Beiträge von BieBoss

    1. Biene hat sich noch nie allzusehr für andere Hunde intererssiert, das kommt alle Jahre mal vor, daß sie einen so toll findet, daß sie mit dem wild spielt. Nur, wenn sie läufig ist - dann werden sämtliche Rüden, die sie sonst genervt wegschnappt, plötzlich hochinteressant, egal, wie groß oder wie doof der sonst empfunden wird *g Aber da schreitet dann Fraule schnell ein... *gg Also: noch weniger interesse als vorher geht fast net *gg

    2. Nein - die war mit 9 Monaten echt schon "perfekt", was den Gehorsam betrifft, hätten die BH laufen können. Gut, das Fuß war net 1000%ig mit Anhimmeln oder so, aber Abruf, Ablage, eben der Alltagsgehorsam waren toll, sodaß ich mich auf den 2. Hund super konzentrieren konnte, und ihr ist trotzdem kein Müll eingefallen wie jagen oder einfach weglaufen. Aber das ist mit Sicherheit abhängig vom Ersthund und dem, was Du ihm bereits beigebracht hast - gerade in der ersten Zeit verstärkt die Augen auf beide Hunde richten, und den ersten umgehend korigieren, wenn was net gleich klappt, damit der gar net erst auf die Idee kommt, man könnte die Chance nutzen, dann wird das schon :-)

    3. Ne, gar net. Außer, daß ich zunehmend dankbar war für so nen alltagstauglichen Hund, der sich quasi selbst erzogen hatte... *gg Bevor ich Bossi hatte, war mir nicht bewußt, daß das Großziehen und Ausbilden eines Hundes auch Arbeit bedeuten könnte *gggg Bei Biene ging das alles mehr oder weniger von allein im Überflug, die is echt sooo toll....

    4. Ja, total! Sie konnte und kann immer noch gut alleinbleiben, wenn ich arbeite - aber mit "ihrem" Bossi ists natürlich schöner. Wenn ich das Haus verlasse, kuscheln die zwei sich auf der Eckbank in der Küche zusammen, Bossi liegt auf Biene wie auf nem Kissen. Und wenn sie wen ärgern will, weil sie übermütig ist, müssen net meine Füße dran glauben, sondern sie malträtiert Bossli, der bereitwilligst mitmacht :-) :-) So unterschiedlich wie die beiden sind -unterwegs tun sie immer so, als kennt keiner den Anderen - aber daheim und wenns drauf ankommt, sind se ein Arsch ein Einmer, wie man so schön sagt. Wenn ein Rüde die läufige
    Biene belästigt, gibt Haue von Bossi, wenn einer weg war mit mir, eine glückliche Begrüßung an der Haustüre. Und wenn einer krank ist, ist der Andere ganz seltsam, der leidet dann mit. Besonders Bossi ist total happy, wenn einer krank war und wieder fit zurück ist vom Doc! Sogar nach Friedas (Dritthund) OP kam er an, als sie noch ganz dasig in meinem Arm lag nach der Narkose, und hat sie erstmal freudigst wedelnd und fiepend von oben bis unten abgeshnuppert - so nah war er glaub ich noch nie an Frieda dran, ohne daß die bös wurde. Klar - die war mit Aufwachen beschäftigt *gg Auch, als Biene der Abszeß vor 2 Wochen weggemacht wurde, und wir kamen wieder heim, wurde erstmal aufgeregt Hundelinchen beschnuppert, und dann hat er sich einfach in ihre Nähe gelegt. Ganz wollte sie keinen Kontakt, weil noch alles wehgetan hat, aber sie hat ihn in der Nähe geduldet und das glaub ich auch genossen... :-)

    Jetzt mußte ich doch erstmal goo..ln, was ein "Tatra-Schäferhund" ist.... *gg Sag doch gleich Owczarka, dann weiß man, was gemeint ist, und hat net das Bild eines schnellen, wendigen und den Hundeführer anhimmelnden Schäferhundes vor Augen :-)

    Das ist für mich ein Herdenschutzhund, und Schäferhund assoziiere ich mit bissel was Anderem.

    Dumm nur, daß in Sachen Jagdtrieb wohl der Husky durchkommt :-)

    Ja - da hilft nur viel arbeiten. Die Idee, eine jagdliche Ersatzbeschäftigung wie Mantrailing zu machen, ist super.

    Ich denke aber, daß Du Dir mit 2 Rassen, die beide nicht so eng mit dem Menschen zusammenarbeiten müssen, und eher selbständig entscheiden und arbeiten müssen, recht hart tun wirst, da in Sachen Jagen oder besser Nicht-Jagen eine Kooperation zu erreichen. Da hab ich mir mit meinem Jagdterrier, obwohl der ja so irre wildbegeistert ist, net so hart getan, weil der gerne mit mir zusammenarbeitet, auch wenn er gern mal terriertypisch seinen eigenen Kopp hat.

    Reizangel: die Übung, die Du beschreibst, ist eine tolle Impulskontrollübung. Du könntest vorn an die Reizangel zum Packen den Futterdummy festmachen. Dann wird der bislang net so wirklich interessante Futterdummy zur beweglichen freßbaren Beute und könnte ein gutes Stück mehr Interesse wecken als bislang.

    Du könntest auch, wenn der Hund grade Spaß hat, einen Stock zu apportieren, ihn auf den Futterdummy "scharf" machen (damit spielen und "rumfuchteln" *gg, als wär´s Beute, die flüchten möchte), und sobald er ausreichend Interesse zeigt, wegwerfen. Geht er hinterher, gleich freudig plärren: "Jawoll, hols Dir!!", sodaß er noch ein bißchen angefeuert wird dabei. Dann klappts vielleicht auch mitm Dummytraining.

    Hab grad noch wo gelesen, die werden in ihrer Heimat auch als Rettungs- und Sporthunde eingesetzt, insofern dürfte Zugarbeit kein Problem sein. Halt nicht unbedingt auf Schnelligkeit oder bei 40 Grad im Schatten, aber bisserl auf Grundausdauer-Basis laufen lassen im Zuggeschirr, sodaß halt der Husky-Anteil seine Bedürfnisse befriedigt bekommt, könnte ich mir schon vorstellen (und ne gewisse Ausdauer schadet später beim Trailen auch nicht. Mußt nur klar unterscheiden, wann ist im Geschirr Ziehen angesagt bzw. in welchem Geschirr, und wann Trailen, sonst zieht der Dich halt später übern Trail *gg). Wenns halt dem Hund Spaß macht, das kann man bei der Kombination schwer einschätzen, mußt austesten.

    Ansonsten ein funktionsfähiges (und das heißt auch in Jagdsituationen tragfähiges) Abbruchsignal trainieren für Wildsituationen.

    Bossi war auch so bekloppt, wenn der Wild sieht, daß er dann voll kreischte und quietschte. Ich hab ihn dann einfach mal da, wo wir grad waren, stehenlassen neben mir. So lange, bis er sich beruhigt hat (Achtung, das kann, wenns blöd kommt, 2-3 Stunden dauern, also bitte net machen, wenn Du danach nen Termin hast!). Dann ging´s weiter. Er hat dann auch sehr deutlich gezeigt, daß er wieder "bei mir" ist, guckte mich an und schüttelte sich (Streß abschütteln), und ging ganz ruhig und konzentriert (!) wieder mit mir mit. Vorteil: der Hund lernt so, sich selbst zu beruhigen. Das wird von Mal zu Mal schneller, beim letzten Wild (ein Fuchs vor 2 Wochen, der vor seiner Nase den Weg querte, mit großen Sätzen) haben wir noch ganze 2 Minütchen gebraucht, um uns zu beruhigen, und konnten dann gehen. Einfacher geht´s wenn Du den Hund ins Platz kriegst, damit er sich net durch Rumlaufen auf der Stelle weiter hochschaukeln kann. Für sowas kannst Du gezielt Gebiete aufsuchen, von denen Du weißt, daß dort Wild ist, halt in der Dämmerung, wenn das Viechzeugs rauskommt. Mußt halt nur sicherstellen, daß der Hund echt gesichert ist! Wenn er bei sowas den Erfolg hat, daß er in die Schlepp springt vor Aufregung, und diese reißt, bevor Du ihn ins Platz kriegst, lernt er nur eines: Rehe kann ich jagen..... Dann hast halt die A...Karte *gg

    Parallel hab ich viel trainiert, daß der Hund sich an mir orientiert unterwegs, das dürfte bei Deinem besonders wichtig sein. Jedes Signal dafür, daß er im Kopf bei Dir ist (Herumdrehen, auf Dich warten, an ner Ecke auf Deine Entscheidung warten, ob rechts oder links weiter, zu Dir kommen ohne vorherigen Abruf, Ohren einfach nach hinten in Deine Richtung drehen, was auch immer, kleinste Signale), wird kräftig bestätigt. Je mehr der Hund sich an Dir orientiert, desto weniger wird er bei Wildsicht "unansprechbar", weil er gelernt hat, Dich im Hinterkopf zu behalten, und desto geringer ist auch sein Radius - und umso größer damit Deine Einflußmöglichkeit, wenn er sich in der Nähe befindet. So kannst Du ihn sofort lesen, wenn er was entdeckt (Körpersprache genau anschauen, u.U. mal in wildreichem Gebiet spazierengehen und schauen/einprägen, wie er reagiert, wenn er auf eine auch für Dich sichtbare Wildspur gerät.). Wenn Du siehst, "er hat was" (sei es im Auge sprich was entdeckt oder in der Nase), dann umgehend, bevor er lossprintet, abrufen oder absitezn lassen, irgendwas halt, das seine Aufmerksamkeit auf Dich richtet. Wenn Du es siehst, daß er was hat, gibt Dir das die Chance, einzugreifen in dem winzigen Moment, bevor der Hund losrennt. Bei dem Gewicht, das der Hund in der Größe haben dürfte, sicherlich hilfreich, zu wissen, daß man die Schlepp jetzt guuut festhalten (oder kürzer fassen, wenn möglich) muß, weil er gleich losrennt (notfalls um den nächsten Baum rennen mitsamt der Schlepp, der hält die dann mit *gg).

    Als Bestätigung, wenn der Hund sich beim Vorlaufen zu Dir orientiert, dann bestätige, wenn Du z.B. Leckerli wirfst, bitte nach HINTEN, am besten hinter Dich (wenn er das da noch sehen kann aus der derzeitigen Position). Denn Du willst ja, daß er sich nach hinten in Deine Richtung orientiert, und nicht noch weiter nach vorne von Dir weg. Oder Du lobst verbal, und wenn er dann zu Dir kommt, streichel ihn noch (wenn er das draußen mag). So lernt er, bei Dir lohnt es sich, immer mal wieder vorbeizuschauen. Weil er Leckerli oder Streicheleinheiten abstauben kann.

    Wenn Bossi an nem Mausloch ewig geschnuppert hat damals, und sich da so richtig reingesteigert hat (das drehte den hoch wie doof), dann hab ich ihn anfangs echt wegzerren müssen (deswegen hab ichs dann zum Tabu erklärt, mag net am Hund rumzerren). Später durfte er es dann, und es hat nur noch einen Stups mit dem Finger gebraucht, wenn er sich mal "festsaugen" wollte, oder ein Räuspern, heute kommt er auf Abruf anstandslos mit. Aber das hat Jahre gedauert.

    A propos Jahre: Du wirst den Jagdtrieb nie wegkriegen, wenn der schonmal da ist. Deine Chance ist, ihn unter Kontrolle zu kriegen durch artgerechte Beschäftigung und Management (net in der Dämmerung leinenfrei im Wald o.ä.) und Arbeiten in alle Richtungen (Orientierung an Dir, Abbruchsignal, Zeitfenster schaffen, in dem Du ihn noch stoppen kannst vorm Losrennen etc.). und das wird dauern - eeewig, gefühlt.

    Ganz fertig und 100% zuverlässig ist so ein Hund mit Jagdtrieb sicher nie. Aber wir sind inzwischen so weit (Bossi ist seit 7,5 Jahren bei mir), daß wir ohne Leine im Wald spazierengehen können. Unter der Voraussetzung, daß ich gucke. Also net Gassitelefoniere oder träume oder so, sondern meine Augen und meinen Kopf bei ihm lasse, erkenne, wenn ihn was interessiert, wenn er hektisch wird, und dann ihn runterbremse, den Radius verringere, indem ich ihn öfter herrufe, wenn er zu weit weg ist (weil ich sonst nimmer eingreifen kann), etc. - ihn also quasi nicht von der mentalen Leine lasse. In der Dämmerung funktioniert´s auch. Aber im Dunkeln habe ichs net ausprobiert. Denn wenn ich den Hund nicht oder nur schlecht sehe, erkenne ich nicht, wie er grad drauf ist, kann ihn net lesen und damit nicht eingreifen. Und ich sehe auch das Reh nicht, das sich vielleicht grad 10 Meter vor uns auf den Weg stellt. Und was passiert, wenn der Reiz SO nah ist, UND ich zu spät reagiere, das möchte ich dann doch nicht austesten.... Das mach ich vielleicht mal, wenn er 20 ist, und Spondylose und Arthrose hat und deswegen nimmer rennen kann *gggg (und wahrscheinlich isser da noch schneller als ich :-) )

    Super! Schön, daß Du den Kerle wieder hast :-) Die Zeit, in der man nicht weiß, was dem Viecherl passiert ist, ist ja immer die allerschlimmste, diese Ungewißheit! Kenn ich vom jagenden Hund her, auch wenns damals "nur" 2-3 Stunden waren, die wir warten mußten...

    Ich weiß schon, warum ich der Meinung bin, Haustiere gehören (wie der Name ja schon sagt) ins Haus und net raus auf die Straßen zum Streunen....... Mein jagender Hund war dann damals erstmal paar Monate an der Leine außerhalb von städtischen Parks, wo Wildgefahr bestand..... Nur schade, daß man die Katzis net so schön trainieren kann *gg

    ....Ich würde es nicht wegstellen, sollen die Hunde halt fressen wenn sie Lust und Hunger haben. Das ist aber nur mein Gefühl, warum sollte ich den Napf nur 5min stehen lassen und den Hund zwingen dann zu fressen? Ich esse auch wenn ich Lust und Hunger habe, können die Hunde hier genauso.

    Problem ist, wenn Du mehrere Hunde hast, und einer ist ein Allesfresser und einer frißt wenig - dann läßt dem halt das Futter stehn, und der Andere frißt es weg und wird dick und rund :-)

    Ich würde die Lösung mit dem Zweitwohnsitz in der Stadt machen. Wenn Du echt oft am erstwohnsitz bist, kannst Du immer sagen, daß Du dort eigentlich wohnst, aber wegen der Arbeit unter der Woche weg bist. :-)

    Warum soll man denen das Geld so in den Rachen stopfen, da hast schon recht....

    Ich selbst zahle pro Hund 40,- €, egal, wie viele Hunde man hat. Net mal ne erhöhte Kampfisteuer gibts bei uns..... :-) Und die Biene als geprüfter einsatzfähiger Rettungshund ist steuerbefreit.

    Hihi - hab auch Schluß gemacht mit der ersten Frage zu Berechnungen. Aber Deinen Hinweis, daß es dann ohne weitergeht, solltest Du ganz oben anbringen.

    Denn oft kann man Umfragen nicht weiterblättern, wenn man nicht alle Fragen ausgefüllt hat, daher brechen an der Stelle sicher viele ab.

    Aber jetzt hab ichs nach bestem (Nicht-)Wissen und Gewissen ausgefülllt. :-)

    Find auch die Bemerkungsfehlder super, denn wenn nichts zutrifft, kann man was reinschreiben dazu, und Du kannst Dir ein besseres Bild machen, als wenn man einfach nix ankreuzt.

    Du findest halt mit der Umfrage nur raus, wer wie füttert - aber nicht, was am besten für Deinen Hund wäre, das mußt schon selbst rausfinden *gg Aber evtl. kannst Dir dann besser ne eigene Meinung bilden, wie Du´s machen möchtest. Ob strikt nach Buch, oder "Pi mal Daumen".

    Mit meinem Weg fahre ich bislang gut, wie das aktuellste Blutbild incl Schilddrüsenwerten bei meiner Biene ergeben hat. Alle Werte im grünen Bereich, kann also net ganz falsch liegen mit meiner Fütterung... :-)

    Und nochwas: sei bitte nicht enttäuscht - der arme Hudn ist doch erst 4 Wochen bei Euch! Der Hund tut nur das, was er bislang gelernt hat. Und solang Du ihm nicht beigebracht hast, was er tun kann, um sich sicher zu fühlen, macht er ja nichts falsch! er tut nur etwas, von dem er meint, daß es erfolgversprechend ist. Bislang hat er ja nichts Anderes gelernt. Sprich, ein Hund zeigt immer nur, was der Halter ihm beigebracht hat, der will nie wen ärgern oder so. Also zeig ihm, was er tun soll, und er wirds sicher gerne tun, weil er sich damit auch besser fühlt. Generell ist in 99% aller Fälle, wo ein Hund nicht tut, was er soll, der Halter "schuld". Bei Euch trifft das jetzt nciht auf Dich zu, sondern dann halt auf den vorherigen Halter, ders evtl. verbockt hat. Aber der Hund hat keine Schuld - im Gegenteil, dem geht´s nicht gut bei sowas. Wer ist schon gerne unsicher und weiß nicht, was er tun soll? Versetz Dich in den Hund, dann kannst Du das verstehen. Und: setzt euch nicht so unter Druck, sowas klappt nicht von heute auf morgen, da steckt oft viel Training und Beziehungsarbeit miteinander drin, bis das klappt. Laßt Euch Zeit und gebt auch Eurem Hund die Zeit. Dann wird das schon :-)

    Wenn sie unsicher ist und deswegen bellt, dann gib ihr doch einfach die benötigte Sicherheit, und gut is.... *gg

    Ablenken ist Käse - gestern erst wieder ne Artikel von Thomas Baumann in der alten Hundezeitschrift gelesen (glaub aus 2009 - weiß grad den Titel nimmer, die war mir beim Regalaufräumen in die Hände gefallen). Da wurde das toll begründet: der Hund lernt durch Ablenken weder, daß der Andere ungefährlich ist (weil er ihn ja gar nicht wahrnehmen kann-man lenkt ja ab, noch bevor der Hund das entgegenkommende Objekt wahrgenommen hat!), noch lernt er, mit einer Situation, die ihn ängstigt, umzugehen, und steht damit vor demselben Problem immer wieder, wenn beim nächsten Mal unvorhergesehen einer ums Eck kommt, sodaß Fraule net rechtzeitig ablenken konnte!

    Will heißen, er wird immer weiter aufpassen, ob da irgendwo was ist, denn die Situation an sich ist ja nach wie vor beängstigend für ihn (oder verunsichert ihn zumindest), und steht somit weiterhin beim Gassi unter Dauerstreß, weil er dauernd gucken muß. Aber er soll doch entspannt Gassi gehen können.

    Und wenn man dann noch gar mit Leckerli oder Spieli ablenkt, könnte man bei nem ressourcengeilen Hund (der eh schon aus Unsicherheit Leute und Hunde stellt - und nichts Anderes ist es, wenn der Hund nach vorn geht und die anbellt) auch noch ganz böse Sachen reinbringen - weil der Hund dann u.U. den, der an einer Engstelle entgegenkommt, verprügeln möchte, weil er sein Leckerli/Spieli verteidigt. Dessen muß man sich bewußt sein, wenn man an der Stelle mit Ressourcen arbeitet. Da schafft man sich u.U. noch mehr Probleme in solchen Situationen.

    Abgesehen davon könnte ich mir (wenn jemand falsch/zu spät ablenkt) vorstellen, daß ein Hund, der auf Leckerli/Spieli total abfährt, dann irgendwann anfängt, nach "unheimlichen Entgegenkommenden" zu gucken, weil er ja dann immer sein Spieli/Leckerli kriegt, wenn er sich bei denen aufführt wie nur was.... Könnte nach hinten losgehen, weil damit sein Terz und Gezeter bestätigt wird! Und nachdem wir ja wissen, wie diffizil das ist mit dem punktgenauen Bestätigen (nicht nur für Anfänger!), würd ich das lieber sein lassen.....

    Daher ist es wesentlich sinnvoller, dem Hund zu zeigen, was er, wenn einer ihm entgegenkommt, tun kann, um sich sicher zu fühlen. Will heißen: der Hund sieht den anderen Menschen/Hund, darf ihn ganz bewußt wahrnehmen. Und noch BEVOR er zu bellen anfängt, weil er auf 180 geht (is ne Sache des Abstands zum Objekt und auch des Timings, da mußt den Hund eben lesen können und schnell genug reagieren, sobald er das Objekt wahrgenommen hat), sagst Du ihm, was Du von ihm möchtest: schick ihn auf die dem Entgegenkommenden abgewandte Seite oder hinter Dich, verlang ein Fuß ganz nah bei Dir, hol ihn zu Dir und mach demonstrativ nen Riesen-Bogen um das entgegenkommende Gespann, was auch immer - am besten etwas, das der Hund schon gut kann (ansonsten mußt ihm das halt erst beibringen, bevor Du damit anfängst, ihm in ner Streßsituation das Kommando abzuverlangen). Er darf sich also, wenn jemand kommt, bei Dir Schutz suchen, Du zeigst ihm gleichzeitig, daß Du Begegnungen regelst, und er lernt, Dir zu vertrauen, sodaß er weiß, er muß sich nimmer "wehren" oder mal "präventiv" Leute stellen/anbellen, weil das im Zweifel DU übernimmst. --> Verknüpfung: "wenn wer entgegenkommt, geh ich zu Fraule, die macht das schon."

    ........
    Allerdings würde mich interessieren wie man einem Hund "kehr um" beibringt. Auch wenn ich nicht unbedingt an der A1 Gassi geh aber dass Kommando ist interessant. Ist das quasi ein unvollständiger Rückruf?

    Nachdems noch keiner beantwortet hat:

    Wenn Du für die BH trainierst, machst Du das doch schon ständig mit ner Kehrtwendung. Dann sag halt, während Du diese gehst, einfach das Kommando "Kehrt", und der Hund verknüpft´s mit Umdrehen. :-)

    Oder Du gehst irgendwo Gassi, sagst "Kehrt" (egal, ob der Hund angeleint ist, der wird Dir ja folgen, wenn Du umdrehst, oder?), und drehst halt einfach um. Dann im Freilauf irgendwann mal antesten, obs der Hund schon verstanden hat, wenn er grad ein bisserl vorgelaufen ist (ohne, daß Du schon selbst umdrehst)- wenns noch net geht, noch parmal machen, wenns geht, kannst den Abstand, den der Hund zu Dir hat, etwas größer werden lassen.

    Ich hab das anders gemacht, weil ich meinen Hund einfach mittels Körpersprache und "LINKS/RECHTS" oder "DA LANG" oder "auf die Seite" (bes. an der Straße) lenken kann: ich ruf sie einfach, damit sie halt guckt, und zeig dann mit Hand und Arm irgendwo hin (wo ich sie halt gerne hätte) und sag dazu die gewünschte Richtung. Notfalls bremse ich sie vorher mit nem STOP ab .

    Man kanns auch (im Rahmen der Rettungshundearbeit z.B.) auf den Geräten gut trainieren. Den angeleinten Hund auf ne Faßbrücke schicken, mit ihm das Brett entlanggehen, abbremsen und am Ende KEHRT machen und dazu auch sagen. geht genauso gut aufm liegenden Baumstamm im Wald beim Gassigehen.

    Bei uns gibt´s auch ein "ZURÜCK", das könnte man dafür auch verwenden, das hat sich bei uns "eingeschlichen", weil die Hunde sich öfter mal um nen Baum wickeln mit der Leine, und mit ZURÜCK krieg ich den Hund dann umgekehrt, sodaß er sich wieder auswickelt *gg Einfach beim ersten Mal, wenn er auf der falschen Seite des Baumes langgeht, stehenbleiben (führt zu Zug auf der Leine), "ZURÜCK" sagen und mit der Leine den Zug halten, bis er umdreht - dann loben, und sagen, was man möchte - "Weiter" oder "komm her", was auch immer.

    Man könnte das bestimmt auch irgendwie clickern - aber ich n´bin net so die Clickertussi (mangels Ausprobieren, und weil ich nen Hund habe, der es sofort annimmt, wenn er was gezeigt kriegt, sodaß es nie wirklich nötig war), daher mach ich´s so, wie ich weiß, der Hund kapierts sofort. Ich hab auch das Kommando "rumlaufen" (um nen Baum) so eingeübt, daß ich mitsamt dem Kommando und Hund um nen Baum gelaufen bin *ggggg Dann den Abstand vergrößert und Hund allein geschickt. Saß echt schnell :-) Oder "Durch" hab ich beigebracht, indem ich an ner Engstelle ein Leckerli duchgeworfen habe - weil ich genau weiß, das Futterhundi geht hinterher. Und sobald Hundi dann ging, das Wort dazugesagt - und sie hats nach wenigen Malen gut verknüpft.