Beiträge von Die Swiffer

    Im Netz steht:

    Ist ein Hütehund ein Familienhund?

    Außerordentlich hohe Intelligenz, ausgeprägte Motivation zur Zusammenarbeit mit dem Menschen/Schäfer und durchdachtes Handeln sind typische Eigenschaften der Hütehundeschläge. Sie gelten als leichtführig, als „Kinderkumpel“ und unkomplizierte


    Familienhunde.

    Ein Hütehund ist nicht zu vergleichen mit einem HSH.

    Und erst Recht nicht mit Hunden, die beides in sich vereinen.

    Liest du weiter bei FACHseiten, werden dir die Worte:

    - Wachtrieb

    - Schutztrieb

    - Territorialverhalten

    - 1 Mann Hunde

    - Sehr Halterbezogen

    ins Auge springen - wie die Worte andeuten, sind damit nicht wirklich Familienkomptabible Eigenschaften gemeint.

    ES kann funktionieren, natürlich.

    Manchmal gut.

    Manchmal denkt der Laie auch nur, dass es gut funktioniert.

    Der Fachmann sieht dann den Kinder hütenden Border, den dauerkläffenden Aussie und die HSH, die alles ungespitzt in den Boden rammen, was sich ihrer "Herde" nähert.

    ;)

    Leicht Erziehbar ist übrigens ein 2schneidiges Schwert.

    Um auf kleinste Signale reagieren zu können, muss ein Hütehund reizoffen sein. Diese Reizoffenheit bezieht sich aber leider nicht nur auf die Signale des Halters, sondern auf ALLES. Jedes sich bewegende Blatt, Schatten, Lichtreflexe, Geräusche - ungefiltert. Ohne Ohropax, Scheuklappen und Sonnenbrille.

    Auf der anderen Seite lernen se halt eben nicht nur schnell das, was sie lernen sollen, sondern auch sehr schnell, was sie nicht lernen sollen.

    Zb "ich muss nur wegrennen, dann ruft Herrchen und wenn ich wieder komme, gibbet Keks" oder "Bellen gibt mir Hormonkick- geil. Will ich wieder" oder "ah guck, wenn ich Nachbars Dackel verprügel, fühle ich mich wie Hulk - Will ich wieder haben" oder "ich muss nur im Auto schreien, wie in Todesangst- dann bleibt Herrchen im Auto sitzen und steigt nicht aus".

    =)


    Nur so als Beispiel.... Was da so lustiges zum Alltag dazu gehört. Und das ist nur Alltag, an dem man so arbeitet und noch kein Problem-Verhalten.

    :pfeif:

    Dann würde ich behaupten, ja, ich kann es ihm bei uns angenehmer bereiten

    Das höchst wahrscheinlich. Nur ob euer Leben dann zu dem Hund passt, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich hab hier seit 11 Jahren einen Direktimport sitzen - als 2. BESITZER. Weil es beim ersten Besitzer gnadenlos in die Hose ging, so dass der Hund eingeschläfert werden sollte.

    Der Hund ist inzwischen in die Jahre gekommen, ein feiner Kerl. Aber: nachwievor ist das einzig berechenbare an ihm, dass er unberechenbar ist.

    Mein Mann würde auch heute noch nicht den alten Herrn mit ins Büro nehmen. Ein Büro, wo er Kundenkontakt vermeiden könnte. Dennoch- ein Restrisiko bliebe.

    Auch die Hündin, die vor dem Hund einzog - war ein direkter Import. MEIN Direktimport. Mit 42 sehr tatkräftigen Zähnen ausgestattet, meilenweit von netten Familiehund entfernt und nicht gerade umgänglich.

    Der Hund, der nach dem obigen Rüden einzog, war eine Schissbuxe aus nem deutschen Tierheim. Mit Triggern, bei denen er zugelangt hat (das Geräusch einer Luftpumpe zb oder quietschende Fahrradbremsen, bei Ressourcen hat er ebenso rot gesehen).

    Bei allen drei Hunden war es eine Menge Arbeit, damit sie problemlos und ohne Stress in meinem Alltag leben konnten, ohne Büro, ohne Familienfeiern - aber mein Alltag kann - wenn der Hund es braucht- auf Gassi in der Pampa reduziert werden und Menschenkontakt auf das Nötigste (Tierarzt) beschränkt werden.

    Es gibt sie, die einfachen netten Hunde im TS - aber darauf verlassen sollte man sich nicht.

    Schlicht und ergreifend weil es Hunde sind, mit einer Vergangenheit. Mit einem Päckchen, was sie zu tragen haben.

    Egal ob der Kartonwelpe, der Straßenhund oder der Abgabehunde.

    Und Schlussendlich packen wir noch Genetik und Epigenetik druff und bekommen im wahrsten Sinne ein Ü-Ei. Das es zu nehmen gilt, wie es ist. Mit Plan B- Z. Falls Büro, Familie, Hundewiese, Alleinebleiben nicht klappen.

    =)

    In meinem Fall hatte ich z.B. auch mit einer Frau gesprochen, die bereits 5 Hunde weitervermittelt und einen 6. selbst aufgenommen hat. Alles lief bestens, bei allen. Anscheinend haben sie jemanden vor Ort, der die Hunde mit einem guten Auge auswählt

    Ich verlinke dir mal einen Thread, wo die Orga der festen Überzeugung war, dass der Hund zum neuen Halter passt und die Vermittlung gut laufen würde:

    Aroha
    21. Juni 2016 um 09:21

    Es ist einer von vielen Threads hier im Forum, wo es leider dann doch schief lief. Aber einer der Threads, wo schon vor dem Einzug User auf mögliche Probleme hinwiesen.

    Die Anderen Threads findest du dann meistens unter "Haltung/Erziehung" in der Rubrik Probleme.

    =)

    Ich drücke die Daumen, dass ihr hier vor Ort einen passenden Hund findet, den ihr vorher kennenlernen könnt.

    =)

    Ja, unsere Hündin bekommt es seit 5 Jahren, die Allergieauslöser sind bekannt und leider unvermeidbar.

    Die Dosis wird auf morgens&abends aufgeteilt und bei Bedarf - bei Stress fährt die Allergie hoch, eben angepasst.

    Keine Nebenwirkungen und symptomfreier Hund.