Beiträge von Quebec

    Tut mir leid, wenn ich euch verwirrt habe. Ich hatte vorher den anderen Thread nicht gelesen. Aber Kleintiere jagen und nach Kind schnappen ohne Zusammenhang oder besser als verschiedene Situationen zu sehen, war mir, als ich schrieb nicht möglich.

    Aus meiner Nachbarschaft. Bedlington Terrier, verwöhntes "Einzelkind", Liebling eines älteren Ehepaares, der alles durfte. Wildkaninchen, Eichhörnchen, Katzen, Vögel nichts war sicher vor ihm, was irgendwie laufen oder fliegen konnte wurde gejagt. Er sprang sogar in fremde Gärten um Katzen zu jagen. Eines Tages jagte er Kinder. Kinder, denen beigebracht wurde, nicht vor dem Hund weg laufen, nicht anstarren, Arme lose hängen lassen. Er kniff zunächst nur, als die Kinder es nicht mehr aushielten, Angst zu groß wurde und sie flüchten wollten, ist er hinterher und hat sie angesprungen, zu Fall gebracht und zu gebissen. Durch Einschreiten von Nachbarn wurden die Kinder nur leicht verletzt. Er hat Gefallen daran gefunden, selbst die Enkel des Paares waren nicht mehr sicher. Nach dem dritten Beißvorfall mit Kindern wurde er ins Tierheim zur Umerziehung und Weitervermittlung gebracht. Ein Sachverständiger hatte festgestellt "kein gefährlichesr Hund, eher Feigling, aber unkontrollierter Jagdtrieb auf Schwächere".

    Wenn das Kind ruhig da saß, nicht gerannt und gejagt wurde, kann der Grund natürlich ein anderer als der Jagdtrieb sein.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    In Berlin sind Wildschweinbegegnungen wirklich nichts besonderes mehr. In meinem Auslaufgebiet streifen sie trotz der vielen Hunde am Tage herum. Nenneswerte Unfälle hat es zum Glück noch nicht gegeben. Wenn die Warnung eines HH kommt, aufpassen heute sind sie wieder da, fragt man wo genau, leint die Hunde an und geht mit Umweg dran vorbei.

    Neulich dachte ich auch, was für´n großer Schäferhund, da dreht sich das Tier um und ups Hunde genommen zügig andere Richtung eingeschlagen und gut war´s.

    Aber mulmig ist mir schon jedesmal.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Ne, also das Gefühl über´s Ziel hinaus zu schießen habe ich nicht. Wie Burgit halte ich Vortrag.

    Das bedeutet der gaaaanz unauffällig betooont laaangsam anschleichende Hund muß vor mir "sitz" machen, "schau mich an, wenn ich mit dir rede", weiter geht´s "du bist das schrecklichste ungezogenste Wesen auf der Welt, irgendwann ziehe ich dich ab, wenn ich dich nicht schon vorher töte, sowas engelsgleiches und herzensgutes wie mich hast du gar nicht verdient und wenn du jetzt nochmal abhaust, dann kommst du zu BAYER als Versuchshund und nun lauf du stinkendes Ungeheuer" Ende der Ansage.

    Krampfhaft böses Gesicht machen, innerlich fast zerrissen werden, weil vor mir sitzt ja nicht nur der Missetäter sondern solidarisch alle vier

    So, nun habe ich mich geoutet und ihr wißt wie schlecht ich in der Erziehung von Neufundländern und Idefixen bin.

    Schamige Grüße Gaby

    Das ist wohl wahr. Ich habe in meinem Auslaufgebiet insgesamt 5 Dalmatiner. Einer hat Arthos als er ein halbes Jahr alt war, ziemlich derbe gebissen. Während seiner ganzen Junghundzeit ist er diesem einen Dalmatiner aus dem Weg gegangen. Dann, kurz vor seinem dritten Geburtstag, will er sich ohne Vorwarnung auf diesen Rüden stürzen. Ich hatte ihn aber am Kragen, bevor Böses geschehen konnte.

    Mit allen anderen gibt es kein Problem. Nur speziell diesen einen, der ihm damals weh getan hat, den möchte er so richtig verprügeln.

    Hunde erkennen und erinnern sich sehr gut. Und haben wie man sehen kann, durch aus "Rachegelüste" ;)

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Ich kann meine vier Verbrecher auch nicht immer nur ansäuseln und alles feeeeiiiin finden. Wenn es mir langt, weil alle wieder mal die Ohren auf Durchzug gestellt haben, dann gibt´s ein verbales Donnerwetter.

    Und da die Herren Hunde komischer Weise auch sofort reagieren, habe ich auch keine Spur eines schlechten Gewissens.

    Aber, Gott sei Dank, ist das äußerst selten. Meist reicht der Name des Hundes mit einem etwas drohenden Unterton (ähnlich zum Knurren des Hundes) und na gut, wenn sie so komisch wird, werden wir mal lieber gehorchen.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Soweit mir bekannt ist, erlaubt der Schweizer Hundezuchtverband - SKG - die Abgabe der Welpen erst mit 12 Wochen. Vorher werden in der Regel keine Wurfabnahmen vorgenommen und somit können vorzeitig keine Ahnentafeln ausgestellt werden.

    Das bedeutet, mit 3 Monaten ist ein Welpe Tollwut geimpft. Die Schweiz ist wie Andora, Island, Lichtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikan dem EU-Recht angegliedert. Zur Einreise nach Deutschland braucht der Welpe den EU-Heimtierpaß, er muß gechipt sein und eine Tollwutimpfung haben.

    Ob Zoll gezahlt werden muss, kann ich Dir nicht sagen. Ein Hund unterliegt ja nicht dem Artenschutzgesetz, muss nicht angemeldet werden (Zoll). Wir haben einige Neufundländer aus der Schweiz in Deutschland, mir hat noch keiner der Halter etwas über Zollkosten erzählt.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Zitat

    Das ist jetzt nicht Dein ernst oder???
    Carina huscht nen paar Blättern hinterher oder nem Vogel ...
    Ausserdem geht sie nicht gegen mein Kind vor. Sie hat jetzt einmal versucht zu schnappen und Blätter und Vögel huschen macht sie schon seit 3 Monaten!

    Verstehe ich das jetzt richtig: Sie hat jetzt einmal versucht zu schnappen?

    Nach wem? Deinem Kind?

    Wenn das so ist, dann kommt der Tag, da wird sie das weglaufende Kind, jagen, packen und beißen. Unternimm schleunigst etwas!

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Zitat

    Na ich bin ehrlich und ich denke manche Entscheidungen im Leben sollte man eher mit Kopf und Verstand und nicht nur mit dem Herzen entscheiden! :roll:

    Die Zucht, also das in die Welt setzen von Lebewesen, sollte nie eine Herzensentscheidung sein. Man trägt für diese Leben, die es ohne unser Zutun nicht gäbe, für viele, viele Jahre die Verantwortung. Da hat alleine der Verstand, der Kopf das Sagen.

    Kann und will ich diese Verantwortung übernehmen, kann und will ich unter Umständen Monate lang für Welpen, die ich nicht "los geworden" bin, sorgen. Kann ich überhaupt finanziell, alles was auf mich zu kommen kann, stemmen.

    Das Herz wird nur die niedlichen Welpen sehen, nicht die Kosten und nicht die Verantwortung.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Das sich gegenseitige "jagen" beim Spielen findet doch immer nur kurz statt. Es werden ein paar Meter der eine gejagt, zurück ist dann der andere dran. Hunde "jagen" im Spiel ja auch eine kurze Strecke neben einander her.

    Das wirkliche Jagen - Hetzen geht über längere Strecken und hat mit spielerischem nichts mehr zu tun. Wenn man das Jagen von Kleintieren, Vögeln beim Junghund nicht unterbindet, hat man vielleicht später einen "echten Jäger". Und ein großes Problem.

    Mit Katzen kann man das hündische Jagdverhalten nicht vergleichen. Eine Katze lauert auf, jagt nur ein kurzes Stück, ist das nicht von Erfolg gekrönt, gibt Katze auf. Ein Hund würde nie stundenlang vor einem Mauseloch sitzen und geduldig warten, bis sich die Beute zeigt. Ein Hund gräbt die Maus aus.

    Außerdem weißt Du doch, das man eine Katze nur bedingt erziehen kann, auf Sauberkeit z. B., aber niemals läßt sie sich das Jagen verbieten. Selbst ein reiner Stubentiger wird Mangels Maus und Vogel wenigstens versuchen, Fliegen zu fangen.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs