Beiträge von BieBoss

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe. Jedes Kommando darf nur noch mit dem neuen Freigabewort aber nicht mehr mit einem anderen Kommando aufgelöst werden? Das wäre doch bestimmt im Alltag oder im Sport ziemlich hinderlich?

    Nicht unbedingt generell - aber halt anfangs zu Übungszwecken. Ich habs im Alltag auch so, bei mir ist Freigabesignal "OK". Die Hunde müssen an der Türe warten, wenn wir zur Kellertüre rausgehen, und auf OK dürfen sie losrennen. Wenn jemand mit Hund entgegenkommt, müssen sie warten und auf OK dürfen sie hin (nach Absprache mit dem Halter). So verstehen sie schnell, was das bedeutet. Deswegen ist es trotzdem so, wenn wir BH-Schema in der Prüfung laufen (Rettungshundeprüfung), daß der Vorsitz dann nicht mit OK, sondern mit FUß-Kommando aufgelöst wird. Ist halt quasi ein zusätzliches Kommando, das ich in den ersten Tagen so verdeutliche. Wie beim Sitz-Üben, wenn man als Hilfe mit dem Zeigefinger auf den Poppers tippt, wenn der Hund Fragezeichen in den Augen hat *gg (meine Blindeline sieht einen erhobenen Zeigefinger so schlecht *gg) Macht man ja auch net dauerhaft oder immer, sondern nur, bis es verstanden ist. Und dann kann mans nutzen, wenns passend erscheint.

    Ich lasse meine Hunde generell auch net absitzen, wenns Futter gibt - aber zum Einüben des Freigabesignals kurzfristig wars hilfreich, so ein paar Tage halt, bis verstanden wurde, was das heißen soll.

    @Dackelbenny:
    "Der Rückruf funktioniert ja, es ist nicht so, dass meine Hündin nicht folgsam ist, aber sobald die Leine ab ist, läuft sie ziemlich weit vor."

    Aber Du schriebst ja, daß wenn der Hund so weit weg ist, sie dann losrennt, wenn sie was in die Nase kriegt oder sieht. Also funktioniert der Rückruf nur in Schlepp-Reichweite. Und das wars, was cih sagen wollte: in Schlepp-Reichweite üben, dann ohne Schlepp selbe Reichweite, dann Reichweite langsam erhöhen. und in der Zeit (net fürimmer und ewig!) den hund immer wieder zurückrufen, sodaß er innerhalb von (erstmal) 15-20-30 etc. Metern bleibt. Bis es halt auch auf den von ihr bevorzugten 100 Metern funzt :-)

    Klar ist dauernd rufen erstmal doof, aber ist ja nur begrenzte Zeit, zum Üben - oder Du nimmst erstmal 20 Meter Schlepp, und steigst dann zur Sicherheit auf 30 Meter Wäscheleine, 40 Meter Wäscheleine etc. um (Schlepp wirst in der Länge net kriegen), dann brauchst auch net dauernd zurückrufen, und der Hund gewöhnt sich an diesen etwas geringeren Radius, und in dem Abstand kannst dann wieder Rückruf üben, dann wieder ohne Leine und mit zurückrufen, wenn er an die aktuelle Grenze kommt.

    Ist erstmal viel Arbeit, aber irgendwann Hat der Hund raus, daß er in dem max Abstand bleibt, und der Rückruf klappt dann auch in größerem Abstand.

    Außerdem könntest statt Rückruf-Signal im imaginären Schleppleinenende ein eigenes Kommando einführen wie "Ende" oder so. Evtl. auch ein WARTE, wenn dieser Abstand erreicht ist, und dann Freigabe, wenn Du weitergehst. Vielleicht einfacher umzusetzen?

    Viele der "Freiläufer" haben einen natürlichen oder erlenten Radius von 10-15 m. Warum soll ein Hund, der an der 15 Meter Schleppe ist dann unausgelasteter sein?

    Ich würde mir da kein schlechtes Gewissen einreden lassen.

    Hm - kommt auf den Hund an, würd ich sagen. Nen Terrier unter 20 Jahren, der einen natürlichen Radius von 15 Metern von sich aus hält, würd ich erstmal zum Arzt bringen *ggg (ok, ich weiß, das ist übertrieben *gg Sagen wir unter 18 Jahren.)

    Und wenn ich dem Hund diesen Radius antrainiere - wie soll der anständig rennen? Da isser doch mit 2 Galoppsprüngen schon außerhalb des Radius. DAS ist für mich kein Freilauf...

    Schlechtes Gewissen braucht sicher dann keiner zu haben, aber ich würde, wenn ich zur Sicherheit (wg. Jagen o.ä.) diesen winzigen Radius brauche, den Hund trotzdem mal auf ner eingezäunten Wiese frei laufen lassen wollen, damit er richtig Bewegung bekommt und rennen kann.

    Und wenn ich euch schon mal hier habe: gibt es eine Möglichkeit das Verharren/Vorstehen wieder aufzulösen? Denn manchmal würde ich mit Elvis dann auch gerne wieder weitergehen, bevor er wieder von sich aus in die Welt zurückkommt. .....

    Ich würde einfach generell ein Freigabesignal für Kommandos einführen. Normalerweise sollte ein Hund ja ein Kommando so lange ausführen, bis er was Anderes gesagt bekommt, damit man nicht immer BLEIB oder so sagen muß. Und wenn man dann weitergeht und WEITER sagt, bedeutet das, daß das vorhergehende Kommando aufgelöst wird. Dieses "einfach weitergehen" o.ä. würde ich einfach durch ein generelles Freigabewort ersetzen, das in allen Situationen gleich ist. Nicht mal SITZ mal WEITER mal PLATZ, um das vorhergehende Kommando zu beenden.

    Das dann üben, bis er verstanden hat, was es bedeutet.

    Und irgendwann lobst halt, wenn er lange genug vorgestanden hat und Du weiter möchtest, und gibst dann das geübte Freigabesignal.

    Evtl. vorher sogar das Vorstehen mit nem Namen (Kommando) versehen, sodaß der Hund begreift, er muß so lange vorstehen, bis er Freigabe kriegt.

    Ich könnte schon die ganzen Geschichten erzählen. Aber das verstehen hier drin nur wenige.
    Nicht ich hab das gesagt. Das sagen Leute, die meinen Hund kennen. Und die spielen in einer anderen Liga...

    Schade, daß wir alle zu dumm sind dafür :lol: :lol: :lol:

    Die Geschichte dazu hätte mich nämlich brennend interessiert! :ugly:

    Und oh - die spielen in ner anderen Liga.... *vollbeeindrucktbin.......

    ......Ich weiss nicht, warum ihr aggressive oder jagende Hunde habt. Man sagt ja, dass jeder Hund "neutral" geboren wird. Also liegt der Fehler woanders :-D Was macht ihr falsch?
    ......

    Ganz einfach: Frieda wurde artgenossenaggressiv bzw. -panisch aus dem Tierschutz übernommen. Da liegt tatsächlich der Fehler woanders - nämlich in der Vergangenheit. Falsch mach ich denk ich nix dabei - so viel wie wir inzwischen erreicht haben :-)

    Klar - besser geht immer. Aber die Richtung gefällt mir, und wenn man nicht von heute auf Morgen ans Ziel kommt, sondern länger braucht, heißt das ja nicht unbedingt, daß man was falsch macht. Man muß ja auch erstmal rausfinden, wie man bei jeweiligen Hund weiterkommt. Und auch ein Anti-Jagdtraining funktioniert nicht von heute auf morgen. Im Gegenteil - das kann Monate dauern, v.a. wenn man nicht viel Erfahrung damit hat, der Hund vorher bereits jagdliche Erfolge hatte, und dann auch noch u.U. an falsche Trainer gerät.

    Also nicht vorschnell urteilen :-)

    ....aber eine Spur kann ich bei aller Liebe nicht rechtzeitig erkennen - bin ja kein Jagdhund. :D

    .....

    Aber Du kannst immer den Moment erkennen, in dem der Hund was Spannendes entdeckt - und je schneller Du den Hund von der entdeckten Duftquelle abrufst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß er noch nicht fest "angedockt" hat auf der Spur und sich noch abrufen läßt. Aber dafür muß man Hundi natürlich im Blick haben :-) Daher - siehe voriger Beitrag von mir....

    .....das Problem ist nur, sie läuft von Haus aus weit (100m) voraus sobald die Leine ab ist, da mag sie nicht mehr gemächlich bei mir bleiben und nach Mäusen schnüffeln/graben wie es an der Flexi/Schlepp der Fall ist. Ich muss dann natürlich irgendwann pfeifen, weil die Entfernung zu groß wird. Sie kommt dann ganz flott angeschossen, um sich ihr Lob abzuholen und schon sprintet sie wieder weit voraus bis ich wieder pfeifen muss. Zwischendurch hält sie an und schaut, ob ich noch da bin. So hat sie zwar ziemlich viel Bewegung, aber mit Gassigehen hat das nichts zu tun.

    Hm - daran hatte ich mit Bossi damals als Erstes gearbeitet: Schlepp dran, und deren Radius war seiner. Bis er von alleine nicht mehr reingebrettert ist, sondern den Umkreis eingehalten hat. Dann wieder ab und an ohne Schlepp, aber jedes Mal, wenn er zu weit ging, wieder abgerufen, bzw. mit einem Räuspern oder aufstampfen meines Fußes aufmerksam gemacht, daß was Falsch war, und er kam wieder in den Radius zurück. Erst wenn Rückruf etc. in dem Radius leinenlos klappen, kann man dann weiterarbeiten, und den Radius wieder vergrößern, egal, wie weit der letztlich sein wird - aber dann eben mit funktionierendem Abruf oder Abbruchsignal im Gegensatz zu vorher.

    Denn es ist ja nunmal so: je weiter weg der Hund, desto geringer Dein Einfluß. Und wenn der Abruf auf große Entfernung nicht klappt, auf kleinere Entferung übt sichs besser. Und wenn der erstmal automatisiert ist, und Hundi net jedes Mal darüber nachdenkt, ob Kommen sich lohnt, sondern einfach lostürmt, dann kann der Radius wieder größer werden.

    Auslastung:
    Wir können es zur Zeit leider nicht. Sie ist eine absolute Sportskanone. Und um sie mal wirklich platt zu bekommen, bräuchte sie richtig Action. Aber sie hat Angst vor schnellen Bewegungen (kein Joggen), Angst vorm Fahrrad, durch ihre Unverträglichkeit gibt es keinen Hundeplatz (sämtliche Sportarten werden hier nur in Gruppenkursen angeboten) usw.

    Hast Du mal gefragt, ob Du den Platz als Mitglied in einem Hundesportverein in der trainingsfreien Zeit für den Freilauf oder um selbst zu arbeiten nutzen dürftest? Ein Vereinsbeitrag kostet selten mehr als 50,- € im Jahr, denke ich,das würde isch schon lohnen.