Beiträge von Patti

    Wahrscheinlich bekomme ich jetzt auch gleich einen Shitstorm, aber ich muss sagen, dass Schleppjagden für mich so grenzwertige Sachen sind. Das sind doch reine Freizeitveranstaltungen bzw Sportevents?
    Ganz ohne Schilder empfinde ich das als ein Eindringen in meinen persönlichen Radius, wenn ich unterwegs bin, und selbst mit Schildern frage ich mich schon, wie stark Sport auf öffentlich zugänglichem Gelände andere Menschen und Tiere eigentlich beeinträchtigen dürfen soll.

    Ja, das sind Sportevents im Sinne der Traditionspflege. Was ist daran verwerflich?

    Mit den Schildern ist das auf der Strecke so eine Sache....die Geländestrecke, die hier üblicherweise bei den Schleppjagden beritten wird, erstreckt sich über gut 15 Kilometer. Wie willst du das komplett beschildern?
    Während der Jagd geht die Strecke ja in der Regel auch nicht über viel frequentierte Wege - das ginge ja gar nicht, weil dabei die Spur verloren ginge. Von daher ist die Beeinträchtigung eher sehr gering.

    Worauf ich mich mit meinem ursprünglichen Einwand bezog ist die Tatsache, dass du am Stelldichein teilweise wirklich mehrmals zu Hundehaltern hingehen musst, und sie bitten musst, ihre Hunde ins Auto zu packen (trotz diverser Schilder und mehrmaliger Erklärung vor Ort). Die glauben das oft einfach nicht und reagieren dann noch beleidigt. Das ist wirklich immer wieder erstaunlich.

    Wie unglaublich uneinsichitig und bescheuert manche Hundebesitzer sind, kann man auch bei Schleppjagden beobachten.
    Bei uns im Reitverein finden regelmässig welche statt. Da sind dann 70-80 Reiter am Start und eine Hundemeute. In der Regel so um die 20 Hunde. Vor'm Abreiten sammelt sich alles am "Stelldichein", die Hunde werden von den Pikeuren vom Pferd aus "geführt". Natürlich läuft die Meute frei.
    Wir haben IMMER überall Hinweise stehen, dass Besucher bitte ihre Hunde im Auto lassen sollen und bitte NICHT dort mitführen sollen.
    Interessiert manche Hundebesitzer nur leider nicht.
    Da kommt dann gerne: mein Hund macht nix. :doh:
    Dass es ne ganz andere Hausnummer ist, wenn eine MEUTE agiert, ist denen überhaupt nicht bewusst. Da geht es nicht drum, dass deren Hund nix macht, da geht es drum, dass eine Meute unter Umständen bei Fremdhunden eine ganz andere Dynamik entwickelt.

    Für mich ist ein Tier ein Tier (außer Insekten, da gruselt es mich teilweise vor).Sprich, ich esse sie einfach nicht.

    Und was in anderen Ländern geschieht oder geschah, das ist ebenfalls traurig. Die Kuh in Indien hat es auch als heiliges Tier nicht leicht und muss sich von Abfällen ernähren.

    Kennt ihr die Bishnoi?


    Ethnozentrismus ist ja auch was Feines....

    Ehrlich, mit welcher Überheblichkeit und Arroganz manche Leute andere Kulturen bewerten, ist echt abenteuerlich.

    Das heißt "Esskultur" ja?! Kultur ...interessant dass deine Maßstäbe bitte auch für sämtliche restliche Menschen zu gelten haben, sonst werden sie von dir dehumanisiert.

    Hachjeh.
    "Dehumanisisert" - welch dramatisches Wort.

    Vielleicht hätte Lorbas sowas wie "europäische Esskultur" schreiben sollen, damit es verstanden wird.
    Es soll ja durchaus auch asiatische Kulturkreise geben, in denen Hunde verspeist werden. So - wer gibt mir jetzt das Recht, dies zu kritisieren (im Sinne von abwerten)?
    Das ist dort halt so. Wären wir dort geboren, würden wir das auch normal empfinden.
    Es gibt es sicherlich auch Dinge, die wir hier als "kultiviert" bezeichnen, die dort absolutes No-Go sind. So what?

    Genauso neutral kann man die Nahrungsaufnahme bei Tieren als "Fressen" bezeichnen. Die negative/wertende Konnotation kommt doch erst dann ins Spiel, wenn ich diesen Begriff aus seinem Kontext nehme.

    In “freier Wildbahn“ kommt es häufig dazu, dass eine Hündin während einer Standhitze von mehreren Rüden gedeckt wird und der Wurf Welpen tatsächlich mehrere Väter hat.
    Der Deckakt hat hier nix mit “Liebe“ zu tun, sondern mit Arterhaltung. Auch (und gerade) wenn die Hündin durchaus selektiert, wen sie ranlässt.
    Sicherlich gibt es dieses Verhalten bei Menschen auch, das ist aber alles andere als akzeptiert.
    Mein Hund frisst. Warum auch nicht - er ist ja ein Hund, er darf das. Er frisst gerne mal Karnickelscheisse, oder turnt auf dem Misthaufen im Stall rum und frisst da irgendwas. Gebe ich ihm ein grosses Stück frisches Rindfleisch, wird dies gerne erst verbuddelt und erst dann verspeist, wenn es kurz davor ist, von alleine wieder rauszukrabbeln. Ja, das ist ein Hund, der darf das.
    Bei meinem Lebensgefährten fände ich dies Verhalten nicht akzeptabel.