Hallo Tommy,
ich finde es wirklich sehr gut, dass ihr euch so viele Gedanken macht und nicht einfach aus dem Bauch heraus einen Hund anschafft.
Mit Australian Shephards kenn ich mich leider gar nicht aus, deswegen kann ich dir nicht sagen, ob die Zeit, die dir zur Vergügung steht ausreicht, um so einen Hund zu beschäftigen.
ZitatDa es mein erster Hund wäre, bin ich mir nicht sicher ob ich den Hund richtig erziehen kann, da gibt es einfach viel zu viel was man falsch machen kann
Darüber würd ich mir mal keine Gedanken machen, man wächst mit seinen Aufgaben!
:^^: Eine gute Hundeschule kann dir bei allen Fragen helfen, es gibt tausende Bücher, das Forum hier usw...
Ich hatte vorher auch keinerlei Ahnung von Hundeerziehung, habe mir anfangs ein bißchen was angelesen und gehe mit meinem (6 Monate alt) in die HuSchu. Sicherlich macht man als Anfänger auch Fehler, aber ich denke, so lange man liebevoll mit seinem Hund umgeht, kann man auch nichts gravierendes falsch machen.
ZitatDer Hund wäre sobald mein Studium beginnt mehrere Stunden am Tag alleine, genau genommen von morgens um ca 8.00 Uhr bis mittags ca 13.30 Uhr. Aber kann man einen Hund denn überhaupt solange alleine lassen, ohne dass er psychische Schäden davonträgt oder die gesamte Einrichtung zerlegt (letzteres wäre hier das kleinere Problem)?
Das sollte für den Hund, er ist ja da auch ein paar Monate alt, eigentlich kein Problem sein. Ich studiere auch und somit ist mein Hund auch an 3 Tagen (im Moment nur, wird im nächsten Semester wohl auch einer mehr werden) für ein paar Stunden allein. Ich geh vorher und danach mit ihm raus, spiel und üb mit ihm, gebe ihm einen Kong oder was zu kauen und er ist eigentlich fast immer total friedlich. (Hat erst 2 Mal was zerstört
). Wenn du deinen Hund ans alleine sein gewöhnst, dann sollte es kein Problem sein.
ZitatReichen diese 6 Monate in denen ich komplett frei habe denn aus um den Welpen soweit zu erziehen, dass er alleine zu Hause bleiben kann?
Ja!
ZitatIch habe immer wieder solche Phasen in denen ich mich Intensiv mit etwas beschäftige. So beschäftige ich mich einige Wochen ziemlich Intensiv mit einem Thema und dann irgendwann erlischt mein Interesse und mein Interesse fällt dann auf ein anderes Thema. Ich habe eifach Angst das der Hund auch nur so eine Phase sein könnte, und das will ich dem Hund einfach nicht antun.
Find ich gut, dass du das so ehrlich zugibst! Überleg es dir gut, ein Hund sollte ein Leben lang in einem Rudel verbringen.
ZitatMeine Freundin wohnt nicht bei mir, jedoch wollen wir den Hund gemeinsam haben. Akzeptiert der Hund denn auch meine Freundin als sein Frauchen wenn sie hier nicht wohnt (ist trotzdem so gut wie jeden Tag hier) ?
Wenn sie von Anfang an an der Hundeerziehung mitarbeitet, warum nicht?
Ich wohne zwar mit meinem Freund zusammen, aber der arbeitet den ganzen Tag, sieht den Hund abends für ein paar Stunden und am Wochenende, er versucht die Zeit wirklich gut mit dem Hund zu nutzen. Der Hund hört auf ihn, freut sich unglaublich, wenn mein Freund nach Hause kommt usw. Es kann natürlich sein, dass er zu dir einen engeren Bezug hast, wenn du die meiste Zeit mit ihm verbringst, aber ich seh kein Problem, dass er deine Freundin nicht als "Frauchen" akzeptieren würde.
ZitatDer Hund wäre dann auch als mal über Nacht bei meiner Freundin, kann sich ein Hund denn an 2 zuHause gewöhnen?
Wir sind auch oft bei meinen Eltern übers Wochenende und Nino liebt es da. Er fühlt sich da pudelwohl, man merkt richtig, dass es sein zweites zuhause ist. Ich glaube, dein/euer Hund, so fern er das von klein auf kennt, wird er es als was total normales empfinden. So ist das eigentlich mit allen Dingen: Alles was ein Welpe kennenlernt, wird er als normal empfinden. Es kann sein, dass er am Anfang in vielen neuen Situationen nervös und ängstlich ist, aber das legt sich. Ihr müsst ihn halt souverän durch alles führen, so dass er merkt, er kann euch vertrauen und hat nichts zu befürchten. (Das kann Auto fahren sein, an einer Hauptstrasse lang kaufen, in der Innerstadt langgehen usw. sein).
ZitatIn 2 Jahren wenn meine Freundin ihr Abi hat wollen wir evtl zusammenziehen, jedoch würden wir dann beide studieren und befürchten nicht genug Zeit dem Hund widmen zu könnnen, da er ja dann noch länger alleine wär, und findet man so einfach jemanden der den Hund sittet in unserer Abwesenheit, bzw mittags mit ihm rausgeht falls wir beide Nachmittagsunterricht haben sollten?
Wieso befürchtet ihr dann nicht mehr genug Zeit zu haben für den Hund? Beim Studieren ist es natürlich auch wichtig, dass mein seinen Stundenplan flexibel legen kann und nicht einen von der Uni aufgebrummt bekommt. Vielleicht kannst du dich ja mal erkundigen (sofern du weißt, an welche Uni du willst) wie es da so ist.
Ich muss sagen, ich muss bei vielen Dingen einen Spagat machen. Ich kann nicht so flexibel sein (manchmal) was Treffen und Veranstaltungen angeht. Ich kann nicht nach der Uni noch schnell einen Stunde einen Kaffee trinken gehen oder in die Stadt. Ich muss erstmal nach Hause. Auch abends muss ich genauer planen, wie ich es mit weggehen mache. War ich tagsüber weg, lass ich meinen Hund abends ungern allein (Hab ich gestern zum ersten mal gemacht und prompt die Quittung dafür bekommen...). Du musst dir halt im Klaren sein, dass du dich auch einschränken musst und bei allem was du machst, sollte die Priorität der Hund sein. Das Einschränken sollte dir aber nichts ausmachen, denn sonst wird der Hund irgendwann zur Last und ihr seid alle unglücklich.
Ich denke, du bist verantwortungsvoll genug, um die richtige Entscheidung zu treffen. Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner (eher kleinen) Hundeerfahrung, aber dafür Erfahrung mit Hund und Studium ein wenig weiterhelfen! ![]()