Beiträge von BieBoss

    Also unser Rüde ist kastriert, diskutiert aber trotzdem mit jedem
    unkastrierten Rüden. Das können wir auch nicht so ganz verstehen.
    Versucht einer bei ihm aufzureiten, gibt es sofort eine heftige Ansage,
    das akzeptiert er gar nicht. Meistens ist es danach aber erledigt.

    Als wir ihn bekamen war er ca. 2-3 Jahre und gerade frisch kastriert.
    Ich kann mir eigentlich nur denken, dass dieses Verhalten 'erlernt' ist,
    mit Hormonen kann es ja nun nichts mehr zu tun haben.

    Normale hundliche Kommunikation hat doch nix mit Hormonen zu tun..... Klar funktioniert die auch bei kastrierten Rüden. *gg

    Ist doch bei Menschen nicht anders, es gibt mental Stärkere und mental Schwächere.

    Die Einen sagen was, und das wird gemacht, ohne überhaupt nachzufragen, und ohne daß derjenige dem Anderen eigentlich überhaupt was zu sagen hätte. Die Anderen können das halt nicht.

    Böse gesagt: Das sind dann beim Menschen diejenigen, die sich im Job über "Du machst das jetzt, weil ich das will" oder "Ich bin der Chef" definieren, aber sicher nicht durch Führungsqualitäten bestechen. *gg Oder die Eltern, die mit dem alten "Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst..." argumentieren....

    An Lefzenhochziehen, wie es Newton macht, ist nichts mißzuverstehen. Das ist ganz klare Kommunikation, daß ihm das nicht paßt. Wenn der Andere aber mental stärker ist (der nimmt Newton nicht einfach nicht ernst, sondern ist einfach stärker in dem Moment), wird der sich halt durchsetzen, indem er sagt "Und Du bleibst jetzt stehn!" Das ist ganz normale Kommunikation.

    Indem Rafaela dann dem hund sagt, was er tun kann, hilft sie ihm doch durch die Situation duch, und er lernt, damit umzugehen. Er sieht dadurch, daß sie bei ihm ist, weil sie ja die Situation unter Kontrolle hat und sagt, was er tun kann, udn er ist somit nicht alleingelassen.

    Wenn man das als Halter nicht ab kann, muß man dem Hund beibringen, gar nicht erst zum Anderen hinzugehen, oder nach eigener Einschätzung den Hund vorher abrufen. Aber den hund hin zu lassen, und dann in die Kommunikation einzugreifen kann halt immer böse enden, und das muß nicht sein. Wenn ich in so ne Situation mit meinen Hunden komme, und der andere Halter greift ein und das eskaliert deswegen, dann kann er sich was anhören. Der ist dann nämlich schuld dran, wenn ein Hund irgendwo nen Riß hat - und hinterher darf ich dann zahlen (ok - 2 Stiche mit der Nadel tun dem Geldbeutel jetzt nicht weh, ist aber nervig - muß ja auch für den Hund net sein), weil er die Situation mißverstanden hat. Das würde mich schon richtig ärgern.

    Und von wegen Revier - das hat doch nichts mit dem Revier zu tun. Der könnt genauso gut aufm Marktplatz stehn. Das hat damit zu tun, daß dieser Hund schnuppern möchte, mental in dem Moment der Stärkere ist, und dies deswegen durchsetzt. Soviel Kommunikation darf schon sein.

    Nein, Zollkontrolle sich nicht. Aber wenn der Hund hingeht, dann muß er sich mit dem Anderen auch auseinandersetzen. Wenn er das nicht mag, soll er bitteschön fernbleiben. Wasch mich, aber mach mich net naß geht nicht. Meine Biene ist auch so eine - will immer fremde Leute beschuppern und evtl. Leckerli abstauben. Aber wehe, die Leute bücken sich (freundlich!) und fassen sie an - dann weicht sie aus oder knurrt gar. Inzwischen laß ich sie gar nimmer hin, weil mich das nervt. Sie könnte gleich fernbleiben und ihre Neugiernase woanders reinstecken, dann muß sie die Leute nicht abwehren. Ist ja nicht so, daß die hinter ihr hergerannt wären, sie ging freiwillig hin.

    Auf Menschen übersetzt, um das zu verdeutlichen: wie zwei begegnen uns. Ich gehe auf Dich zu, erkennen Dich als DF-Schreiber, und sage hallo, gebe Dir die Hand. Dann willst Du mit mir bissel Smalltalk machen, und ich sage auf einmal: "Laß mich gefälligst in Ruhe!" und gehe einfach. Deine Reaktion in dem Moment wäre bei guter Laune sicherlich ungefähr: "Häh? Gehts noch? Was hat DIE denn....." mit einem Kopfschütteln.... Und Du würdest Dir denken, wenn die net mit mir reden will, soll sie halt einfach weitergehen - aber sie kam her und hat angefangen, und dann geht die einfach..... :-)

    Abgesehen davon: wie schon geschrieben: Du kannst am Verhalten des Anderen nichts ändern. Also zeig ich meinen Hund mit dem "Warte", wie er sich verhalten kann, um solche Situationen gelassen hinter sich zu bringen. Alternativ, wie gesagt, laß ich den Hund gar nicht erst hin, wenn ich Angst habe, Hündchen könnte bei vollkommen normaler Kommunikation Schaden nehmen, oder wenn ich weiß, daß mein Hund eben einfach nicht adäquat kommuniziert /kommunizeren kann, wie z.B. meine Frieda durch ihre Blindheit. Aber ein eingreifenin so ner Situation ist nicht die Lösung der Wahl, weils einfach die Eskalation hervorrufen kann. Nicht muß, aber kann.

    Manchmal glaube ich übrigens, daß (auch und gerade) hier im Forum viele Halter ihren Hunden schlichtweg zu wenig zutrauen, und zu viel abnehmen. Hey - die sind besser in ihrer Kommunikation als wie je werden könnten, obwohl wir sprechen können! Und dann frage ich mich, was war zuerst da - kann der Hund vielleicht nicht adäquat kommunizieren, weil ers (dank zu viel Betuddeln?) einfach nicht lernen konnte, oder müssen die Halter ihnen das tatsächlich abnehmen, weil die Hunde (überzüchtet? verweichlicht?) nicht mehr kommunizieren können heute? Oder nehmen die Halter ihnen das ab aus übergroßer Angst, es könnte was passieren, weil sie schlichtweg ihre Hunde nicht (mehr) lesen können? Wie war doch gleich der Lieblingsspruch meiner Staffel-Ausbilderin: "Vertrau Deinem Hund". Klar - man muß manchmal eingreifen, v.a.wenn man weiß, man hat da nen kleinen Pöbler sitzen. Aber man sollte halt auch wissen, wanns angebracht ist, und wann man besser machen läßt. Das ist schwer, und in vielen Hundeschulen wird das einfach nicht gelehrt, denn dazu muß man auch lehren, wie man einen Hund liest.... Das erscheint mir manchmal schon "höhere Schule" für Viele.... Aber genug philosophiert.... *gg Ging ja um Deine Frage, warum nicht in dieser Situation eingreifen.

    Edit: oh Gott, so viele Fehler - sorry, bin auf Arbeit......

    Das frag' ich mich auch immer. Ich kenne eine ganze Reihe Aussiezüchter, die von ihren Welpenkäufern erwarten, dass sie impfkritisch sind und barfen, 2 wollen sogar, dass der Hund nur am Geschirr, nie am Halsband geführt wird und 1 "verpflichtet" die Leute dazu, später bei ihr Trainingsstunden zu nehmen........

    Is doch genial - impfkritisch bin ich, barfen tu ich auch. Daß ich den Hund nur am Geschirr führe, könnt ich blind unterschreiben (weil ich die Hunde eh 99% nicht an der Leine führe *gg sondern über Körpersprache und Wortkommandos), und Trainingsstunden nur bei ihr - kein Problem - ich brauch nämlich keine.... *gg

    Nur schade, daß ich keinen Aussie haben mag...... Schade, hätt so schön gepaßt *gggggg

    Heute in der Früh, im strömenden Regen: Rüsselline startet hinter zwei Tauben nach übers Stoppelfeld, ich pfeife, sie macht kehrt (sicher nur, weils so nass war, sonst hätte sie sich ein paar Meter mehr Verfolgungsjagd gegeben ;) ). Steht da an der Ecke eine ältere Dame mit dickem Cocker und sagt, als wir an ihr vorbei gehen (Rüsselvieh am Trockenfleisch schnuppernd, der Spaniel dezent knurrend) "Das geht bei denen? Dachte, Terrier kann man nicht rufen!" :D

    Da hättste kontern müssen: "Rufen schon - aber kommen tun die dann nur bei absoluten Profis!" :headbash:

    .....
    Aber auch von Nicht-Shibahaltern das gleiche Problem: Als ich mit Mila bei der Rettungshundestaffel auftauchte, wollte man mich direkt wieder wegschicken, weil man da nur Hunde gebrauchen kann, die sich 'was sagen lassen'. :dead:

    :shocked: :shocked: :shocked: Ich hoffe, Du hast Euch anschließend ne anständige Staffel ausgesucht? So einen Schmarrn hab ich auch noch net gehört. Bei uns wird eher drauf geschaut, daß die Hunde selbständig arbeiten dürfen und net dauernd rumgeschickt werden wie in manchen Staffeln, wo noch mit Revieren gearbeitet wird, und dann muß man sowas hören..... in welchem Jahrhundert sind die denn....

    Was habt Ihr denn für frier-Terrier?? Mein Bossi (Rauhhaar) braucht im tiefsten Winter keinen Mantel mit seiner Unterwolle. Der wird auch bei strömendem Regen nicht wirklich naß bis auf die Haut.

    Und so wie der immer rennt, ist dem eh eher zu warm als daß er frieren würde, der kleine Bekloppte.... *gg

    Biene friert schon eher - aber is ja auch kein Terrier, sondern Pudel, und ohne Unterwolle is klar, daß es irgendwann kühl wird. Derzeit isse frisch geschoren, friert aber auch nur, wenn wir rumstehen - und das kommt seltenst vor.

    Frieda (Glatthaar) ist auch recht resistent. Die wär eigentlich kein Frierhund, aber rennt halt nimmer ganz so viel mit ihren 14. Wenn wir rumstehen oder schnuppernd rumbummeln bei größerer Kälte, geht sie auch gern wieder heim anschließend. Aber sie fühlt sich bei niedrigeren Temperaturen sauwohl, im Sommer bei 40 Grad ging sie 5 Schritte und hat mich angeguckt, ob ich a weng doof bin, bei der Hitze rauszugehen *gg Recht hat sie ja eigentlich..... :-) Aber ich mag halt nun mal eine Pfützen in der Wohnung..... Die hat auch kein Mäntelchen, noch nie gebraucht. OK, wenn sie alt wird, dann kriegt sie vielleicht eins, wenn sie´s braucht. Aber momentan, so als Jungspund *gg, kann sie noch gut ohne.

    Zum Thema Impfung/Entwurmung: mach Dich schlau, was Du wirklich an Chemie in den Hund reinstopfen möchtest, sehr viele Impfungen sind heutzutage nicht unbedingt notwendig, je nach Haltung des Hundes. Leptospirose zB hilft gegen 2-3 von über 400 Leptospirose-Erregern und hält eh nur 1 Jahr, Zwingerhusten kommt eher in großen Beständen vor mit hohem Ansteckungsrisiko und evtl. schlecht hygienischen Bedingungen. Da mußt Dich einfach mal schlau machen, gibts ganz viel dazu im Internet. Ich schau da auch gezielt impfkritische Seiten an - denn der Doc empfiehlt oft alles mögliche an Imfpungen, weil der davon lebt, bringt ja Geld. Und dann einfach eigene Meinung bilden, Grundimmunisierung der wichtigsten Dinge. und aufpassen: Staup, Parvo, Tollwut etc. gibts heut alles schon als 3-Jahres-Impfung. Allerdings zählt die nur als Solche, wenn der Dc auch die 3 Jahre einträgt (ist auch abhängig vom verwendeten Impfstoff, glaub ich, nicht alle Imfpstoffe haben Zulasseung für 3jährigen Impf-Abstand). Also mußt Du dem Doc sagen, daß Du den 3 Jahre gültigen Impfstoff haben willst, und aufpassen, daß er die 3 Jahre auch im Impfpaß einträgt.

    Und wenn der Doc lege artis handelt, dann kommt ERST die Wurmkur, und paar Tage später, wenn die verarbeitet ist, die Impfung. Hintergrund: der Hund darf nur im gesunden Zustand geimpft werden. Wenn der Körper schon mit Würmern zu tun hat und dadurch geschwächt ist, dann noch ne Impfe reinjagen, das streßt den Körper mehr als nötig.

    Achja - zum Thema Wurmkur: man kann nicht "präventiv" Wurmkuren geben. Wurmkuren töten ausschließlich vorhandene Würmer, hat der Hund keine, ist sie sinnlos.
    Wenn ich heute ne Wurmkur verabreiche, kann der Hund morgen mit ner toten Maus schon wieder Würmer aufnehmen - dann muß wieder entwurmt werden. Die Wurmkur beugt also keineswegs vor wie zB ein Zeckenmittel, das ja auf dem Hund bleibt und Zecken weiterhin vertreibt, sondern tötet echt nur das an Viechern, was zum Zeitpunkt der Verabreichung im Hund ist.
    Ich mache sowas daher überhaupt nicht mehr, sondern gebe Kotproben (3 Tage hintereinander gesammelt) ab, und wenn da nix drin ist, gibt´s auch keine Chemie.

    Bei mir würde das also so aussehen (wenn überhaupt): Kotprobe abgeben, bei negativem Ergebnis (keine Würmer) könnte geimpft werden. Bei Wurmbefall Wurmmittel in den hund, paar Tage später erst Impfung.

    ........Auf deine Ausführen jetzt basierend hätte ich da folgende Ideen.
    ...........Wäre es da besser auf Gassi gehen erst mal zu verzichten? Unser Hof hat gut 300qm. Reicht das erst mal um den noch kennen zu lernen, oder doch 2-3 Gassi gehen für ein Paar Minuten? Immer gleiche Strecke mit so wenig wie möglich Menschen und Hunden.
    Die Leinenführung würde ich auch erst mal hinten an stellen.

    Wie sieht es mit spielen auf dem Hof aus? wie viel sollte man da machen? Oder auch erst mal warten damit?

    MFG Steffen

    Ich würde schon Gassi gehen, eben kleine Strecken mit wenigen Herausforderungen, wie beschrieben. Weil Du ja geschrieben hast, er fängt an, auch draußen zu machen. Wenn der Hund die Möglichkeit hat, regelmäßig draußen Geschäfte zu erledigen, wird er irgendwann zumindest die großen Geschäfte von sich aus nur noch draußen erledigen, wenn er erkannt hat, daß der Hof zu Eurem Grund gehört. Hunde machen eigentlich nur im eigenen Gelände, wenn sie keine andere Chance haben, wenn sie raus können, wird eher draußen gemacht. Es sei denn, man bringt ihnen das absichtlich bei, daß sie im Garten sollen. Beimir ist der Garten aber tabu - kein Bock auf hundliche "Geschäfte" zwischen meinen Blumenköhlern und Salatköpfen, und ich mag im Sommer da auch net reintreten barfuß..... *gg

    Außerdem muß er ja behutsam lernen, mit Neuem umzugehen. Also komplett Aufregungen fernhalten wäre kontraproduktiv, er soll und darf schon Sachen kennenlernen, aber halt in kleinen Schritten, damit er nicth überfordert ist, sondernlernt, damit umzugehen. Und das erreichst Du nicht, wenn Du Neues komplett meidest. Also auf alle Fälle Gassi gehen. :-)

    Spielen auf dem Hof - warum nicht. Solange der Hund das mitmacht und es ihm gefällt! Einfach bisserl auf Körpersprache achten, wenn er ausweicht, oder der Schwanz Unsicherheit zeigt, das Spiel etwas ruhiger werden lassen. Muß man halt austesten, was er mag, und was er doof findet :-)

    Denke, draußen unterwegs spielen würde ich derzeit nicht, einfach, damit der Hund die Chance hat, alles unterwegs auf der kurzen Strecke auch wahrzunehmen und auch zu verarbeiten, da würde Spiel ihn nur ablenken, und wenn er sich im Spiel rumdreht und dann unerwartet vor für ihn "komischen" Dingen direkt steht, könnte er auch wieder erschrecken. Wär doof. Draußen Gassigehn, "komische Dinge" vertraut machen, indem man sie gemeinsam erforscht, am nächsten Tag gucken, ob er an derselben Stelle mutiger vorbeigeht etc. - dann habt ihr schon den ersten Erfolg.
    Auch viel schnuppern lassen draußen - Gassizeit ist Hundezeit, und auch geruchlich verarbeitet er ja die erhaltenen Infos - welcher Hund hat wo hingepieselt, gestern Abend, heute Morgen und eben schon wieder. Wenn er den Hund dann später mal live sieht, weiß er dann schon Bescheid, der Geruch ist vertraut. Oder: wie riecht´s beim Nachbarn an der Ausfahrt - und wenn er den Nachbarn dann irgendwann auch sieht, erkennt er den Geruch wieder. Dann sind fremde Hunde und Menschen anfangs gleich gar nicht mehr soooo fremd. Mein Bossi schnuppert und markiert immer so viel unterwegs, ich sag immer, der könnte nach jedem Gassigang ein Buch schreiben, welcher Hund wann wo Gassi war *gg