Beiträge von BieBoss

    Der arme Hund - der macht die ganze Zeit, was er soll (nämlich sich hinsetzen) und Du weißt das gar nicht zu würdigen.... :lachtot: :lachtot:

    Naja, ich würde mal sagen (ohne, daß ich jetzt alles gelesen habe), daß der Hund halt gelernt hat, SITZ heißt "Beweg den hintern zum Boden". Nicht: "Beweg den Hintern zum Boden und laß ihn dort".

    Training: SITZ Kommando geben, Leckerli. Sitz-Kommando geben, ne Sekunde warten, Leckerli. Sitz-Kommando geben, zwei Sekunden warten - Leckerli. etc.etc. Sobald Hund es schafft, aufzustehen, war das Warten ein Stückerl zu lang, wieder nen Schritt zurückgehen.

    Mit war das zu doof, deswegen hab ich damals ein BLEIB eingeführt mit Handzeichen. Also: Sitz-Kommando und BLEIB. Dann kann ich inzwischen Ballspielen, und der Hund bleibt (ok - das hab ich auch stufenweise eingeführt, klar). BLEIB heißt bei uns aber bleib dort, egal, oder grad sitz oder steh oder im Liegen, er soll einfach an Ort und Stelle bleiben. Weils mir für den Alltag einfach wurscht ist, ob der Hund liegt oder steht, während ich quatsche, solang er die Klappe hält und net rumhüpft.

    Du könntest auch ein Freigabesignal einführen, das Du nach jedem Kommando gibst: Sitz-Kommando, Freigabehörzeichen, Leckerli. Das muß aber so getimt (juhu - ein Anglizismus *gg) sein, daß das Freigabezeichen kommt, bevor der Hund auch nur Anstalten macht, den Poppers zu erheben. So verknüpft er auf Dauer das Freigabesignal mit dem Aufstehen und wird irgendwann einfach sitzenbleiben, wenn das Freigabesignal dann eben mal NICHT kommt.

    Wenn ers dann kann: Sitz-Kommando, Hund setzt sich. Hund sieht aus, als denkt er grad ans Aufstehen, und Du gibst ein NEIN. Oder "NEIN-Sitz". Aber vorher muß er gelernt haben, daß er sitzenbleiben soll auf das Kommando hin.

    Außerdem: daheim generell feste Plätze einführen, auf denen die Hunde zu bleiben haben, wenn nicht explizit was Anderes von Euch gefordert wurde, und der jeweils andere PLatz ist ein absolutes tabu! Damit auch die ältere Hündin einen Rückzugsort hat, wenn die Jüngere grad nervt, und die Jüngere die unsichtbare Grenze um das Körbchen der Älteren herum (ca. 1 Meter weit)als Tabuzone begreift. Das muß halt in der ersten Zeit beobachtet werden und konsequent eingeschritten werden - sind halt paar Tage, wo Du immer anwesend sein mußt, um das durchzusetzen. Aber der Aufwand wird sich lohnen. Immer einen einsperren würde ich nicht, höchstens wenn Du grade partout kein Auge drauf haben kannst, weil Du kochst, oder im Bad bist etc., dann kann man die Jüngere kurz in der Box sichern.

    Generell Grenzen: wenige setzen, aber die dafür ganz konsequent einhalten lassen - von allen Familienmitgliedern!

    Also, nen Terrier, der eh schon zumindset Hunden gegenüber griffig ist, zu einer älteren und noch dazu kranken Dame zu tauschen, hört sich für mich nicht wirklich sinnvoll an. Die Terrine braucht wen, der ihr energisch Grenzen zu setzen versteht. Lieber wenige Grenzen, die aber ganz konsequent einhalten lassen.

    Evtl. bestünde ja für Euch die Möglichkeit, einmal - zweimal die Woche die Jüngere Deinem Mann zur Arbeit mitzugeben (an festen Wochentagen), und einmal die Woche die Kids zum Sitter zu bringen für 2 Stunden (wahlweise den Sitter kommen zu lassen oder bei Freunden zum Spielen abzugeben, auf Basis von Gegenseitigkeit), und in der Zeit könntest Du mit der Terrine was arbeiten in einer guten Hundeschule/Verein. Fährten, Unterordnung, was auch immer ihr Köpfchen auslastet und ihr die Flausen bissle austreibt. Und dort könntest Du evtl. auch Tips zum heimischen Umgang mit den beiden bekommen, weil die den Hund dann vor Ort kennenlernen. Notfalls Mantrailing-Training, wo Du die Kinder (wie alt sind die?) mit einbinden kannst, indem sie gesucht werden oder so!

    Die alte Hündin kann, wenn Du in der Hundeschule bist, während der 2 Stunden allein daheimbleiben - die wird aufatmen, wenn sie 2 Stunden ohne Terroristen-Terror hat :-) :-)

    Oder (die zeitsparendste Version) Ihr macht abwechselnd mit den Hunden Suchspiele daheim, wo die Kids Leckerli in der Wohnung
    verteilen dürfen: Würstel (riecht intensiv) in der Ecke, unterm Stuhl, aufm Regal in Reichweite, im Türgriff der Küchen-Unterschranks, im Hausschuh, unter einer Teppichecke, in der Spielzeugkiste vom Hund, im Körbchen verbuddelt, aufm Schoß vom Kind, das irgendwo sitzt (das aber nur, wenn der Hund die Kids nicht angeht wegen Ressourcen!), neben dem Körbchen, etc. Erst teilweise sichtbar versteckt, damit der Hund den Spaß hat und versteht, um was es geht, udn dann immer schwieriger - mal versteckt, mal höher im untersten oder zweituntersten Regalfach, auf dem Kinderhochsitz etc. Gibt soo viele Möglichkeiten, den Hund daheim zu beschäftigen. Achtung: die andere Hündin in der Zeit ins andere Zimmer, um Ressourcenstreitereien zu verhindern, und anschließend tauschen - wenn die Junge platt ist, darf sie nebenan schlafengehen, und die Ältere darf suchen. Altersangemessen halt.

    Oder Du läßt die Kinder Leckerli in Zeitungspapier verpacken - ein Wienerle-Scheibchen in eine Zeitungsseite. Zusammenknüddeln, in ne Kiste werfen. Weitere leere zusammengeknüddelte Seiten dazwischen. Gut durchmischen. Hund darf jetzt die Kiste nach den Leckerli durchsuchen und muß sie aus den Zeitungsseiten rauskruschteln (ok - teppichloser Fußboden mit Besen ist eine guute Variante für dieses Spiel, also am besten in der Küche, da ist ja meist kein Teppich, denn die Schnipsel wollen ja net für immer da einsam liegenbleiben). Damit isser ne Weile beschäftigt und hinterher müde. Und die Kids freuen sich über Beschäftigung mit dem Hund. Leckerli in ne leere Plastikflasche (PET-Flasche), ein paar Löcher in die Flasche basteln, durch die einzelne Leckerli gerade so rausfallen können. Jetzt muß Hund die Flasche so lange kullern, bis alle Leckerli rausgekommen sind, wenn er dran will - erfordert Geschicklichkeit, dauert, macht Hund müde. Oder ne Portion Leckerli an die Kids verteilen, und die kullern abwechselnd ein Leckerli durchs Zimmer, das der Hund dann jagen und futtern darf. Das sind alles nur Kleinigkeiten, die man bei genügend Zeit zwischendurch einsetzen kann, zB als Pause zwischen zwei Hausaufgaben oder so, oder mal kurz nachm Mittagessen, bevor die Hausaufgaben anfangen, oder direkt nach dem Mittagsschlaf (je nach Alter halt), weils auch die Kids im Kopf frei macht für die nächste Aufgbae und ihnen Bewegung und Spaß verschafft. Dann haste Hund und Kids gleichzeitig beschäftigt und adäquat ausgelastet *gg

    Das mit dem Leckerli-Kullern kann als Impulskontrolltraining ausgeweitet werden: Hund liegt, Leckerli kullert, und erst auf Kommando darf Hund das Leckerli holen. Wenn er nicht wartet, die ersten Mal anleinen bis zum Kommando, daß ers holen darf. erstmal 3 Meter weit weg von ihm das Zeugs kullern, dann immer näher hin - und er darf sich net rühren, bevor er Kommando zum Holen (bei mir entweder "ok" - das Freigabesignal oder "nimms!" oder "hols Dir!") kriegt.

    Man muß sowas nicht jeden Tag der Woche machen - hört sich jetzt recht aufwendig an, das sind aber alles nur kleine Spielchen, die aber insgesamt dem Hund Spaß vermitteln und ihn fordern und fördern. Wenn Du sowas schon 1-2mal die Woche mit einbringen könntest, wäre schon viel geholfen in Sachen Auslastung! Bloß nicht jeden Tag, das könnte den hund dann hochpushen und eine gewisse Erwartungshaltung fördern.

    Und mit der strikten Trennung: jetzt sucht die Jünger, dann die Ältere, vermittelst Du dem Hund gleichzeitig, daß jeder seine Zeit kriegt, der Ältere nicht benachteiligt wird und auch noch kann, und daß auch der Ältere seine Zeit hat, während der jüngere halt dann entspannen kann (muß er natürlich erst lernen). Dafür kann man die Jüngere der Älteren auch gerne zugucken lassen beim Suchen - entsprechend gesichert natürlich mit Leine oder Kindergitter, damit sie net vor lauter Frust, daß sie nimmer dran ist, auf die ältere losgeht. Auch mit der Reihenfolge des Spiels kannst Du arbeiten. Wenn Du erst die Ältere nimmst, und die Jüngere in der Zeit Impulskontrolle macht (zwangsläufig *gg wenn sie zuschauen muß), zeigst Du der Jüngeren, wer die höhere Stellung in Deinen Augen hat. Dann aber bitte anschließend nur dann mit der Jüngeren spielen, wenn sie nicht vor lauter Frust getobt hat in der Zeit - sonst würdest Du das ja noch bestätigen.... Sollte das vorkommen, Spiel mit der Älteren fertigmachen, und die Jüngere so lange dort belassen, bis sie sich beruhigt hat. Dann kann sie drankommen. Wenn Ihr dann noch Lust habt. :-)

    Ich arbeite Vollzeit. Noch Fragen? :-)

    OK - meine Tochter ist tagsüber daheim. Aber die lastet auch nur mittels Kuscheln aus, und geht halt mittags ne halbe Stunde-Stunde raus. Fällt eher nicht unter jagdlich Auslasten...

    An jagdlicher Auslastung kriegen die zwei echt nur am Wochenende das Trailen - und das reicht denen, dann liegen die den ganzen Nachmittag tot im Körbchen. Gassi gehts mit Tochter mittags, mit mir früh und abends. Wenn ich lange auf bin, evtl. so um 23 Uhr nochmal Pipirunde.

    OK, ab und an kann ich sie in die Arbeit mitnehmen, dann sind sie halt dabei und beobachten das Treiben vor der Türe. Dann sind sie abends platt *gg Vor lauter Beobachten.

    Ich geh mit den Jagdis nicht länger Gassi als mit Biene. Am Wochenende mach ich öfter mal nen 2-3 Stunden Spaziergang mit der ganzen Truppe - aber echt nur Schnuppern, kaum Beschäftigung unterwegs. Ja - mal ein Jackpot für einen tollen Rückruf, ein Zerrspiel oder so, klar, um den Radius (für Jagdiverhältnisse) klein zu halten. Oder 50 Meter Leinenführigkeit (dann muß ich aber schon seeehr ambitioniert sein *gg Meist will ich einfach nur in Ruhe rumlaufen aufm Feld oder im Wald am Wochenende). Und morgens treffen wir auf unserer Runde gern mal 3-4 Hundehalter, die wir kennen, und mit deren Hunden rennt Bossi gern mal (die Frieda ja so eher gar net mit anderen Hunden, aber das ist ja ein anderes Thema.... *gg)

    Ok - laaange Zeit hab ich Anti-Jagdtraining gemacht (ich glaub, das hab ich im Forum in gefühlt tausend Threads schon viel beschrieben, u.a. nach Gröning), aber das geht von der Zeit her beim Gassigehn nebenbei: Rückruf-/Impulskontrolltraining, Radiustraining (Schlepp), Aufmerksamkeitstraining, Spiel und Leckerli mitgenommen (um interessant zu sein für den Hund, damit der Rückruf lohnenswert wird). Sowas ist schon auch Kopfarbeit, die den Hund müde machen kann, klar - aber keine jagdliche Beschäftigung in dem Sinne. Und einmal hab ich ein Anti-Jagd-Seminar gemacht, einen Tag lang.

    Ansonsten: die ersten 1-2 Jahre Hundeplatz, bis zur Begleithundeprüfung - das ist ja auch kein Aufwand, den man für einen anderen Hund nicht machen würde.

    PS: ich habe übrigens 2 Exemplare davon daheim als Familienhunde, die werden einmal die Woche mit Trailen beschäftigt, und das war´s, was gezielte Auslastung betrifft. Auch ein Jagdterrier muß nicht von früh bis spät jagen, um glücklich zu sein (sonst wären alle Jägerhunde todunglücklich, die jagen nämlich auch nur ein paarmal im Jahr, ist nämlich i.d.R. nur Hobby und nicht Hauptjob des jeweiligen Jägers!). Ein Fährtentraining erscheint mir eine sehr gute Auslastung zu sein für die Jagdis (sowas muß ich ja sagen, wenn ich traile *gg - aber bei meinen ist es tatsächlich so.), wenn sie nicht "professionell" jagen sollen und dürfen. Wenn Du Dir das also vorstellen könntest - warum nicht?

    Es sind wunderbare Hunde, auch wenn so Mancher sie sich nicht zutrauen würde. Will halt net jeder nen Labbi oder gar Aussie.

    Ganz toll - alle haben jetzt vor dem "bösen Jagdterrier" gewarnt und die Hunde "schlecht gemacht", und nun? Was ist jetzt gewonnen? Ein Jagdterrier hockt im Tierheim, und jetzt, wo sich einer für ihn mal interessiert hätte, macht derjenige nen Rückzieher. Klasse..... Also hockt er halt weiterhin da drin.

    Dieser Krambambulli-Text ist dermaßen überzogen, daß es schon nicht mehr feierlich ist! Es steckt sicherlich ne ehrbare Ambition dahinter, nämlich dem Otto-Normalverbraucher die Idee "Jagdterrier" ganz schnell aus dem Kopf zu schlagen, weil das einfach nunmal ein recht spezieller Hund ist. Finde ich auch gut so - ein Ersthundehalter, der sich einen Jagdi vom Züchter holen wollte (mal abgesehen davon, daß er dort keinen bekäme), würde den Hund sicherlich schneller wieder abgeben, als er sich im ersten Moment verliebt hatte. Sicherlich wird jeder Jagdi-Besitzer über den ein oder anderen Satz aus der Erzählung schmunzeln, und den ein oder anderen Wesenszug seines Hundes dort wiederfinden. Aber kein Hund vereint ausschließlich alle negativen Merkmale einer Rasse in sich (zumal es Ansichtssache ist, was man überhaupt als negativ empfindet!), sodaß man nicht immer nur das Worst Case Szenario vor Augen haben muß!

    Wenn dieser an sich gut gemeinte Text nun hier mißbraucht wird, um nem Jagdi, der im Tierheim sitzt (!), eine (vielleicht derzeit die einzige) Chance zu vermasseln, finde ich das schon bissel - naja..... Ich sags höflich: nicht wirklich dem ursprünglichen Zweck des Texts entsprechend.

    Ja, Jagdis sind speziell. Aber sie sind auch nur Hunde (und ich bin jetzt nicht der absolute Profi in Sachen Jagdis, war Ersthundehalter bei Biene, und 8 Monate später kam schon der erste Jagdi, und ich lebe immer noch und bin sehr glücklich mit denen - sonst wär die zweite Jagdterrine nicht zu uns gekommen!) und haben nur 4 Beine und eine Nase, und wer bereit ist, an sich und dem Hund zu arbeiten (das muß man mit jedem Hund), und sich dessen bewußt ist, was in dem ein oder anderen Punkt auf ihn zukommen kann (sollte man bei jedem Hund), wer die Geduld hat, dem Hund Dinge halt auch 2 mal oder 5mal zu zeigen, und den Humor mitbringt, der bei nem Terrierkopp generell einfach Grundvoraussetzung fürs Zusammenleben ist, und wer eine eigene Meinung auch beim Hund schätzt und mal (!) gelten lassen kann - für den kann dieser Hund genau DER Hund sein, der in sein Leben paßt. Klar kann der Hund sich nach ein paar Wochen erst richtig zeigen - aber tut das nicht jeder Hund? Erstmal ankommen über Wochen hinweg? Ist doch normal.... Egal, ob Tierheim- oder Züchter-Hund.

    Ich finds echt generell gut, wenn Leute davon abgehalten werden, privat Jagdis zu halten, weil das Risiko einfach zu groß ist, daß viele davon den Charakter des Hundes nicht realistisch einschätzen können und der ja sooo süße Knopfaugen hat... Nicht umsonst findet man die inzwischen doch öfter mal im Tierheim - abgegeben wegen Überforderung, wie mein Bossi damals (aber auch, weil sie schlichtweg bei der Jagd "abhanden" kommen). Mit diesem Hintergrund ist der Krambambulli-Text auch klasse!

    Aber wenn einer davon mal im Tierheim sitzt, und die Leute so sehr davon abgeschreckt werden, nen Jagdi zu halten, daß sich keiner mehr traut, einen da rauszuholen - wo bitte sollen dann diese Terrier hin? Lebenslänglich Tierheim? Ich glaube nicht, daß das im Sinne des Krambambulli-Texts wäre, zumal er/sie ja selbst Jagdhunde aus dem Tierschutz vermittelt bzw. zu vermitteln hilft. Halt an den richtigen Halter. Aber das sagt mir, daß ihm/ihr schon daran liegt, die Hunde eher gut vermittelt zu sehen statt im Tierheim. Und diesen Text dann dazu zu verwenden, eine Tierheim-Vermittlung eines Jagdis zu verhindern, finde ich nicht gut. Ist meine persönliche Meinung, ich schreib´s schon dazu :-)

    Insofern, liebe TS: laß Dich nicht von all den Schreckensgeschichten (von Leuten, die zu 99% nie einen Jagdi hatten) von dem Hund abhalten, wenn Du ihn so kennengelernt hast, daß Du Dich für ihn entschieden hättest. Ein Jagdi ist das, was der Halter mit der Zeit aus ihm macht, und wenn man sich vorab informiert über die Rasse und wie Du schon jetzt weiß, daß er den Hund adäquat auslasten möchte und Spaß daran hätte - dann bilde Dir selbst ein Urteil (Du kennst Dich am besten und kannst am besten beurteilen, ob Du mit einem etwas eigenwilligen und sehr triebigen Hund zurecht kommen könntest), und entscheide dann möglichst objektiv. Ich möchte Dir jetzt den Hund nicht zwangs-aufdrängen, um Gottes Willen - aber wenn Du der Meinung bist, Du könntest mit dem Kerle doch Spaß haben und ihn verstehen, dann laß ihn Dir nicht "madig machen".

    PS: ich habe 2 Jagdterrier UND 2 (lebende!) Katzis. Gehen tut alles - wenn man das zu trainieren bereit ist. Allerdings sage ich immer dazu: wenn ich nicht im Haus bin, sind die Tiere getrennt. Die Katzen machen nämlich gern Rennspiele, was den Jagdi dazu provozieren könnte, hinterherzugehen - nicht, daß der Jagdtrieb irgendwann mal "überschnackelt", und der Hund mal kurz zupackt und schüttelt und sich hinterher wundert, warum der ursprüngliche Spielgefährte auf einmal bewegungslos daliegt.....*hust.... Aber wenn ich daheim bin, gibt nie Probleme, die Katzis haben in luftiger Höhe zufluchtsorte, wo das Jagdvolk net raufkommt, und daheim ist der Hund eh "gechillt" (auch wenn ich dieses Wort eigentlich gar nicht mag *gg)

    Ich finde, der Hund sieht aus wie ein Deutscher Pinscher :ka: .

    EINDEUTIG Jagdterrier - Schwanz ist auch kupiert. Und ein bildschöner noch dazu.....

    Hach - ich wünsch mir ein Schloß - für jeden hund, in den ich mich verliebe, ein Zimmerchen *gg

    Jagdi geht bei entsprechender Auslastung und Durchsetzungsvermögen seitens des Halters durchaus als Familienhund. Hat man Letzteres nicht, wird er einem ganz schnell entgleiten - und dann haste Spaß *gg

    Sehr temperamentvol, aber wenn er ausgelastet ist, "chillt" der in der Wohnung wie jeder andere Hund auch.

    Womit Du rechnen mußt: viiiiel, viiiel Anti-Jagd-Training (zumal du nicht weißt, ob er jagdlich geführt worden ist!) Bis der zuverlässige rückruf klappt (das kann Monate bis Jahre dauern), ist Leinenpflicht angesagt, oder eingezäunte Auslaufgebiete. jedenfalls nicht zur Dämmerung leinenfrei im Wald *hust.....

    Oh weh - Marmor.... Da sag ich nix zu, weil ich Angst hätte, daß man es nur schlimmer macht, egal, was man einsetzt :-)

    Aber gegen den nächtlichen Besucher könntest ja mal was zu tun versuchen, damit´s nicht nochmal vorkommt:
    - Hund hinter der Haustüre schlafen lassen - wenn Marder & Co. kommen, schlägt er (hoffentlich) an und erschrickt das Viechzeugs so, daß es weicht und sich merkt, daß es sich dort nicht gemütlich k.ckt....
    - nen Ast als Deko mit auf die Treppe legen, den Deine Hunde "zufällig" vorher angepinkelt haben. So als kleine Abschreckung..... Wenns nach Hund riecht, ist die Treppe beim "Täter" vielleicht recht schnell verpönt. Andererseits - daß da Hunde wohnen, können die doch so auch riechen, oder...... Ihr werdet ja doch ab und an mit dem Hund über die Türschwelle gehen, spätestens zum Gassi *gg

    Und was ist dann der Lerneffekt beim Hund? .....

    Ganz einfach - "wenn ich net komme auf Abruf, werde ich abgeholt"..... Beim nächsten Mal kommt er lieber gleich.

    Und wenn er das dabei nicht verinnerlicht (weil nur einmalig), hat man halt einfach nur Management in der Situation betrieben. Kommt ja auch vor, daß man in einer Gefahrensituation einfach kein adäquates Kommando parat hat oder dieses noch nicht so gut "sitzt", dann muß man sich halt dazwischenschmeißen *gg Zumindest ist der Hund dann nicht plattgefahren und hat die Chance, noch zu lernen, daß er aufs erste Mal kommen soll :-)

    Zu der Frage, wie man diese Situation sonst hätte lösen können:
    Ich hätt diese Situation über ein einfaches "Sitz" gelöst. Meine Hunde bleiben am Straßenrand auch gut sitzen und können ein Auto passieren lassen, auch wenn ich gegenüber stehe. Heute früh zB kam von hinten ein Auto bei uns in einer wenig befahrenen Seitengasse, Biene ca. 50 Meter voraus am Schnuppern. Bevor ich die herrufe und die die ganze Strecke heranlaufen muß (während der Autofahrer unseretwegen warten muß), sage ich "auf die Seite" und gebe Sitz-Kommando, das klappt auch auf diese Entfernung zuverlässig bei Biene und bei Bossi. Und Fusselchen is eh an der Leine :-) Die Leute fahren bei uns dann auch echt im Schritt-Tempo vorbei.

    Diese Variante setzt natürlich voraus, daß der Hund das "auf die Seite" oder zumindest (wenn er da schon ist) das SITZ-Kommando bereits kennt und zuverlässig immer und überall ausführt.

    Theobroma: Der Terrier hat schon ganz viel wtp. Ich sag nur immer (habs schonmal irgendwo geschrieben), den muß man sich erstmal verdienen. Wenn man das geschafft hat, machen die Kerle alles für einen. Klar, sicherlich nicht dieses "Hundeführer befiehl, wir folgen Dir" eines Schäferhundes - aber sie haben große Freude daran, mit Dir zu arbeiten, und tun dies dann mit ganzem Herzen und leuchtenden Augen. Auch mal, ohne jedes Kommando zu hinterfragen...

    Aber klar - die Motivation ist ne andere. Nicht, weil sie´s partout Dir recht machen wollen, sondern weil´s ihnen mit Dir Spaß macht. Und genau so lange, wie es ihnen mit Dir Spaß macht. Wenn man das rausgefunden hat, weiß man auch, wie man sie anpacken muß, um den wtp rauszukitzeln.