Das hier finde ich mal interessant (weiss nicht, wurde das schon gepostet?)
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Beiträge von Patti
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Gab es immer wieder und gibt es noch. Und wird es immer geben. Evolution

Richtig. Das ist das, was ich mit Alternativen meinte.
Im Evolutionsprozess würde aber eine Art, die sich nicht mehr selbständig vermehren kann, schlicht aussterben.
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Das ist wohl richtig, aber in freier Wildbahn würde das niemals soweit gehen, dass die Überlebensfähigkeit dadurch beeinträchtigt würde. Wenn ja, würde die Art aussterben, oder es würden Alternativen entstehen.
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Nö
Es ging einfach nur mal darum diese ständige Naturromantik mal bisser in die Realität zu holen.Jedes Lebewesen hat irgendwelche genetischen Defekte.
Darum geht es doch aber beim Thema "Qualzucht" gar nicht primär?
Beim Thema Qualzucht geht es doch weitestgehend darum, bestimmte physische Merkmale von Hunden bis zum Excess herauszuzüchten (oder hereinzuzüchten, je nachdem wie man das jetzt ausdrücken will), so dass das "Ergebnis" bestimmte Lebensfunktionen beim Hund maßgeblich negativ beeinträchtigt.
Und sowas würde es "in freier Wildbahn" dauerhaft nicht geben.
Naturromantik lag mir zumindest fern.
Ganz fern, da Natur eben nicht romantisch ist.
Ich erinnere mich an meine allererste Schäferhündin, die ich als junge Frau hatte. Die hatte 1 x Nachwuchs - einer der Welpen hatte einen offenen Rücken. Der kam als letztes raus und den hat meine Hündin schlicht "beiseite" gelegt. Ich hab den kurz an die Milch gepackt, der fing auch an zu saufen, als ich nach 10 Minuten noch mal nachsah, hat die Hündin den sofort wieder aussortiert.
Ähnlich hat die Nachbarshündin damals bei ihrem Nachwuchs reagiert. Da war ein Welpe bei, den sie einfach nicht annahm (insgesamt waren es 5 oder 6 Welpen). Wie sich dann später rausstellte (so nach 3 Monaten, nachdem er von Hand großgepäppelt worden ist), hatte er einen schweren Herzfehler und wurde dann eingeschläfert. Ich bin mir sehr sicher, die Hündin hat das von Anfang an gespürt und ihn deswegen schlicht verstoßen.
Das ist normaler Instinkt beim Hund.
Und wenn man das im Hinterkopf hat, ist es völlig absurd, Hunde zu züchten, bei denen es quasi normal ist, dass die noch nicht mal den Deckackt selbständig erledigen können. Oder die Geburt. -
Jedes Lebewesen hat irgendwelche genetischen Defekte.
Darum geht es doch aber beim Thema "Qualzucht" gar nicht primär?
Beim Thema Qualzucht geht es doch weitestgehend darum, bestimmte physische Merkmale von Hunden bis zum Excess herauszuzüchten (oder hereinzuzüchten, je nachdem wie man das jetzt ausdrücken will), so dass das "Ergebnis" bestimmte Lebensfunktionen beim Hund maßgeblich negativ beeinträchtigt.
Und sowas würde es "in freier Wildbahn" dauerhaft nicht geben. -
Sicherlich gibt es HD auch bei Wölfen.
Die Frage ist nur, in welcher Häufigkeit. Und würde ein gesamtes Wolfsrudel von jungen Jahren an an HD leiden (so dass die Jagd eingeschränkt ist), hätte dieses Rudel wohl sehr wenig Überlebenschance.
Wir reden über Qualzucht. Da ist das Thema doch eher Atmen, Fortpflanzung, Augen, die nicht aus dem Kopf fallen etc.
Ein Wolf, der nicht atmen kann, wird sich nicht vermehren können. Eine Wölfin, deren Welpen zu grosse Köpfe haben um durch den Geburtskanal zu passen, wird bei der Geburt sterben - mitsamt den Welpen. Ein Wolf, der nicht decken kann, ohne das er zusammenbricht, wird nicht decken. Genauso wird ein Wolf, dem bei dee kleinsten Anstrengung die Augen aus dem Kopf quellen, nicht überleben. Wölfe, die Epilepsie haben, würden von ihren Artgenossen während eines Anfalls angegriffen/getötet. -
Das ist mir jetzt alles viel zu umfangreich, um da im Detail drauf einzugehen.
Nur ein paar Punkte: wo liest man hier Hass? Wo liest man Wolfs-Bashing?
Nochmal ganz konkret meine Frage: muss ich in Zukunft im Wohngebiet damit leben (müssen), einem Wolf zu begegnen? Das soll normal sein? Ernsthaft?
Müssen unsere Pferde auf Lebensqualität verzichten, weil neuerdings hier Wölfe rumstreunen? -
Dass ein "wilder" Hund in freier Wildbahn durchschnittlich auch nur annähernd das Durchschnittsalter unserer Haushunde erreichen würde, glaube ich allerdings nicht.Und gerade Hüft- oder Gelenksbeschwerden z.B. treten ja oft erst ab einem gewissen Alter auf.
Bis dahin hat sich der "wilde" Hund vielleicht schon dutzendfach vermehrt und stirbt halt dann vielleicht mit einigen Jahren. Für seine Fortpflanzungsfähigkeit egal... Denn derweil stehen die jungen Möchtegerns doch schon in den Startlöchern und würden ihn eh verdrängen.Kann man so was echt vergleichen???
Ok, vielleicht muss man das etwas aufdröseln:
Hüft- oder Gelenkbeschwerden, die im Alter (!) auftreten, gibt es sicherlich auch bei Wildtieren. Die leben dann aber in der Regel nicht allzulange damit. Das sind ja letztendlich lediglich "Gebrauchsspuren", entstanden durch "Abnutzung" - von daher: ja, sicherlich wird das so sein, dass wild lebende Hunde nicht so alt werden, wie unsere heutigen.
Was anderes sind aber Hüft-/Gelenksbeschwerden, die schon im jungen Jahren auftreten. Oder Epilepsie. Oder Kurzatmigkeit. Oder oder oder.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche Hunde relativ wenig Fortpflanzungschancen haben.
Witzigerweise haben Tiere ja ein Gespür dafür und reagieren entsprechend. -
Naja, aber damit sich ein Hund fortpflanzen und somit die Art erhalten kann, reicht eine durchschnittliche Lebenserwartung von 4 Jahren auch aus...
Wenn wir jetzt mal von irgendeiner Art "Urhund" oder grundsätzlich wild lebenden Hunden ausgehen: da vermehrt sich nicht, wer grundsätzlich krank ist.
Wer "Hüftaua" hat, kommt nicht zum Zuge. Simple as that. Dafür gibt es bei so gut wie allen tieren gewisse Fortpflanzungsrituale, die alle darauf ab sind, dass sich nur die stärksten/gesündesten/schönsten/buntesten vermehren.Dass kann durchaus dazu führen, dass diese Selektion (speziell wenn sie auf äußerliche Merkmale begründet ist) für die Rasse letztendlich in die Hose/die Sackgasse geht. Wenn beispielsweise bei Säbelzahntigern die Zähne letztenlich so monströs wurden, dass sie der Nahrungsaufnahme im Wege standen. Oder bei bestimmten Hirscharten das Geweih so groß wurde, dass es eine Beeinträchtigung darstellt. Dann stirbt eine solche Tierart "in freier Natur" aus - oder entwickelt Alternativen.
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Naja, wenn sie grundsätzlich nicht gesund gewesen wären, hätten sie ja nicht überlebt.
Das beinhaltet jetzt auch, dass es kranke Individuuen gab. Die starben dann halt früher.
Oft dann halt auch ohne sich zu vermehren.