lernen die Welpen auch etwas dabei. Und die Besitzer lernen, ihre Hunde zu beobachten, evtl. geht man auch raus und übt spielerisch den Abruf etc. Es soll einfach mit Konzept abgehen und nicht ein "Friede Freude Welpen stressen" sein.

    "aus":

    das kannst du ihm spielerisch schon jetzt beibringen. Sei aber vorsichtig, denn das sagt man sehr gerne sehr oft und es nutzt sich schnell wieder ab. Wenn du das "aus" für ein ausgeben von Gegenständen möchtest, dann gibt es hier im Forum gute Anleitungen wie man das aufbauen und festigen kann.

    spielen:

    achte beim Spiel darauf dass du ihn nicht mit deinen Händen lockst zum beissen. Sonst erschwerst du dir das Lernen der Beisshemmung :)
    Viel Spielen ist gut, du kannst dabei auch kleine Suchspielchen machen mit kleinen Käsestückchen etc. Oder etwas Futter unter eine Kartonkiste verstecken, oder etwas Futter in ein Badetuch wickeln und er muss es "ausgraben". So wird spielen gleich viel interessanter und abwechslungsreich.
    Gut darauf achten, dass du das Spiel beendest, nicht dass ihr spielt bis der Kleine nicht mehr mag. Und nicht auf jede Spielaufforderung von ihm eingehen. Sonst erzieht man sich recht bald eine kleine Nervensäge.
    Die Kleinen müssen auch lernen, dass einfach mal Ruhe ist. Wir wollen eigentlich oft zu viel machen mit den Kleinen.

    so das reicht erst mal :) viel Spass mit Klein-Henry

    Gestern stand Kreisel-Training auf dem Programm.

    Der Trail war ca. 300m kurz, dafür wählten wir die Rushhour um 17 Uhr zur Ausarbeitung eines 20h alten Trails :D
    Ideal um zu üben, sich nicht vom vielen Verkehr ablenken zu lassen.
    Thema war dabei Kontrollen, Beachtung des "Spurdrifts" (ich nenne es jetzt einfach mal so) wenn warme Kaufhäuser, warme Lüftungsschächte, Verkehr etc. den Geruch anzog oder wegdrückte. Dann die Thermik über den Kreiseln, die vielen Strassenüberquerungen und Hauseingänge.

    Ich dachte ja, das wird richtig schwer, der Hund muss richtig ackern und ist danach richtig fix und foxi. Dachten wir alle... Ich dachte auch dass ich richtig viel kontrollieren müsste...

    Haha, total komplett falsch gedacht und wieder einmal total komplett den Hund unterschätzt. Schon beim prescent zeigte er korrekt die Richtung an, zog sauber rund um den Kreisel, fädelte korrekt und zügig aus dem Kreisel raus in die richtige Richtung - da dachte ich ja noch er hätte die Metzgerei in der Nase :) allerdings liess er die rechts liegen und marschierte sauber zum nächsten Kreisel. Da mussten wir dann etwas mehr arbeiten, mehr und tiefer rein kontrollieren.

    Hat er wieder ganz toll gemacht das Kerlchen.

    Zitat

    Wie oft in der Woche trailt ihr eigentlich? Und wieviele Trails darf euer Hund dabei laufen?

    2x pro Woche, jeweils 1 Trail. Traillänge variiert dabei von 100m - ca. 2500m. Wir üben meistens ganz gezielt irgend welche Themen und passen die Länge dem Schwierigkeitsgrad an.

    könnte es sein, dass bei dieser Mischung das "verspielte" des Labradors auf die Ernsthaftigkeit des Malinois prallt und zu einer, sagen wir mal interessanten Reaktion führen kann?

    Ich hoffe dass hier noch ein paar Mali-Besitzer reingucken. Denke es wäre für euch wichtig zu wissen, dass 50% von euerem Hund nicht ganz so "treudoof" sind wie die restlichen 50%, und vor allem wie man sinnvoll damit umgehen kann/soll.