Danke für die Antwort 
Ich praktiziere ja auch die gewaltfreie Erzehung, dennoch finde ich Autorität muss sein.
Einen antiautoritär erzogenen Hund gibts mM nach nicht denn das wäre ja gleichbedeutend mit einfach laufen lassen und nichts korrigieren.
Und nicht machbar.
Denoch bin ich bekennender Wattebäuschchenwerfer.
Ehrlich gesagt streue ich oft auch noch Blümchen dabei
.
Für mich fängt Gewalt eigentlich schon in dem Moment an in dem ich meinen Hund per körperlicher Einwirkung dazu zwinge etwas zu tun das er ohne diese Einwirkung nicht tun würde.
Das muss nicht unbedingt mit Schmerzen verbunden sein.
Denn genaugenommen ist es ja schon das festhalten der Leine während der Hund hineinspringt, das körperliche fixieren beim TA, das Kopf festhalten um eine Zecke aus dem Augenwinkel zu ziehen.
Zumindest muten solche Aktionen bei einem kräftigen, schweren Hund manchmal schon recht "gewalttätig" an.
Ganz ohne körperliche Einwirkung geht es allerdings nicht immer, das sehe ich auch ein.
Wenn auch ungern.
Weil ich mir selbst ziemlich respektlos meinem Hund gegenüber dabei vorkomme.
Und mich dabei unwohl fühle.
Daher ist für mich körperliches Fixieren des Hundes im "Notfall" das Maximum dessen was ich an "Gewalt" einsetze.
Und, ich geb es zu, auch mal ein werfen eines Geräuschmachenden Gegenstands neben!!! den Hund, das beschränkte sich allerdings auf die Situation nach der ich oben fragte; Hund lässt sich den Inhalt der Bratpfanne schmecken und zwar während ich nur 3 Meter nebendran sitze.
Da nutze ich dann den Schreck, treffen des Hundes wäre für mich aber absolut tabu.
Ansonsten läuft bei uns tatsächlich alles nur über positive Bestärkung, Hör,- und Sichtzeichen und konsequentes Training.
Wie weit ich tatsächlich damit komme weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.
Meine Hündin ist recht leichtführig und sensibel so das sehr kleine Zeichen genügen um sie wieder auf die Reihe zu kriegen.
Deshalb kann ich diese Linie die ich mit ihr fahre auch gut einhalten.
Außer wenn es um Fressbares geht, da muss dann schon mal die eher strengere Stimme zum Einsatz kommen.
Die meist vorherrschende Meinung ist ja das es ohne aversive Maßnahmen eben nur bis zu einer gewissen Grenze geht, die Absicherung aber einfach fehlt.
Leuchtet mir irgendwo ein, dennoch wehre ich mich dagegen.
Ich mag nicht mal ein so harmloses Hilfsmittel wie ein Zugstopphalsband benutzen.
Letzte Woche kam ein neues Hund/Mensch Team zu unserer Trainingsstunde auf den Hundeplatz.
Ein Schäfi, gerade 9 Monate alt und schon so fit in der UO das ich wirklich mit offenem Mund zugeschaut habe, zugegeben nicht ganz neidlos.
Bis ich gesehen habe das er ein Kettenhalsband mit Zug anhatte und die Halterin ihm beim nicht sofort ausgeführten "sitz" leicht auf den Hintern patschte.
Sofort war meine Bewunderung weg.
Denn so will ich es nicht.
Wenn ich die Wahl hätte mein Ziel in 6 Wochen mittels aversiven Reizen zu erreichen oder aber 2 Jahre ohne zu brauchen dann würde ich die 2 Jahre wählen.
Vielleicht meschugge aber kann ich mit leben.
LG
Tina