Beiträge von Quebec

    Gilt nicht selbst da, dass der Vermieter zahlen muss? Immerhin hat er den Auftrag ja zuerst aufgegeben, sonst wäre die Wohnung ja gar nicht in Repertoire...

    Richtig.

    Provision wird für den Makler erst fällig, wenn ich ihn als Mieter beauftrage für mich eine Wohnung zu suchen und nicht, wenn er mir andere, statt der gewünschten anbietet.

    Auf Ausstellungen fragt aber kein Richter nach den Ahnen des Hundes und wie die ihre Gene weitergegeben haben.

    Ganz im Gegenteil, erst nach Beendigung seiner Richtertätigkeit darf er einen Ausstellungskatalog ausgehändigt bekommen und kann die Abstammung der von ihm bewerteten Hunde sehen.

    Ob es nun gefällt oder nicht, bewertet wird der Phänotyp und nicht der Genotyp, der in jedem Hund schlummert.

    (...) Entweder ich erzähl das Märchen von der Bewertung der Genetik für die Zucht - (...)

    Wer erzählt dieses Märchen?

    Ist dir entgangen, daß bereits vor einigen Jahren aus "Zuchtschau" Ausstellung wurde?
    Mit Sicherheit nicht ohne Grund. Auch gehen immer mehr Vereine dazu über, Zuchtzulassungsprüfungen durchzuführen und eben nicht mehr auf die Ausstellungsbewertungen zu vertrauen.

    CAC und CACIB bedeuten nichts anderes als

    CACIB = Certificat d'Aptitude au Championat International de Beauté = Internationaler Schönheitschampion CAC = Certificat d'Aptitude au Championat = Nationaler Schönheitschampion (der jeweiligen Rasse,Vereins)
    Ausstellungen sind reine "Schönheitsschauen". Genetik wird da nicht bewertet.

    Na was ist es denn jetzt, Erziehung oder grundlegende Wesenszüge?

    Die Wesenszüge sind natürlich auch bei jedem gleich, schöner Einheitsbrei.

    Ich denke, Du willst einfach mal wieder nur provozieren.

    Erziehung ist es, daß der Hund die Berührungen des Richters zu läßt. Egal, ob er das nun toll findet oder nicht.
    Ein guter Richter kann einen Hund "lesen". Er sieht ihn ja schon beim Aufstellen, bei den ersten, gemeinsam mit anderen gelaufenen Runden. Und dann kommen wir zum Wesen.

    Ist der Hund ängstlich, gehemmt, zeigt er sich freundlich, offen oder ist er mehr daran interessiert, was seine "Rivalen" im Ring machen. Darauf stellt sich ein guter Richter ein.

    Einen weiteren Blick wirft der Richter auf das "Gespann". Wie harmonieren (oder auch nicht) Hund und Händler miteinander. Da hat er die gelassenen Profis, mit gut vorbereiteten und entsprechend erzogenen Hunden (auch Junghunden) vor sich und die nervösen, aufgeregten Neulinge, mit ebenso aufgeregten, zappeligen Hunden. Auch darauf stellt sich ein guter Richter ein.

    Ich habe es drei, vier Mal in meiner langen "Karriere" als Aussteller und Ausstellungsleiter (Sonderleiter) erlebt, daß ein Hund abgeschnappt, bzw. einmal sogar zugebissen hat, weil ein Richter sich ohne Vorbereitung auf den Hund "gestürzt" hat. Alle anderen und es waren viele, Allgemeinrichter, Spezialrichter der verschiedensten Rassen, haben sich dem Hund höflich genähert, ließen erst ihre Hände beschnuppern, bevor sie anfingen den Hund zu berühren. Eigentlich immer gab es die Frage an den Händler, zeigen sie die Zähne oder kann ich?

    Das Berühren bzw. Abtasten der Hunde dient nicht der Beurteilung des Wesens, sondern der des Gebäudes. Kopf, Stop, Ohrenansatz und -länge, Brusttiefe und -breite, Schulterlage, Oberarmlänge, Winkelungen, Rutenansatz und -länge usw. Pflichtprogramm für alle Richteranwärter und erlernbar in den Grundkursen "Hundebeurteilung" des VDH. Alles was "meßbar" ist, hat der Richter gelernt, mit seinen Händen zu erkennen.

    Übrigens hat jeder Richter das Recht, einen Hund, der Berührungen verweigert, da muß noch nicht mal abgeschnappt werden, zu disqualifizieren, da er ihn nicht korrekt bewerten kann.