Uffa..... wording. Es kann so vieles und auf der anderen Seite auch ganz vieles nicht.
Also ich habe Hunde, weil ich Hunde haben wollte. Nix mit "einen Hund retten.
Und ich habe Wuschelhunde, weil ich die schon immer toll fand, auch die im TV, z.B. Happy aus "eine himmlisch Familie".
Ich habe Hunde, weil Spazierengehen alleine doof ist.
Weils mir mit Hunden besser geht. Würde es mir mit Hund schlechter gehen, hätte ich keine.
Mein Mann und ich haben leider keine Kinder, hätten wir Kinder, hätten wir mit Sicherheit weniger Hunde. Von daher so gesehen: Kinderersatz. Oder wie auch immer man es nennen will.
Ich habe keine Familie mehr. Wenn etwas in meinem Leben "Familie" nahekommt, dann die Lebensgemeinschaft hier. Also ja, irgendwo sind sie also meine Familie.
Oder welches Wort auch immer man dafür verwenden will.
Auf der ersten Runde des Tages latschen unsere 7-10km. Oder auch nicht, weil bei -5Grad und Eisregen, hab ich nicht so Lust, 2h mit ihnen durch den Wald zu latschen oder Fahrrad zu fahren. Das ist aber für mich keine Hundezeit, sondern Gemeinsamzeit, wir starten so gemeinsam in den Tag. Und da wir gemeinsam unterwegs sind, ist tatsächlich Rücksicht auf alle angesagt. Egal ob auf einen Senior, der nicht mehr schnell laufen kann, egal ob auf die Pfützenspringer, für die man Pfützen sucht, egal ob auf meine Bandscheibe. Das ist alltägliches Miteinander.
Was ich im Gegenzug biete?
Liebe.
Humor.
Die Freiheit, sich dreckig machen zu können, im Garten zu buddeln, sich durchs Bett zu wälzen.
In einer Hundegruppe leben.
Das Recht, seine Meinung zu äußern, das Recht so erzogen zu werden, dass man sich selbstständig in der Umwelt bewegen kann, ohne ständig MK-&Leinenknast zu riskieren.
Anständiges Futter und tierärztliche Versorgung, nen Platz auf der Couch oder wo auch immer man schlafen mag.
Zeit mit mir, aber auch Zeit ohne mich zum Abschalten.
Das Recht, genauso wenig perfekt sein zu müssen, wie ich. Stärken und Schwächen haben zu dürfen und zu können.
Das Recht, in seinen Wesenszügen und seinem Sein berücksichtigt zu werden, wenn ein neues Mitglied hier einzieht.
Und wenn eines Tages einer von ihnen stirbt, dann trauern wir. Dann tut uns das jedem hier sehr, sehr weh. Weil jeder von uns - egal ob Menschen oder Hunde, einen langjährigen Begleiter verliert, einen Freund. Mit dem man viel erlebt hat, durch Dick und Dünn gegangen ist und der Teil der Gruppe/Familie/Bande/ Gang/Lebensgemeinschaft oder wie auch immer man das nennen will, gewesen ist.