Zitat
Ich finde das Wissen über Lernverhalten und was es alles noch so gibt sehr wichtig und befasse mich auch gern damit. Aber das Leben findet bei mir außerhalb von Büchern statt.
So sehe ich das auch. Und besonders Deinen zweiten Satz wende ich für mich an. Denn, grau ist alle Theorie!
Obwohl ich bis auf Idefix nur Neufundländer hatte und habe, war und ist jeder Hund eine andere Persönlichkeit. Hat ein anderes Lerntempo und auch ein anderes "Gemüt".
Wo bei dem einen ein leicht drohender Unterton in der Stimme reichte, brauchte der andere einen Fellzupfer, um mich und meine Wünsche wahr zu nehmen.
Was mich massiv an diesen Methodik-Diskussionen stört ist, daß jeder meint, die einzig wahre Erziehungsmethode gefunden zu haben. Oder alt bewährtes als die neueste Errungenschaft ausgibt.
Ich bin nun so ein "Hundeerzieher", der gerne nach der altbewährten, gewaltfreien "Wenn Du nicht..., dann....Methode" erzieht. Ausbildung aber über Lob, verbal und körperlich, praktiziert.
Warum muß ich mit Leckerchen und Clicker arbeiten, wenn ich es nicht mag? Nur weil es in schlauen Büchern steht?
Warum muß man jeden Hund an die Schleppleine (ist ja auch sinnvoll, bei einem Hund, der als Junghund schon seine 50 kg wiegt) nehmen? Ich mag nun mal den Wald nicht pflügen, wenn der Jungspund in 5 m Entfernung in die Schlepp springt.
Und wenn ich meinen Hund bei Fehlverhalten nicht ignorieren will, sondern mir Luft mache, in dem ich ihm erzähle das er eine Schweinebacke ist und ich ihn demnächst an der Autobahn anbinde, hat mein Hund gespürt, daß ich verärgert bin. Sag mir jetzt einer Hunde lesen/verstehen keine Stimmungen.
Solange keiner meint, seinen Hund mit Alphawurf, Schlägen und mechanischen Hilfsmitteln erziehen zu müssen, akzeptiere ich jede Methode. Ich sehe sie bloß nicht als die einzig Wahre an.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs