Beiträge von Quebec

    Mich würde hier mal (ernsthaft) interessieren, was versteht ihr eigentlich unter "seriöser Züchter", "Hobbyzüchter" und "Vermehrer"? Ich glaube schon da gehen die Meinungen gewaltig auseinander.

    Du, z. B. bist für mich ein seriöser Hobbyzüchter. Du hast eine Hündin, die in ihrem Leben vielleicht drei Würfe haben wird, vielleicht machst Du mit einer ihrer Töchter weiter oder beendest deine Zucht.

    Seriöser Züchter ist für mich ein Züchter, der in einem Verband mit geregelter Struktur, Vorgaben und Kontrollen, mit mehreren Zuchthündinnen aus verschiedenen Linien, züchtet. Der Deckrüden hält, die anderen Züchtern zur Verfügung stehen, der diese Zuchtergebnisse erfaßt und aus diesen Linien seine auffrischt. Der mit seinen Zuchthündinnen weite Wege bis ins Ausland in Kauf nimmt, um ein bestimmtes Zuchtziel zu erreichen. Diese Züchter sind über Jahrzehnte mit ihrer Hundezucht "beschäftigt".

    Ich finde es schade, dass sich manche angegriffen fühlen, wenn man sagt, der eigene Hund wäre aus dem Tierheim. Ich sage das auch und ich kenne auch viele, die das selbe sagen. Ich hatte bei keinem einzigen das Gefühl, sie würden sich als Retter aufspielen oder andere Leute runter machen. Ich finde die Herkunft des Hundes gehört zum Smalltalk von Hundeleuten dazu, ich verstehe nicht, warum man das jetzt verschweigen sollte oder nicht zur Sprache bringen sollte.

    Ich fühle mich nicht angegriffen, ich finde es merkwürdig, wenn, nicht im Laufe des Gesprächs, sondern als Eröffnung desselben, die Bemerkung kommt, der Hund ist von mir aus der Tötung gerettet.

    Verschweigen, auf Nachfrage oder während des Gesprächs, davon war doch nie die Rede.

    Es ging mir nur darum, dass man ruhig zugeben darf, dass es sich gut anfühlt geholfen zu haben.

    Habe ich mich gut gefühlt, als ich die beiden Neufundländerinnen aus dem Tierheim zu mir holte?

    Nein, es waren ausschließlich sentimentale Gründe, die mich dazu bewogen hatten. Die beiden waren die Wurfschwester meines so jung an Knochenkrebs gestorbenen Rüden. Sie lebten noch fast 6 Jahre bei mir und ich muß gestehen, ich bin mit beiden nicht warm geworden.

    Habe ich mich gut gefühlt, als ich Idefix aus dem Tierheim holte?

    Nein, ich tat es ausschließlich für meinen jungen Rüden, bei dem sämtliche Gelenke lädiert waren und der unter dem Tod der beiden Hündinnen sehr gelitten hat. Ich wollte einfach einen kleinen Hund für ihn, da ich ihm einen Neufundländer nicht zu muten konnte. Das Ide, die Krawallschachtel, sich dermaßen in mein Herz schlich, hätte ich nie geglaubt.

    Meine Gründe waren rein egoistisch und hatten mit dem Gedanken an "Rettung" nichts zu tun.

    Genau aus den von Cindy genannten Gründen bin ich für ein Heimtiergesetz in dem die "Hundezucht" von "Jedermann" verboten, bzw. nur angemeldet und unter bestimmten Bedingungen erlaubt wird.

    Wenn ich sehe, was für Massen von Welpen in den Kleinanzeigen angeboten werden, bekomme ich das kalte Grausen.