Beiträge von BieBoss

    Hallo, Czarek, es tut mir so leid, daß Ihr diese Entscheidung treffen mußtet, aber Ihr habt meinen vollen Respekt, daß Ihr wirklich nach dem Wohl des Hundes entscheidet - ich glaub, das hätte nicht jeder geschafft....

    Was mich ein bißchen vorsichtig stimmt, ist, daß Du schreibst, daß die Leute ihren Hund vollkommen falsch eingeschätzt hätten, und falsche Angaben über gewisse Dinge gemacht haben, die der Hund können soll. Ich frage mich dabei nämlich, ob die das Ganze nicht etwas beschönigt haben (vielleicht auch sich selbst gegenüber unbewußt, damits leichter wird), um den Hund möglichst schnell (und gut) unterzubringen... So besteht halt bei einer Rückgabe das Risiko, daß sie den nochmals in Wohnunghaltung vermitteln mit denselben Argumenten, er sei wohnungsgeeignet oder so. Hast ja geschrieben, die haben vermutet, Du wolltest den Preis drücken, und nachdem ich nicht glaube, daß Du denen den Hund einfach so vor die Tür gesetzt hast, gehe ich davon aus, daß Du deutlich erklärt hast, warum Du ihn zurückbringen möchtest, und die Leute das weder verstehen noch nachvollziehen oder akzeptieren können. Ob´s da nicht besser wäre, DU sorgst für ne adäquate Vermittlung und behälst ihn solange......

    Czarek schrieb: "Man kann auch einem Hund in dem Alter noch nicht unbedingt so gut angewöhnen, dass er zu bestimmten Uhrzeiten alleine bleiben muss...."

    Bei mirs wars eben wie geschrieben genau andersherum - der Hund kannte die Uhrzeiten, zu denen nix los war, und hat darüber das Alleinsein gelernt. Weil ers nie anders kennengelernt hatte, als daß zu der Zeit Ruhe angesagt war.

    Variieren und generalisieren kam bei uns hinterher. Aber anfangs war der geregelte und bekannte Tagesablauf genau DER Punkt, der ihr das problemlose Alleinbleiben ermöglicht hat.

    Nach den 4 Wochen sicher noch nicht, aber zukünftig geht das sicher.

    ....Ab 6. Monat kann man evtl. die 2 bis 3 Stunden schaffen, vorher eher nicht.

    Also 4 Std. konnte Biene mit 11 Wochen locker.......... Man muß es ja net übertreiben. Klappt vielleicht net 100% von der Stubenreinheit her mit 11 Wochen, da ginge evtl. was daneben, aber 2-3 Stunden dürften da echt kein Problem sein, wenn man konsequent trainiert, zumal der Hund 9 Wochen alt ist und 4 Wochen Urlaub hat - immerhin ist er dann 13 Wochen alt.

    Bei uns wars auch so (das fände ich wichtig!), daß der Hund beim Vorbesitzer genau denselben Tagesablauf hatte wie dann später bei uns, weil die auch schulpflichtige Kinder hatten - Biene wars also gewohnt, daß vormittags Schlafenszeit ist, nachmittags aber Action, wenn die Kinder daheim waren. Und es hat sie daher nur wenig interessiert, ob vormittags wer daheim war - hat ja gepennt.... :-)
    Da hat halt einfach alles gepaßt - obwohl nur Unfallwurf.

    Ich find die Angabe 2 Std. mit 6 Monaten a weng übertrieben. Wenn die Voraussetzungen wie beschrieben passen, gehts sicher auch schneller (ja - natürlich nur, wenns "PLAN B" gibt, falls der Hund nicht genauso schnell mag wie von Fraule gewünscht - den hatten wir, keien Sorge *gg).

    Ich würde den Hund im Gegensatz zu bisherigen Tips auch vom ersten Tag an alleinlassen - mal ne Minute, um aufs Klo zu gehen, oder wenn ich mir was zu Trinken aus der Küche hole, halt ganz minimal - warum sollte ich ihn erst dran gewöhnen, daß er rund-um-die-Uhr-Betreuung hat, was ich ihm dann zum alleinbleiben mühsam wieder abtrainieren muß?? Wär doch Quatsch.....

    .....eine riesen Pfütze im Wohnzimmer.

    ......

    Das spricht auch gegen ne Blasenentzündung - da ist es mehr hundertmal am Tag ein Tröpfchen.....

    Würde so ganz spontan auch auf Streß tippen - wo schläft sie denn derzeit, kann sie wenigstens mit ins Schlafzimmer, oder ist sie ganz "wegverbannt" von Dir nachts?

    Ansonsten würd ich einfach mal testhalber versuchen, mir nachts den Wecker zu stellen, und einfach nochmal rauszugehen mit ihr. Wenns dann besser wird, war´s einfach zu viel Trinken, weil Du ja auch von ner Riesenpfütze schriebst....

    Wenn meine Hunde z.B. Trockenfutter kriegen, saufen die anschließend auch gierig wie doof, und ich muß recht bald wieder raus. Bei Fleisch ist die Sauferei nicht so wild...

    .....

    Ich finde einfach blöd, dass der Hund vom freien Leben (freie Entscheidung, ob rein oder raus, auf dem Hof mitgerannt) hier in eine Stadtwohnung kommt, sich erst an die Wohnungshaltung gewöhnen muss, überall gegenstößt, keine Sekunde alleine bleiben kann, weil sie bellt und wo gegenrennt, sich an ihre neuen Menschen gewöhnen muss... kurz: ihr Leben sich um 180 Grad gedreht hat und das erste, was wir tun, ist sie unters Messer zu legen. Davon legt sich die Trampeligkeit innerhalb der Wohnung auch nicht.

    ......

    Jo - aber ist es andersrum besser: kommt inne Stadtwohnung, nix gewöhnt, das ganze Leben hat sich geändert, und muß sich dann zusätzlich daran gewöhnen, für immer NOCH mehr (als für den Übergang von draußen ins Haus nötig) eingeschränkt zu werden, damit sie nicht irgendwo gegenschlägt mit der Rute. Das kann man ihr ja nicht erkären, und ich finde, das ist viel mehr Streß, als wenn sie nach dem Kupieren dann überall hin dürfte.....

    Ich kann nur sagen, meinen Bossi hab ich kupiert bekommen als Jagdhund, bei dem wurde ein Wirbel zu viel amputiert, er hat mehr oder weniger nur ein "Stummelschwänzchen" *gg (ok ich übertreibe), aber er kann sich körpersprachlich ganz normal miteilen und kommuniziert mit allen Hunden verständlich. Man muß ja auch net alles wegnehmen, sondern halt nur so viel, daß das Verletzungsrisiko durch Gegenschlagen weitestgehend ausgeschlossen ist.

    Der Gedanke an ne Amputation einiger Schwanzwirbel mag anfangs befremdlich wirken, aber wenn man das in so einer Situation macht, kann einem keiner nen Vorwurf machen (würde vorher auch zu dokumentationszwecken Fotos von der verletzten Rute machen, um auf Anfrage nachweisen zu können, daß verletzungsbedingt amputiert wurde. Weiß net, wie das ist, wenn man z.B. eine BH mit dem Hund würde machen wollen oder so, ob da "einfach so" kupierte Hunde geprüft werden dürfen, oder nur solche, bei denen verletzungsbedingte Kupierung ärztlich nachgewiesen bzw. dokumentiert wurde). Ich finde es im Gegensatz zur Äußerung von der Patin eher Tierquälerei, die Rute so zu lassen, wie sie ist, wenn damit echt ständiges Aufschlagen, neue Schmerzen, Wundern und Tierarztbesuche vorgebucht sind (das bedeutet jetzt nicht, daß ich Dich für nen Tierquälerei halte, weil Du es erstmal nicht machen lassen möchtest - nur, daß das jetzt nicht falsch ankommt :-) ). Abgesehen davon - wenn Du jetzt dauernd ne aufgeschlagene Rute hast und die echt noch geheilt bekommst, und irgendwann sehr wahrscheinlich dann doch kupieren mußt bei ner größeren Verletzung, dann lieber glech kupieren und die mehrfache Verletzerei dem Hund ersparen.

    Man könnte natürlich wiederum auch ganz anders argumentieren: daß man dem Hund, bevor man ihn für die Bude passend zurechtamputiert, ein Zuhause sucht, in dem er so leben kann, wie er es gewohnt ist, und nicht operiert werden muß.....

    Aber das ist echt schwierig einzuschätzen, weil ich ja die Umstände, aus denen der Hund kommt, nicht kenne, den Vermittlungsgrund, und die Chancen, genau das, was er braucht, woanders zu finden....

    Edit: sollte doch erst zu Ende lesen, bevor ich schreibe..... *gg sorry.....

    Zum Thema Pfeife: kannst bei jedem Füttern dazu pfeifen, so trainierst Du nen zuverlässigen Pfeif-Abruf, ohne irgendwas machen zu müssen :-) Denn wenn Essenszeit ist, kommen alle Hunde gern her, und die Wahrscheinlichkeit, daß ers nicht tut, ist äußerst gering. Du kannst also nur Erfolg haben.....