Beiträge von Quebec

    Ich dachte, es geht um die Abgabe alter (ehem.) Zuchthunde und nicht um die Abgabe junger Hunde, bei denen gemerkt wurde, dass sie doch nichts fuer die Zucht sind. :???:

    Ok, ich kann auch umformulieren.

    Da ist der Reihenhausgartenzüchter mit Platz für zwei Zuchthündinnen. Dieser hat nun drei Hündinnen, eine alte, die aus der Zucht raus ist, eine Zuchthündin und die dritte, die jetzt in die Zucht soll/darf/könnte.

    Geht aber nicht, da Grundstück zu klein. Denn die alte Hündin zählt immer noch mit. Sie kann auch, da man gerade 8 geworden, noch 4 - 5 Jahre leben.

    Begräbt er nun seine Pläne oder gibt er die Hündin in ein gutes zu Hause?

    @Cattlefan

    Was ist ein "guter" Züchter?

    Sieht da nicht bald jeder einen anderen?

    Ich beurteile einen Züchter sicherlich nach ganz anderen Kriterien, als jemand, der vielleicht seinen ersten oder sogar schon zweiten Rassehund hat, vielleicht drei oder vier Züchter vor Ort besucht und Gespräche geführt hat.

    Züchter ist für mich eigentlich auch nicht der Mensch, der mit einer einzigen Hündin vielleicht drei - vier Würfe macht/gemacht hat.

    Zucht und "gute" Züchter, ein wohl weites Feld ;)

    Ich schau da halt etwas genauer hin.

    Bei der Neufundländerzucht ist z. B. die Größe des Grundstückes ausschlaggebend, um überhaupt einen Zwinger anmelden zu können.

    Das heißt, für jede Zuchthündin (plus Welpen) müssen mindestens 200 m² zur Verfügung stehen. Einzelheiten, Zwingerbeschaffenheit, Einzäunung usw. laß ich mal vor.

    Nun hat nicht jeder Züchter einen landwirtschaftlichen Betrieb und entsprechend große Flächen. Wir haben auch den Reihenhausgartenzüchter. Der hat nun Platz für zwei Zuchthündinnen. Bei der Nachwuchshündin stellt sich beim Vorröntgen mit 8 Monaten raus, sie wird wahrscheinlich nicht zuchttauglich sein.

    Und nun? Begrab ich meine Pläne oder suche ich für diese Hündin ein gutes zu Hause und mache Platz für eine andere Hündin?

    Ich kann solch handeln nicht verurteilen.

    @Sammaja

    Ja, es hört sich im ersten Moment kaltherzig an.

    Aber bei weiterer Überlegung, wo hat nun eine schnell weiter gereichte Zuchthündin es besser?
    Als Mitläuferin in einem Rudel oder als viel geliebtes Einzeltier in einer Familie?

    Ich wäre da immer für das Zweite.

    Das muß noch nicht mal ein großes Rudel sein.

    Ich hatte den Fall einer Neuzüchterin, die aus ihrem ersten Wurf eine Tochter ihrer Zuchthündin behielt. Alles war wunderbar harmonisch zwischen Mutter und Tochter, bis Mama ihren zweiten Wurf bekam. Da mutierte die Tochter, inzwischen fast 2 Jahre alt, zur "Bestie" und ging auf die Mama los.

    Zwingerhaltung kam nicht in Frage, also mußte eine Hündin schweren Herzens abgegeben werden.

    Genauso ist es auch schon mit Rüden passiert, die sich nach der Pubertät nicht mehr riechen konnten und getrennt werden mußten.

    Ansonsten kenne ich auch nur, daß gelegentlich Zuchthunde an ehemalige Welpenkäufer, die keinen Welpen mehr wollen, gehen. In der Regel werden die Hunde aber bis zu ihrem letzten Tag zu Hause umsorgt und gepflegt.

    Dann interpretiert ihr "weil ich es kann oder konnte" anders als ich.

    Ich schaffe mir ein Fahrrad an, weil ich Fahrrad fahren kann. Technisches Gerät schaffe ich mir an, weil ich es kann. Ich buche eine Weltreise, weil ich es kann.

    Ein Tier schaffe ich mir an, weil ich Tiere sehr gern mag, mit ihm/ihnen zusammen leben möchte und die Möglichkeit habe, es/sie gut zu versorgen.

    Und nicht, weil ich es gerade mal kann.

    "Für mich käme es nicht mehr in Frage - also ist es auch falsch, dass DU es machst!"

    Ich denke, Du hast meinen ganzen Beitrag gelesen. Wo steht da, ich würde es nicht so machen, darum macht Lisa es falsch?

    Das zeige mir mal bitte.

    Mich stört nur eines und das ist der Anschaffungsgrund. "Ich habe die Tiere, weil ich´s letztes Jahr konnte".

    Das habe ich geschrieben. Und dazu stehe ich.

    Nur allein die Tatsache "man kann es", ist für mich kein überzeugender Grund, Tiere (eigentlich auch nur eines) zu halten.

    Vieles wurde nicht angreifend geschrieben, drängt sie dennoch in eine Rechtfertigungsecke, völlig natürlich.

    Ja, aber doch ohne Not. Ich weiß immer noch nicht, was der Zweck dieses von Lisa erstellten Threads sein soll.

    Wenn ich die Möglichkeiten, den Willen und die Freude an Viel-Tier-Haltung aufbringen kann, mag, möchte, dann mach ich das. Da frage ich doch nicht in einem Forum, ob das in Ordnung (zumal ich davon überzeugt bin) oder nicht, ist.

    Lisa kennt Foren und ihre User lange genug. Die einen werden sie bejubeln, wie toll und super alles ist, andere werden kritisieren, weil die Tiere eventuell, vielleicht doch so ca. 50 cm mehr Platz haben könnten. Dem stellt man sich freiwillig oder läßt es von vornherein sein.

    Mich stört nur eines und das ist der Anschaffungsgrund. "Ich habe die Tiere, weil ich´s letztes Jahr konnte".

    Ich könnte immer noch, ich habe den Platz, ich habe die finanziellen Möglichkeiten, ich habe Hilfe (bezahlte) für Haus und Garten und Hundepflege. Ich könnte also immer noch drei Neufundländer halten, für die, über mein Ableben hinaus gesorgt wäre, aber da sitzt etwas in meinem Kopf, daß sagt "nein".

    Über 30 Jahre 2, 3 und 4 Hunde halten, war eine wunderschöne Zeit, etwas wehmütig schau ich schon zurück, aber fang dennoch an, Bruno und den kleinen Finn, so richtig zu genießen.

    Weils denen nichts ausmacht?

    Hier lebten einmal 4 Kater, 250 m² Wohnfläche, 1000 m² Grundstück, Freigänger. Dann fand meine Tochter im Wald eine kleine schwarze Katze. Niemand vermißte sie, also blieb sie.

    Als sie so ca. 3 Woche bei uns war, war sie so was von rund, ne, dachte ich mir, dick ist anders. Auf zum TA röntgen. Super, drei kleine Wirbelsäulen wohnten in ihr. Meine Kater waren es nicht, die waren kastriert.

    Gut die Süße bekam eine Woche drauf drei Katerchen, von keinem konnten wir uns trennen, sie blieben. Da waren es dann 8. 7 Kater, 1 Katze, inzwischen natürlich kastriert. Wohnverhältnisse s. o.

    Als die Katzenkinder 6 Monate alt waren fing ihre Mama an sie zu verprügeln, sie ging auch auf die erwachsenen Kater los. Kater sind nicht fein, sie bezog auch Dresche. Es war nur noch Unruhe im Haus, trotz des Freigangs. Meiner Katze war es zu eng geworden.

    Bevor ich eine Lösung fand, hatte sie eine gefunden. Sie zog auf die andere Straßenseite zu meiner Nachbarin. Die nahm sie mit Freuden auf und Cinderella lebte fortan glücklich als Einzelkatze.

    Von wegen es macht Katzen nichts aus.