Beiträge von BieBoss

    Ach, ich weiß net - ich glaub, für alle drei ist der perfekte Tag immer der, an dem wir alle beide daheim sind und uns gemeinsam mit ihnen beschäftigen. Ob sie nun einfach daneben liegen, wenn wir lesen, oder zusammen draußen sind.

    Ich merk das voll - die sind dann viel übermütiger, freuen sich einfach nur, daß wir beide da sind.

    Unterwegs: Freilauf, Wildspuren verfolgen (NEIIIIN!), plantschen gehen im Bach, fremde Rüden verkloppen (geht auch mal gar net...), fremde Menschen verbellen (Hey - das geht aber nicht!), schnuppern, rennen, rennen, rennen..... - dann sinken sie abends ins Körbchen und träumen sehr lebhaft von den (nicht) gejagten Rehlein und den freien Wiesen: die Füßchen zucken wie wenn sie laufen würden im Schlaf, es wird verhalten im Schlaf gewufft oder gefiept (Hetzlaut in leise bei Bossi *gg), und ab und an hört man ein wohliges Stöhnen, wenn sich einer im Körbchen streckt und glücklich wieder zusammenrollt....

    Biene: mit 8 Wochen bekommen. Geschildert als die Frechste im Wurf - sie ist heute noch saufrech und hat das Terriertier voll im Griff *gg
    Für uns hat sich seither alles geändert: Freizeitbeschäftigung (Rettungshundestaffel), Tagesablauf (vor der Arbeit -bzw. Schule bei meiner Tochter damals- rausgehen, vorm Schlafengehen rausgehen, mittags rausgehen, Hundeschule etc.) - man muß immer aufpassen, worauf man tritt (*hust...), man kriegt mit, wenn die bösen Haus-Mitbewohner einen wieder heimtückisch meucheln wollen (Biene schlägt umgehend an, sobald sie sich der Haustüre nähern - Gottseidank, wie hab ich bislang ohne sie überlebt??), man friert nimmer, weder aufm Sofa noch im Bett...... *gg Und: Man hat heute wen, der den wilden Terrier (der später dazu kam) so beschäftigt, daß er uns in Frieden läßt *gggg und abends ins Körbchen fällt......

    Bossi: mit 1,5 Jahren ausm Tierheim. Jagdterrier (Yep! Da hat er dem Namen gaaaanze Ehre gemacht.....). Angeblich futteraggressiv (stimmt null-komma-garnet, im Gegenteil, Biene klauts ihm unterm Fressen weg - nur bei Fleisch isser widerspenstig *gg), konnte angeblich nicht alleinbleiben (mit Biene konnt ers vom ersten Tag an, und allein dann irgendwann auch, ohne daß wir daran explizit geübt hätten-einfach probiert), war angeblich in Hundeschule (SITZ - "was hast Du gesagt, Fraule????" - naja, kann auch sein, daß es daran lag, daß die Vorbesitzer sich nie durchgesetzt haben bei ihm). Angeblich sollte er nix als Lamm und Reis vertragen - der frißt alles (und verträgt alles) an Fleisch und an Gemüse/Obst (Paprika, Karotten, Äpfel, Gurken, Beeren, Orangen (!), Mango, etc., was halt so beim Schälen vom Tisch "fällt".....), aber auch Toast und jeglichen Unsinn, der probiert echt alles! Keine Probleme gehabt bislang mit dem Output oder sonstiger Unverträglichkeit.
    Geändert hat sich für ihn: Konsequenz, Auslastung, Biene als Kumpel. Für uns: Biene hatte fortan nen Kameraden, wenn sie allein bleiben mußte, wir hatten haufenweise Arbeit mit dem, was "Unterordnung" bzw. Gehorsam betrifft - aber er hört heute im Freilauf beneidenswert gut, läßt sich abrufen auch von spielenden Hunden, heut früh hat er im Freilauf angesichts eines rennenden Fuchses 10 Meter vor der Nase ein tadelloses Stop hingelegt (früher wär der für Stunden weggewesen), er orientiert sich an uns, er rennt nimmer zwangsläufig zu jedem Hund hin, etc. Für uns daheim hat sich nicht sooo viel geändert - außer, daß wir durch die ganze Arbeit, die wir reingesteckt haben, ganz viel gewonnen haben. :-) und jetzt statt über 10 halt über 20 Körbchen udn Decken stolpern in jedem Zimmer. Wir müssen aufmerksamer sein beim Gassi - also so Telefonat-mit-der-besten-Freundin-Gassi geht halt nimmer, bei Biene war das kein Problem. Aber Gassi is ja auch net zum Telefonieren, ne.....

    Frieda: Geschildert als damals ca. 8 Jahre alt (hat TA in etwa bestätigt), blind (stimmt), gesund (naja - mit Mammatumoren net so ganz, und vollkommen verwurmt *igitt...., und ne bakterielle Augenentzündung - ok, die Docs dort hatten auch allein 250 Hunde und dann noch die Katzen zu betreuen, da ging wohl net mehr als Impfen und gucken, obs noch zuckt....). Aggressiv mit Hunden (ooohja - was haben wir gekämpft!), Jagdterrier (jjjaaaaaaaa.... *gg Ein Igelchen hier kann davon ein böses Lied singen.... :-( ).
    Was hat sich geändert:
    für sie: Fusselchen kam nach 7 Monaten in ner Box (in der Auffangstation war Streß pur, weil sie mit anderen Hunden nicht konnte, und daher in ner Box weggesperrt wurde seit ihrem Auffinden!) in ein eigenes Zimmer (ok, sie ist nett und teilt es nachts mit mir), mußte keinen Hundekontakt mehr ertragen (anfangs konnte sie nichtmal ein Halsband hören, ohne auszurasten vor Panik und Nach-Vorn-gehen und Geschrei und hatte danach Durchfall wie Wasser - bereits wenn der Andere 10 Meter weg war, lief´s einfach raus), bekam anständiges Futter und ärztliche Behandlung (Tumore raus, bis heute nicht wiedergekommen - toitoitoi...Augen mit Creme behandelt, entwurmt), Training, damit sie irgendwann ohne Streß würde rausgehen können (erstmal komplett alle Hunde geblockt, und dann in immer kleinerem Abstand dran vorbeigeführt, in miniministeps über Jahre hinweg) - inzwischen waren wir vor 2 (?) Wochen auf DF-Treffen mit allen drei Hunden, Frieda hat keinen gefressen und konnte mit den Anderen im Main -wenn auch angeleint- schwimmen(!), ohne Panik zu kriegen oder einen zu fressen.
    Für uns: wir müssen seit Frieda da ist, getrennt Gassi gehen, weil sie schlichtweg auch unsere Hunde fressen wollte. Viiiel Training, damit sie entspannter raus konnte, die ganzen Jahre, aufpassen unterwegs bei Hunden in der Nähe, bis heute, aufpassen mit Futter (die hat das erste halbe -dreiviertel Jahr bei allem, was der Magen noch nicht kannte, mit Durchfall reagiert - ich war nuuuur am Wischen....) inzwischen verträgt sie fast alles! Daheim immer die Türe zu dem Zimmer zu, in dem sie ist, oder die anderen Hunde sind. Immer. Da darf nix passieren, immer.
    Aber: mit ihr haben wir einen Hund bekommen, der alle Menschen (incl. Ärzte) liebt, Kinder liebt, wenige Ansprüche stellt, unsere Hobbies mitmacht (Trailen), alleinbleiben konnte vom ersten Moment an, stubenrein war (nachdem sie sich an unseren Rhythmus gewöhnt hatte und gemerkt hatte, sie kommt regelmäßig raus - aber sie hat immer gut erkennen lassen, wenn sie rausmußte. Bei Durchfall in meiner Abwesenheit war´s natürich etwas schwierig, aber das zählt für mich net zu "nicht stubenrein" - sie konnte ja net anders, wenn ich net da war, um zu sehen, daß sie sagt, daß sie mal muß.....), in fremden Hotelzimmern genauso allein blieb und bleibt wie daheim (war bei den anderen Beiden was, das ich erst langsam aufbauen mußte), und halt einfach ein ganz liebevoller Engel ist.....

    Mit jedem Hund kam also was Anderes dazu - aber immer wurden wir reichlich "entschädigt" für den zusätzlichen Aufwand, man muß halt gucken, ob man mit evtl. zusätzlichen Punkten umgehen kann, wenn ein weiterer Hund kommt, wie da die eigenen Kapazitäten sind. Aber nachdem alle Hunde so ziemlich so beschrieben worden waren, wie sie dann auch wirklich waren (oder sogar schlimmer beschrieben, bei Bossi), konnten wir uns gut darauf einstellen und entscheiden, ob wir das wollen. OK - ich hab nach der ersten Beschreibung net damit gerechnet, daß Frieda nie mehr ganz mit anderen Hunden kann (bei Bossi war ja auch übertrieben worden, und ich ging da dran mit "das schaffen wir schon" *gg - bisserl übermütig, so aus heutiger Sicht *hust.....)- aber wir sind schon so weit gekommen, ich hätte nach der ersten Zeit mit ihr nicht gedacht, daß wir mit der mal uns mit anderen Hunden sogar halbwegs streßfrei für mich als Halterin würden treffen können!
    Inzwischen gehen wir sogar ab und an mit allen Dreien auf einmal wieder Gassi - ist halt schöner, weil ich nur ne bestimmte Zeit zum Gassi zur Verfügung habe - und wenn ich das auf 2 teilen muß, ist halt jeder Hund nur halb so lang unterwegs... und jetzt geht´s halt auch mal zu Dritt.

    Jo - und halt die allgemeinen Verdächtigen: erhöhte Futter-, Versicherungs- und Tierarztkosten, je mehr Hunde halt da sind *gggg Erhöhter Aufwand, wenn man ohne Hund wegfahren will, bzw. Abspracheaufwand mit meiner Tochter, wer welchen Hund nimmt, wenn einer wegfährt. Zuletzt erst war ich mit Frieda in Urlaub, und Töchterchen daheim mit den anderen beiden, wenn ich in 2 Wochen mit der Staffel zum Arbeiten wegfahre, nehm ich die anderen Beiden mit, und Frieda bleibt daheim.

    Und noch mehr Aufwand, wenn man mit drei Hunden wegfahren möchte - aber inzwischen waren wir schonmal zusammen mit allen Dreien im Urlaub (beim Frühstück wandert dann halt ein Teil ins Auto, einer bleibt im Zimmer; Schlafen tut jeweils eine Partei in ner Box, abwechselnd) etc. (geht, wenns gut organisiert ist, mit ganz wenig Umstand! Hört sich nur so an, aber wenn man das erstmal geplant hat, wie mans machen kann, ist es kein Thema.), und das jetzige Auto hat ein festes Trenngitter zwischen Rückbank und Kofferraum, sodaß auch mal alle Drei entspannt schlafend (und trotzdem ausreichend voreinander gesichert) in einem Auto auf mich warten können, wenn sie gearbeitet wurden, und ich essen gehe, ohne daß ich Angst haben muß vor Mord und Totschlag.

    Und damits net langweilig wird, kommt demnächst - NEIN, nicht Nummer 4 (sonst kann ich künftig unter der Brücke schlafen, schätze ich mal...), sondern das erste Enkelchen - mal sehn, was das an Zusatzaufwand mit den Hunden bedeuten wird.... (wichtigster Punkt wird sein: Türen bleiben sicher zu, damit Frieda gesichert ist....) Und halt immer Kind unter Aufsicht.... Hachjach - wer keine Arbeit hat, macht sich welche, oder? *gggggg

    Hihi - ist einfach Fleischwurst in Scheiben geschnitten oder Stückchen, und dann mit Essig/Öl/Zwiebeln angemacht, Pfeffer und Salz. Dazu frisches knuspriges Bauernbrot.

    Gibts hier in jedem Fränkischen Biergarten. :-) Is eigentlich wie Handkäs gemacht, denk ich - nur halt mit Wurscht statt Käse...

    Manche richten das auch mit Schinkenwurst an oder so - aber Original ist Stadtwurst/Fleischwurst.

    Aber wenns mit Leberwurscht klappt ist gut. Man könnte sogar auch Kartoffelsuppe (OK bei Dir dann halt Erbsensuppe, Gemüsesuppe o.ä.) machen mit Wienerle drin für die Resteverwertung, is mir noch eingefallen...... Aber wenn Du net auf Fleisch stehst, is Leberwurscht doch völlig ok, wenn die dann leer wird allein vom Hund :-)

    Markieren: kommt aufs Ausmaß an. Wenn ich schon an jeder Ecke die Gießkann brauche, um Wurzeln ziehen zu können, dann nervts - so viel Markieren braucht weder ein unkastrierter noch ein kastrierter Rüde noch ne Hündin (ja, auch die markieren....).

    In der Stadt darf der Hund mal Pipi am Grünstreifen (Gras - nicht in Blumenpflanzungen) machen, und dann geht´s weiter. Markieren wird unterbunden - Gebäudewände & Co. sind für alle Hunde tabu, was die Pieselei und Markiererei betrifft.

    Unterwegs im Feld is mir´s wurscht, da sind se eh ohne Leine, und die sind schnell genug, mir auch mit meterweisem Markieren noch folgen zu können.

    Verhalten gegenüber anderen Hunden: egal - net aufdringlich sein, net aufreiten. Mal Rumprollen - mach doch... Solang´s dabei bleibt... Wenn einer genervt scheint, wird der Hund abgezogen, findet´s der andere Hund "lustig" und spielt mit, dann sollen sie halt bisserl angeben gegenseitig... :-)

    Aufreiten wird bei mir grundsätzlich unterbunden - mag nicht jeder, führt gern mal zur Prügelei, und man muß net Schwächere mobben. Gerade die Biene, die an wenigen Hunden echt Interesse zeigt (außer sie is läufig *gggg), neigt dazu, bei gleich kleinen und Kleinsthunden, die etwas unterwürfig scheinen, aufzureiten und die Chefin raushängen zu lassen. Das geht mal gar net.... Wenn das einer mit ihr machen würde, würd sie keifen wie nix. Da geh ich nach dem alten Spruch meiner Großmutter damals: "was Du nicht willst, das Dir man tu, das füg auch keinem Anderen zu".... :-)

    Schnuppern dürfen sie - im Freilauf. Keine LUst auf das Rumgezuckel an der Leine, bzw. mich zu jeder Schnupperstelle hinzerren zu lassen.

    Pipilecken wird gestoppt, da ekelts mich einfach. Nachher schlabbert der Hund wieder an mir rum "ich lieb Dich so"..... *bäh.....Außerdem spulen sich unkastrierte Hunde dann evtl. dabei hoch - brauch ich net.

    Generell schau ich halt anderen Hunden gegenüber, daß sie sich nicht so benehmen, daß der andere Hund ihnen erst eine überbraten muß, bis sie merken, sie übertreiben´s, sondern bremse sowas vorher selbst aus. Sieht man ja oft deutlich genug, wenn der Andere sich überfordert fühlt.

    Was Du noch beachten kannst, ist bissel die voraussichtiche Lebensdauer. Gerade die Schweizer sterben ja häufig recht jung (Krebs und so, hab ich mir von ner Züchterin sagen lassen)- und wenn ich nen Hund zum Arbeiten ausbilde, der dann 2-3 Jahre nach Beendigung der Ausbildung schon wieder stirbt - wär doch schade um die Arbeit....

    Außerdem hast dann u.U. das Problem, daß der Terri und der Neue gleichzeitig alt sind und evtl. Hilf brauchen beim Gehen oder so. Dann bist doppelter Pfleger sozusagen - und sie gehen auch in relativ geringem Abstand voneinander...... (das hab ich bei meinen z.B. gar nicht bedacht gehabt - aber die werden eh hundert! :-) Mindestens....) Dann fängt man, wenn man einen Besuchshund weiterhin haben möchte, komplett von vorne an, kann eine Zeitlang gar nicht eingesetzt werden, solange die beiden Hunde alt sind, und ein Neuer noch nicht fertig ausgebildet ist (je, nachdem, wie wichtig einem die Tätigkeit an sich eben ist, ob man unbedingt dabei sein möchte aktiv, oder ob mans eher macht, weils dem Hund Spaß macht dann kanns einem ja egal sein, wenn man gerade nicht aktiv ist).

    Gerade Rottweiler und Cane Corso fallen übrigens in etlichen Bundesländern unter das bereits angeprochene Thema "Listenhund", siehe mein voriger Beitrag :-)

    Also ich hatte meinen vorigen Hund auch mal mit in die Schule. Da wurde aber als aller erstes nach der Rasse gefragt und einen Molosser hätte ich gar nicht erst mitbringen dürfen. Da ist es dann auch egal, ob man Vorurteile ausräumen will oder nicht, wenn man gar keine Gelegenheit dazu hat ;)
    .....

    Das wollt ich auch grad schreiben. Wobei ich das voll lustig finde - denn ein Labbi mit über 40 Kilo (solche Brocken gibt´s zuhauf) sieht genauso aus wie n Molosser - breit und schwerfällig mit nem Monsterkopp. Aber der heißt ja Labbi und ist daher ungefährlich *kopfgegendiewandschlag.....

    Vor allem würd mich mal schauen, über wen der Besuchsdienst geht. Wenn das über ne Hilfsorganisation geht, die bilden meist keine sog. "Listenhunde" aus :-(
    Also besser erst abklären, was an rassen tatsächlich auch gern gesehen oder zumindest akzeptiert wird, bevor Du Dich auf nen Besuchshund freust, und wenn er net ausgebildet wird, mußt Dir was Neues einfallen lassen - dann hast 2 Hunde mit unterschiedlichen Hobbies, und damit den dreifachen Zeitaufwand mit Trainingsfahrten etc.

    Abgesehen davon würde ich aufpasssen, nicht ne komplette Schlaftablette zum Terrier dazuzunehmen - könnte sein, daß ein sehr ruhiger Hund dann irgendwann recht schnell genervt ist vom Terriergehibbel, und nur noch seine Ruhe will, oder der Terrier mal eine auf die Mütze kriegt, wenn er den Anderen nervt *gg

    ....... was ist, wenn Charly keinen Bock auf das Gefummle an seiner Backe und in den Ohren hat - ruckzuck ist der Hund da ja auch vom Tisch abgerutscht, wenn er zurückweicht. Bei vielen Standard-Untersuchungen/Behandlungen ist das doch auch gar nicht nötig, dass er oben auf dem Tisch ist - habe mich schon öfter gefragt, warum wir unsere Wuchtbrumme da rauf hieven müssen ...

    Naja - die Tische sind doch normalerweise verstellbar, wenn ich zu meinem Doc komme, ist das Ding immer runtergefahren. Hund mit "Hoppa" draufgeschickt und hinsetzen, hochfahren. Dann halte ich den Hund im Sitzen fest, je nachdem, wie der Docs halt grad braucht. Einfach nur am Halsband (bei Bossi, der findet -fast- alles toll, was der Doc macht) oder bei Biene mit Kopf zu mir (wie heut früh - sie mußte hin, hat nen Analdrüsenabszeß, der wird morgen unter Narkose rausgemacht :-( ), so kann der Doc abtasten und Fiebermessen, und ich hab den Kopf mit der flachen Hand ganz leicht an mich ge"drückt", sodaß der Hund weder schnappen kann noch ausweichen, und sich trotzdem beschützt fühlt bei mir. Dann kann er gar net runterspringen, weil er ja durch mich durch müßte. Und wenn der Doc am Hund vorne gucken will (Zähne gucken oder so), umarme ich halt den auf dem Tisch sitzenden Hund von hinten (Hand vor der Brust), und halte (wenn nötig) mit einer Hand den Kopf so auf die Seite, daß er net zuschnappen kann, für alle Fälle (Biene tut das gern mal *hust...) - und runterspringen kann er so auch net, weil ich ihn ja quasi umarme. Ich auf einer Tischseite, der Doc auf der Anderen - wie will der Hund da so weit zurückweichen, daß er runterspringen kann?

    Also könntest Du den Doc evtl. mal fragen (wenn der Hund denn mal echt unbedingt rauf muß), ob er den Tisch runterfahren kann - dann tust Dir leichter, und der Kerle kann selbst draufsteigen.

    Klar - für manche Untersuchungen brauchts den Tisch evtl. gar net - aber bei nem Zwerghund wie Biene mit 33 cm Schulterhöhe - will ja net Schuld sein am nächsten Bandscheibenvorfall des Docs (find mal nen zwergpudeligen Analdrüsenabszeß auf unter 33 cm Schulterhöhe *aua... *gggggg oder taste als Arzt auf 30 cm überm Boden einen Hundebauch ab), daher setz ich meine rauf bzw. lasse sie raufsteigen auf den Tisch, wenn er runtergefahren ist. Finds aber schön, daß die Ärzte, wenn möglich, drauf eingehen, wenn ein Hund das nicht mag, oder der Halter Hundi net "raufwerfen" kann auf den Tisch. Nen 45-Kilo-Hund möcht ich da auch net unbedingt raufheben müssen.....

    Heute früh gesehen: großer Hund, ca. 30 Kilo (geschätzt; war ein nicht allzu großer schwarzer Schäferrüde - evtl. mehr? Kenn mich da gewichtsmäßig net so aus.), der wollte überhaupt erst gar net in die Praxis. Halterin schleift ihn quer über den Hof Richtung Eingang. Ich war schon am Ausparken und hielt dann an, wollt echt grad rausspringen und fragen, was das soll (das arme verängstige Hundi mit Schwanz zwischen den Beinen war am Hals rasiert und hatte dort deutlich sichtbar ein Loch - und die zog die etwa 30 Kilo Hund am Halsband hinter sich her!), als sie dann (zu ihrem Glück!) aufhörte, weil die TA-Helferin zum Helfen rauskam. Ich bin normalerweise echt keine, die sich in anderer Leute Dinge reinhängt - aber das hätt ich keine Sekunde länger mit angeguckt.... Wenn die immer so mit ihm umgeht, wundert mich net, daß der da nicht rein möchte...... :-( So kenn ich mich gar net, aber in dem Moment, wo ich das sah, is mir SOWAS von die Hutschnur geplatzt... Ich glaub, ich hätt die ernsthaft gefragt, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat *gggggg (war wohl ganz gut, daß grad die TA-Helferin rauskam *schwitz....)

    Zu meinen hundis hatte ich im anderen Thread schon geschrieben, der oben verlinkt ist.

    Frieda hattet übrigens neulich mal wieder (*hust) ne OP (ok - die zweite nach 5 Jahren, Fremdkörper im Darm) - und fand nach wie vor die Docs und Mitarbeiter supertoll. Allerdings findet sie´s doof, wenn einer an ihr rumfummelt und Nadeln reinsticht in das Beinchen (würd ich auch net mögen), dann schnappt sie (jetzt heißt sie "das Krokodil" beim Doc). Aber gleich danach liebt sie selbst den "Täter" wieder.... Hac, schön..... :-)
    Biene heut hat erstmal gebibbert im Wartezimmer, bis ich dann entspannt mit ner anderen HH zu plaudern begann, dann hat se sich in meinen Arm gekuschelt. Aufm Tisch wieder wie immer - Reinkriechen in Fraule, wenn möglich. Spritzen sind ihr aber wurscht (der Doc heute sagte, die sei schon tough), sie findet nur das Rumgeggrabbel fremder Leute an sich voll doof. Aber sobald sie unter vom Tisch ist, ist auch gut, und Leckerli werden gern genommen.

    Ich find's echt total interessant, dass die Meisten von Euch bei Ihren Argumenten für oder Geschirr/Halsband EIGENE Befindlichkeiten und Bedürfnisse anbringen. Also die Frage, wie leinenführig der Hund dann ist, ob oder ob nicht das Fell verfilzt, wie gut der Hund zu lenken ist etc... Die Frage, wie es dem Hund mit Geschirr oder Halsband geht, scheinen die meisten außen vorzulassen...

    Ganz klar: Geschirr! Ausschließlich! Fragt Euch einfach selbst, wie Ihr festgebunden sein wolltet...

    OK - Du hast Recht, ein sinnvolle Argumente liefer ich daher nach:

    - ein Halsband ist auch für den Hund bequemer, das liegt nur am Hals auf und nicht am Hals und Rumpf, wo´s dann (meist noch viel zu weit eingestellt, damits ja nirgendwo "einengt") rumschlackert. Besonders bei 30 Grad im Schatten ist das, was z.T. an geplstertem Geschirr unterwegs ist, in meinen Augen schon fast tierschutzwidrig, weil der arme Hund nen Herzkasper kriegt vor Wärme und Polsterung.... *gg (übertreib ich schon wieder??) Und wenn das Geschirr wirklich eng genug ist - irgendwie hätte ich persönlich dann das Gefühl einer Zwangsjacke - und das mag ich dem Hund auch nicht zumuten.

    - Wenn der Hund viel ins Wasser geht, saugt sich das Geschirr entweder mit Wasser voll und ist dann schwer, oder es bleibt an nem Ästchen unter Wasser hängen und gefährdet damit evtl. meinen Hund. Oder ich muß es bei jedem Flüßchen/Bach unterwegs ausziehen und wieder an *nerv..... das nervt auch den Hund - der hat keine Zeit für so nen "Käse" (aus Hundesicht - der will rennennnnnnn).

    - Gerade das eine Terriertier rennt gern mit anderen Hunden eine Runde - und dabei hab ich am Liebsten gar nix am Hund, mit Geschirr ist mir die Gefahr, daß sich ein Hund darin verhängt beim Rumkaspern (und auch bei ner evtl. Klopperei! Is ja nicht immer alles "eitel Sonnenschein" bei nem Territier *gg), definitiv zu groß. War eines der wichtigem Punkte, die wir in der HuSchu /Verein gelernt hatten - zum Spielen ausziehen, was geht! Und ich hab keine Lust, jedes Mal, wenn der ne Runde rennen mag, das Geschirr aus- und dann wieder anzuziehen, würde auch den Hund nerven. (mal abgesehen davon, daß das Bossi-Territier eh immer am rennen ist *lach....)

    - Meine 2 jüngeren Hunde rennen gern durchs Gelände, im Feld und im Wald (sofern erlaubt) - und dort bestünde mit Geschirr wesentlich größeres Risiko, hängenzubleiben, als nur mit Halsband.

    Last but not least - ich wüßte nicht, wann ich zuletzt den Hund an ner Leine geführt hätte hier bei uns aufm Land - der Hund braucht´s schlichtweg nicht, weil ohne Leine zieht sichs so schlecht, und warum soll ich ihn dann so "einwickeln", wenn nicht nötig. Selbst Halsband laß ich da nur dran, weils Namensschld mit der Tel.-Nummer drauf ist, Biene geht meist ganz nackig. Aus Hundesicht sicherlich am Bequemsten *gg

    Grundsätzlich nur Halsband - ich hasse Geschirre (und am Schlimmsten find ich den Hype um bunte Geschirrchen, wenn dann ein weißschwarzbraun gescheckter Hund im lilablaßblau gepunkteten oder lilagelbcamouflagefarbigen gräuslichen Geschirr rumläuft, das gar nicht zur Fellfarbe paßt, aber der Halter dabei rosa Herzchen im Auge hat, weil ers sooooo schön findet am Hund *gggggg Am besten noch mit 5 cm breiten Gurten am 3-Kilo-Hund, damit ja nix wehtun kann, und dazu 3 cm dicker Neopren-Polsterung *gggg *hipss - wo ist der Hund? -OK, ich übertreibe, also bitte jetzt nicht alle Geschirrfans aufstehen und zur Mistgabel greifen, ok? :-) :-) Außerdem ist das ja nur meine vollkommen unmaßgebliche ober-persönliche Meinung, keine generelle Verurteilung von Geschirren!). Zumal man mit nem schlecht sitzenden Geschirr wesentlich mehr kaputtmachen kann als mit nem einfachen Halsband, selbst wenns schlecht sitzt.... (kann das überhaupt schlecht sitzen??)

    Hund läßt mit Halsband so wesentlich besser steuern und es schaut besser aus.

    Geschirr (doch, ich verwende es tatsächlich auch *gg) gibts ausschließlich zum Arbeiten (Trailen), oder bei Frieda, wenn wir wandern und rechts oder links ein Abgrund kommen könnte, damit ich sie besser halten kann (ist blind und sieht daher evtl. nicht, daß es steil runter geht). Oder (was hoffentlich nie vorkommen wird) wenn am Hals ne Verletzung wäre oder so, würd ich natürlich auch zum Geschirr greifen. Will ja meine Kröten net ärgern. Oder, wenn einer nimmer gut gehen könnte, und ich mittels Geschirr beim gehen helfen müßte oder so. Da wär mir dann auch lilablaßblaucamouflage wurscht.