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Ich finde einfach blöd, dass der Hund vom freien Leben (freie Entscheidung, ob rein oder raus, auf dem Hof mitgerannt) hier in eine Stadtwohnung kommt, sich erst an die Wohnungshaltung gewöhnen muss, überall gegenstößt, keine Sekunde alleine bleiben kann, weil sie bellt und wo gegenrennt, sich an ihre neuen Menschen gewöhnen muss... kurz: ihr Leben sich um 180 Grad gedreht hat und das erste, was wir tun, ist sie unters Messer zu legen. Davon legt sich die Trampeligkeit innerhalb der Wohnung auch nicht.
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Jo - aber ist es andersrum besser: kommt inne Stadtwohnung, nix gewöhnt, das ganze Leben hat sich geändert, und muß sich dann zusätzlich daran gewöhnen, für immer NOCH mehr (als für den Übergang von draußen ins Haus nötig) eingeschränkt zu werden, damit sie nicht irgendwo gegenschlägt mit der Rute. Das kann man ihr ja nicht erkären, und ich finde, das ist viel mehr Streß, als wenn sie nach dem Kupieren dann überall hin dürfte.....
Ich kann nur sagen, meinen Bossi hab ich kupiert bekommen als Jagdhund, bei dem wurde ein Wirbel zu viel amputiert, er hat mehr oder weniger nur ein "Stummelschwänzchen" *gg (ok ich übertreibe), aber er kann sich körpersprachlich ganz normal miteilen und kommuniziert mit allen Hunden verständlich. Man muß ja auch net alles wegnehmen, sondern halt nur so viel, daß das Verletzungsrisiko durch Gegenschlagen weitestgehend ausgeschlossen ist.
Der Gedanke an ne Amputation einiger Schwanzwirbel mag anfangs befremdlich wirken, aber wenn man das in so einer Situation macht, kann einem keiner nen Vorwurf machen (würde vorher auch zu dokumentationszwecken Fotos von der verletzten Rute machen, um auf Anfrage nachweisen zu können, daß verletzungsbedingt amputiert wurde. Weiß net, wie das ist, wenn man z.B. eine BH mit dem Hund würde machen wollen oder so, ob da "einfach so" kupierte Hunde geprüft werden dürfen, oder nur solche, bei denen verletzungsbedingte Kupierung ärztlich nachgewiesen bzw. dokumentiert wurde). Ich finde es im Gegensatz zur Äußerung von der Patin eher Tierquälerei, die Rute so zu lassen, wie sie ist, wenn damit echt ständiges Aufschlagen, neue Schmerzen, Wundern und Tierarztbesuche vorgebucht sind (das bedeutet jetzt nicht, daß ich Dich für nen Tierquälerei halte, weil Du es erstmal nicht machen lassen möchtest - nur, daß das jetzt nicht falsch ankommt :-) ). Abgesehen davon - wenn Du jetzt dauernd ne aufgeschlagene Rute hast und die echt noch geheilt bekommst, und irgendwann sehr wahrscheinlich dann doch kupieren mußt bei ner größeren Verletzung, dann lieber glech kupieren und die mehrfache Verletzerei dem Hund ersparen.
Man könnte natürlich wiederum auch ganz anders argumentieren: daß man dem Hund, bevor man ihn für die Bude passend zurechtamputiert, ein Zuhause sucht, in dem er so leben kann, wie er es gewohnt ist, und nicht operiert werden muß.....
Aber das ist echt schwierig einzuschätzen, weil ich ja die Umstände, aus denen der Hund kommt, nicht kenne, den Vermittlungsgrund, und die Chancen, genau das, was er braucht, woanders zu finden....
Edit: sollte doch erst zu Ende lesen, bevor ich schreibe..... *gg sorry.....