Hallo Jörg,
wie Du ja weißt habe ich 4 Hunde. Wenn da mal gerangelt wird oder einer zu frech wird, gibt es einen kräftigen Kneifer, es wird auch mal heftig an den Ohren gezogen. Das Ganze natürlich von sehr lauten Schmerzensschreien des gemaßregelten untermalt.
Besonders laut und viel konnte der jeweilige Welpe schreien.
So, wer nun denkt, das war ich, der irrt. Das sind die Hunde untereinander.
Diese lauten Schmerzensschreie sollen doch nur den anderen Hund bremsen. Sie deuten auch eine Form der Unterwürfigkeit an. Beispiel: Im Hundeauslaufgebiet treffen wir regelmäßig einen 13 Monate alten Dobermann. Dieser Jungspund kommt, sobald er mich und die Jungs sieht, angeflogen, schmeist sich den Neufundländern vor die Füsse und kreischt in den höchsten Tönen.
Jemand, der die Situation nicht kennt, nur sieht wie sich drei riesige Köpfe über den "zarten" Kerl beugen, ihn schreien hören, müssen denken, die schweren Jungs fressen ihn gerade bei lebendigem Leibe auf. Durch diese schrillen Schreie signalisiert er seine Hilflosigkeit - siehe ich bin noch klein - und seine Unterwürfigkeit vor den älteren Rüden.
Ich möchte das Ohrenziehen jetzt nicht unbedingt gut heißen, gebe aber zu bedenken, daß diese lauten "Schmerzensschreie" oftmals nur eine Schutzhaltung sind und nicht durch echten körperlichen Schmerz verursacht.
In meinen Augen ist ein Zupfen am Ohr immer noch besser, als niederdrücken oder an der Leine runterreissen, von anderen körperlichen Zwängen will ich erst gar nicht reden.
Im übrigen finde ich, genau wie Du, Jörg, die These geschiedener Mann, der seinen Hund am Ohr zieht, muß ja auch seine Ex-Frau mißhandelt haben, mehr als daneben. Zumal, wie Cosmix schreibt, sie ihn gar nicht näher kennt.
Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs