Hallo Jessyschatz,
Du kannst alt und gebrechlich sein und ein großes Kalb haben, aber dieses Kalb muß gehorchen.
Das ist der casus cnacsus.
Das Kalb war ja mal Kälbchen, die Dame vielleicht noch nicht so wackelig, da hätte die Erziehung beginnen müssen. Wenn das natürlich versäumt wurde, wird die Haltung eines sehr großen Hundes, vorsichtig ausgedrückt, bedenklich.
Du mußt einem Hund nicht körperlich überlegen sein. Dein Wille, Dein Durschsetzungsvermögen muß stärker als der des Hundes sein.
Der Wille den Hund zu erziehen und das Durchsetzungsvermögen es auch über viele Jahre durchzuhalten, immer wieder gefordert zu werden, immer wieder an sich und dem Hund arbeiten.
Schau, ich habe hier in diesem Forum schon so oft geschrieben. Selbst ein stattlicher Mann hat, zu mindest große Schwierigkeiten, einen davon stürmenden Neufundländer zu halten. Ich würde nicht einen, geschweige denn drei, halten.
Das erledigt meine Stimme, mein Wille und mein Durchsetzungsvermögen gegenüber dieser geballten Kraft.
In meiner Nähe wohnt eine junge Frau, die an einer Muskelerkrankung leidet, nicht MS, ich habe den Namen vergessen. Sie hat einen 4 Jahre alten, sehr stattlichen Deutschen Schäferhund. Seit zwei Jahren läuft sie am Stock. Vor zwei Monaten traf ich sie, da waren es zwei Krücken. Sie erzählte mir, eigentlich sollte sie schon Rollstuhlfahren, aber sie möchte so lange es irgend geht, laufen. An ihrer Seite ihr Hund. Er geht ohne Leine Fuß, er entfernt sich nur im Wald von ihr, wenn sie es erlaubt, er kommt sofort zurück. So ohne ein Zögern, wie ich es nie von meinen erwarten könnte.
Sie ist zwar nicht alt, aber mehr als gebrechlich.
Die Größe des Hundes sollte man nicht am Alter oder der Konstitution des Halters fest machen - sonst fallen wir in das Schema "kleine Hunde muß man nicht erziehen" - sondern an der Bereitschaft den Hund zu erziehen, mit ihm zu arbeiten.
Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Hallo Petra,
ich habe Deinen Thread mißbraucht, aber ich wollte Jessyschatz gerne antworten.
Nicht böse sein.
Gruß Gaby