Beiträge von BieBoss

    Hm - hört sich danach an, als hätte der Hund einfach keine Frusttoleranz gehabt... Die wird mit Wasserflasche auch nicht besser *gg Aber zumindest hat er damit gelernt, daß er mit dem Verhalten nicht durchkommt. Oberflächlich habt Ihr Euer Ziel erreicht.

    Ob das Gefühl des Frusts deswegen weg ist, wage ich zu bezweifeln (daher besteht das Risiko, daß er in anderen Frust-Situationen wieder zurückfällt, dessen muß man sich halt bewußt sein.).

    Ich würde daher bei so nem Hund eher daran arbeiten, den Frust ertragen zu lernen bzw. die Frustschwelle zu erhöhen, bei der der Hund ausrasten "muß" bzw. zu müssen glaubt.

    Bin aber kein Trainer, so ne Ausbildung kann ich mir (leider) net leisten.... Aber bissel was nimmt man ja doch mit in 9 Jahren Hund bzw. davon 7 Jahren Rettungshundearbeit mit erfahrenen Trainern :-)

    Mein Bossi hat anfangs auch an der Leine unglaublich rumgepöbelt - das war nur Frust. Weil er nicht hin durfte. Weil: "alle Hunde sind nur fürs Terriertier zum Spielen geboren." Denkste..... Irgendwann habe ich ihm einfach beigebracht, daß ihm das Getobe nix nutzt. Freigabesignal eingeführt. Und dann immer, wenn er pöbeln wollte, als Alternativverhalten Fußgehen gefordert. Erst an der Leine, später frei im Fuß. So an dem anderen Hund vorbei. Ist er anständig vorbei, bekam er hinterher auf Absprache mit dem anderen HH als Belohnung die Freigabe, daß er hin durfte. In den Situationen war der Frustlevel dann auch schon so niedrig nach dem Passieren des Hundes, daß er dann nicht vor lauter Frust auf den anderen Hund los ist (das passiert ja gern mal, daß der andere Hund in so Situationen dann den Frust abkriegt und gar net weiß, wie ihm geschieht), sondern sich anständig benommen hat. So hat er aufgehört, andere Hunde bei Begegnungen als Frustauslöser zu sehen, weil er wußte, mit (in meinen Augen) gutem Benehmen darf er anschließend gerne hin (oft, nicht immer). Inzwischen darf er immer noch ab und an hin - aber er hat durch dieses Üben auch (juhu) ungeplant verinnerlicht, daß man nicht daran stirbt, wenn man mal nicht zum anderen Hund hinläuft, und kann doch tatsächlich inzwischen von sich aus Hunde einfach vorbeilaufen lassen.... :-)

    ......Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps wie man den kleinen Räuber n bisschen runterbringen kann.
    Danke :-)

    Ich würde auch versuchen, sein Pensum etwas runterzuschrauben. Man neigt ja doch immer mal dazu, dem neuen Familienmitglied gleich alles zeigen zu wollen, stundenlang Gassigehen zu wollen, allen Freunden den Welpen zu präsentieren etc. etc.

    Aber der Kleine hat derzeit genug dait zu tun, den Verlust der Mutter zu verkraften, Euch kennenzulernen und zu beobachten, herauszufinden, was ist erlaubt und was nicht (beißen zB *g), zu lernen, wo der Futter- und Wassernapf steht, wann es Futter gibt bei Euch, zu merken, ob Ihr ihn beschützt, wenn er Angst hat, oder er Dinge selbst regeln muß (Letzteres sollte nicht der Fall sein!), stubenrein zu werden, sich melden zu lernen, wenn er mal muß - und viiiiel zu schlafen und ab und an zu futtern. Allein die Umstellung auf die neue Familie, u.U. auchneues Futter und die neuen Hausregeln (zB wenn er nicht aufs Sofa oder in die Küche darf, oder wenn zB vormittags nicht gespielt werden soll o.ä.) ist so anstrengend, daß der Welpe eigentlich freiwillig ins Körbchen fallen sollte. Notfalls nachhelfen mit nem Kauknochen, den´s nur im Körbchen gibt, und ber dem er dann (hoffentlich) einschläft.

    @Labbijenny: wenn ein Hund mein Abruchsignal in Sachen beißen nach mehreren Monaten immer noch ignoriert, sodaß ich dann auf den Junghund mit ner Wasserspritze loszugehen mich genötigt sehe, dann hat vorher etwas mit der Konsequenz oder der Deutlichkeit des Abbruchs nicht funktioniert... (Körpersprache? Tonfall? Nachdruck?) Denn wenn ich ein Verhalten abbreche, dann führt der Hund das hinterher definitiv nicht weiter aus. Und ich hab dickköpfige Terrier.... Man muß dazu nicht prügeln oder Wasserspritzen. Aber halt schon überzeugend klarmachen, daß das net geht. Bzw. erstmal dem Hund zeigen, was er alternativ machen kann - Kauknochen geben o.ä., denn wenn er nicht weiß, was er tun soll (Knochen statt Euch zu beißen), dann kann ich ihn auch nicht dafür bestrafen, daß er Euch beißt.

    Hey, wiejetztich - gaaanz ruhig.... Tiiief ausatmen. :-)

    Vergiß nicht: für die Hunde ist diese Situation doch auch ganz neu, und die merken, daß Du total durch den Wind bist. Das mit dem Chaosmachen und dem Reinpieseln würde ich dem erstmal zuschreiben. Die müssen den neuen Tagesablauf oder das Nichtmehrsehen des Ex-Partners ja auch erstmal kennenlernen und verkraften. Wie sollen die Hunde entspannt sein, wenn es in Dir momentan so emotional aussieht....

    So - und jetzt mach Dir erstmal einen Tee oder Kaffe und setz Dich mit den Hunden hin und knuddel die ne Runde. Das wirkt nämlich unheimlich entspannend.

    Und dann fang an, weiterzuplanen. Und zwar alleine. Ihr könnt alles miteinander regeln, wie ihr womit verfahren wollt - aber versuch, daß DU selbst Dein Leben planst, wie es ablaufen kann. Setz nicht auf ihn dabei, denn Du schaffst das selbst. Natürlich wirst Du Dich erstmal neu sortieren müssen, ganz klar, wenn man so lange zusammen war. Aber es gibt auch ein Leben als Person, nicht nur als Paar! Auch Du wirst irgendwann dastehen und sagen: Ich habe es geschafft! Geschafft, Dir ein eigenes Leben neu aufzubauen. Geschafft, es mit den Hunden zusammen zu bewältigen. Geschafft, wieder lachen zu können, geschafft, neue Freunde gefunden zu haben.

    Erstmal ist es toll (ja, so schwer die aktuelle Situaton auch sein mag!), eine Entscheidung zu haben (Respekt für diese Ehrlichkeit auch an Deinen Mann! Das kann nicht jeder....). Denn: jetzt weiß Du, in welche Richtung Du weiterplanen kannst. Ja, es ist wahnsinnig schmerzhaft im Moment, ganz klar. Aber (auch, wenn Dir das momentan nicht weiterhilft) ich finde, es ist viel schlimmer, nicht zu wissen, ob man noch eine Chance hat, immer darüber nachzudenken, wirds nochmal oder nicht, zu schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung, jedes Wort des Partners darauf hin zu prüfen, ob er einem tatsächlich noch eine Chance gibt. Dann lieber wissen, woran man ist, und man kann die neue Aufgabe anpacken und sich darauf einstellen.

    Traurig sein darf man - das gehört dazu, und es hilft, die Situation zu verarbeiten. Immerhin mußt Du Dich von einer Vorstellung von einem Leben mit Deinem Mann verabschieden. Diese Vorstellung war ein Teil Deines Lebens. Das wird sciher lange dauern, das zu verarbeiten.

    Aber sei mutig - es erscheint nur jetzt hoffnungslos, weil Du einfach vor einem weißen Blatt Papier stehst, wo eben noch das "Familienbild" in Deiner Vorstellung stand. Du weißt nicht, wie es weitergehen wird. Aber nutz die Chance - das weiße Blatt kannst Du selbst bemalen, ganz alleine. So, wie es Dir gefällt. Und wenn Du tausend Hunde draufmalst, und Dich erst einmal nur damit beschäftigen möchtest, dann wird das gut sein. Für Dich. Und es wird niemanden mehr stören. Dein Leben, Deine Zukunft, und Du darfst ganz alleine entscheiden, was Dir gefallen würde. Mal Dir aus, wie Du die Wohnung (oder eine neue) gestalten wirst, welche Farbe bekommen die Wände, wohin stellst Du diesen Sessel, auf dem Du gerade sitzt. Welche Freunde lädst Du zur Einweihung ein? Kleinigkeiten, die jetzt beim Lesen totaaaal banal erscheinen mögen angesichts der derzeitigen Situation. Aber: sie stehen für Deinen Neuanfang. Für das Planen Deines nächsten Lebensabschnitts. Und damit hast Du ihn eigentlich schon begonnen.

    Ich würde Dich gern ein bißchen trösten, obwohl wir uns ja gar nicht kennen. Ich kann das von Dir Geschrieben so nachfühlen. Aber vielleicht helfen Dir meine Sätze ein bißchen weiter und Du findest den Mut, Dich auf einen Neuanfang bald positiv einzulassen, ohne nur die Schmerzen zu empfinden, auch wenn diese im Moment natürlich überwiegen. :streichel: Laß Dich nicht unterkriegen - alles Gute!

    .......
    Ich könnt noch unter die Bilder schreiben "wir haben Dich nicht vermisst" - innere Fackelzüge können gut tun. :xmas_kilroy_sofa:
    ....

    Sag ich doch :ugly:

    Und weißt Du was - mach doch was, mit dem er überhaupt nicht rechnet: lade ihn zur gemeinsamen Weihnacht bei Euch ein...... Was meinst, wie der guckt, der fällt bestimmt vom Hocker! Dann soll er bissel mitplanen, was es zu essen gibt, Du fragst ihn, was er gern hätte..... Anbieten, den Hund mitzubringen (gib dem Hund dann heimlich nen Löffel Leberwurst mit Baldrian drin, damit er ruhe gibt.... *gg), frag ihn, ob der Hund ein Körbchen braucht, oder die dicke Flauschdecke vom Sofa reicht. Eben, als wäre nie etwas gewesen. *hehe - allein das Gesicht mir vorzustellen, würde mir Freude bereiten.... (immerhin, der macht das ganze Theater ja nur, weil er weiß, er kann Euch damit ärgern. Wenn er merkt, daß er seinen Zweck damit nimmer erreicht - vielleicht läßt ers? Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben....)

    Na gut - vielleicht nicht sehr aussichtsreich, angesichts der Tatsache, daß nun die Anwälte sprechen - aber die Vorstellung allein ist schon nett.....

    Ich denke, das ist eine gute Idee, Dir die Hündin nochmal anzuschauen, und parallel einen Vergleich zu suchen, auch was die Züchterin selbst betrifft. In Sachen Betreuung der künftigen Kunden bzw. Beratung scheint sie ja nicht so erfahren zu sein.

    Generell bin ich schon der Meinung, daß man einfach zusammenwächst. Gerade, wenn man sich für die Rasse schon fest entschieden hat, dürfte das kein Problem sein. Aber wenn Du natürlich so gar nicht mit der Kleinen warm wirst, dann ist es vielleicht nicht das Beste, sie trotzdem zu nehmen. Wie die Anderen schon geschrieben haben: wenn man nicht ganz überzeugt vom Hund selbst ist, fallen schwierige oder negative Dinge einfach dann schwerer ins Gewicht. Ich glaube, die Anderen wollten nicht schreiben, daß Du das dann letztlich an dem Hund auslassen würdest, sondern einfach (und das ist total menschlich), daß man halt schlichtweg viel eher genervt ist von Pfützen oder Zerstörungswut o.ä., wenn der Welpe nicht der ist, den man haben wollte. Weil man immer denkt, das wäre mit dem Anderen vielleicht nicht so schlimm gewesen. Oder weil man einfach ganz unbewußt noch so ein kleines negatives Gefühl dem Welpen gegenüber hat, ganz im Hinterkopf.

    Bei uns war es so, daß ich bei Biene aus dem 5er Wurf noch aus 4 Hunden wählen konnte. Ich wollte unbedingt ein Mädel, und die Hunde waren zum teil kurzhaarig und bunt gefleckt (weiß-hellbraun-schwarz), und zwei waren ganz schwarz, diese beiden mit Pudelfell, und beide wunderschön. Eines davon ein Mädel. Hätte auch jederzeit eines der kurzhaarigen Mädels haben können. Wollte aber schwarz. So - das war kein Klick-Erlebnis oder so. Die Besitzerin hat sie als die Frechste im Wurf beschrieben - ich fand das schon ganz passend für uns :-) Als ich dann zum ersten Mal dort war (sie war 5 Wochen alt), schlief sie (zufällig) fast den ganzen Nachmittag. Kurz, bevor ich dann gehen mußte, hatte ich mit allen Welpen schon herumgekaspert - nur mit ihr nicht. War irgendwie voll enttäuscht. DIESE Schlaftablette sollte die Frechste sein? Hmmmm..... Tja - dann wachte sie irgendwann doch auf. So richtig. Und schwupps, war der ganze bis eben noch so ruhige Haufen von Welpen ein Riesen-Gewusel, das von einem kleinen schwarzen Etwas durcheinandergewirbelt wurde. Dann kletterte sie auf meinen Schoß - aber sie hatte keine Zeit, mich kennenzulernen, sie mußte weiter - wieder Welpen scheuchen und Welt erobern.... *gg Tja - so ist sie heute noch. Eigenwillig, seeehr selbständig, wer nicht funktioniert (als 4Beiner), wird zurechtgewiesen, dickköpfig, klug, unterwegs nur am Rennen, und sie weiß mich auch heute immer noch auszutricksen. Und ich bin ihr Gott :-) Für mich macht sie alles. Bei meiner Tochter stellt sie sich grundsätzlich dumm und guckt fragend. Meine Tochter (ja - die, die zeitgleich den spätpubertären vollkommenen unerzogenen eineinhalbjährigen Jagdterrier mit Links bändigte!) hätte dieser Welpe fast in den Wahnsinn getrieben zu Hundeschulzeiten, die sagt heute noch, NIEMALS würde sie mit diesem Hund ne Prüfung laufen wollen, weil die bei ihr macht, was sie will. Sie liebt die Biene, ganz klar, das schwarze Monster ist ihr "Schafi" - aber arbeiten, ne danke. Das ist einfach MEIN Hund. Ohne "Klick" ausgesucht, nur nach Aussehen und Temperament, und es hat trotzdem (oder deswegen?) gepaßt.

    Bossi hat sich eigentlich Töchterchen im Tierheim ausgesucht. Ja - ich fand ihn schon auch toll, der war SO bekloppt, das paßte einfach perfekt zu Biene. Aber es hat bestimmt ein Dreivierteljahr gedauert, bis ich mich mit ihm zusammengerauft hatte. Biene war so unkompliziert, hat alles gleich verstanden, gemacht, was ich sagte, die war mit 8 Monaten so ziemlich BH-reif. Und DER - der interessierte sich erstmal für gar nix, das nicht mindestens 4 Beine hatte und rennen konnte. und das wurde konstant gesucht. Mit der Nase, mit den Augen. Immer mußte man aufpassen, was der wieder für nen Sch.iß im Kopf hatte. Der ist mir am ersten Morgen gleich durchgegangen (Halsband zu weit gestellt, das ich vom Tierheim mitbekommen hatte). Der ging jagen, hat sich NULL für uns interessiert. Dennoch konnte ich ihm einfach nicht böse sein, der hat sich mit seinen Knopfaugen hingestellt und mich angewedelt und war SO glücklich, wieder bei mir zu sein - da konnte ich nie so wirklich böse werden. Terrier halt.... *gg
    Und durch die gemeinsame Beschäftigung, Hundeschule (wir haben dann nach eineinhalb Jahren die BH geschafft), die Beschäftigung damit, wie ich den Jäger mehr an mich binden könnte unterwegs, die Arbeit im jagdlichen Interessenbereich des Hundes (Jagdersatztraining: Mantrailen) hab ich gelernt, ihn zu verstehen, wir haben gelernt, aufeinander zu achten, und inzwischen liebe ich den Irren heiß und innig und würde ihn nie wieder hergeben. Was ich mir schon alles anhören durfte: "Oh Gott - DEN möcht ich nicht geschenkt haben!" ist nur einer der Sprüche..... Meine Antwort: "Hättste eh Pech gehabt: ich würde ihn nienicht hergeben." (Naja, war ne Schäfihalterin mit nem 8-9 Jahre alten Schäfer..... DEN hätt ich auch net genommen, dem haste im übertragenen Sinne die Schuhe beim Laufen ausziehen können, ohne daß er es gemerkt hätte. So kenn ich die Schäfis normalerweise nicht. Muß an der Halterin gelegen haben...).

    Frieda hab ich im Internet nach Bild ausgesucht. Entdeckt im Dez. 2008. Meine kleine Schönheit... Beschreibung: "8 Jahre alt, Jagdterrier, blind, aggressiv auf Hunde, seit 7 Monaten im Shelter, auf der Straße gefunden". Keine wußte, ob sie kastriert war... Also so ziemlich all das, was jeder sich wünscht, in einem Hund vereint.... *ironieoff.... Aber irgendwas hatte sie, ich weiß es bis heute nicht, was es war - ich mußte sie haben, obwohl ich sie überhaupt nicht kannte (obwohl ein Dritthund genausowenig wie der 2. geplant war!). Nach mehreren Wochen Mailverkehr mit den Tierschützern, und Bedenkzeit, und Überlegung meinerseits hab ich ja gesagt. Und es bis heute nicht bereut. In dem Moment, in dem ich sie am 5.2.2009 zum ersten Mal sah, da hat´s dann echt mal Klick gemacht, so würde ich das schon sehen, ja. Aber da war sie ja schon meine! Und trotzdem haben wir gekämpft mit ihren Problemen. Aber irgendwann kämpften wir dann miteinander gegen ihre Hunde-Panik und Aggressivität und den damit einhergehenden Streß. Frieda war wohl vom ersten Moment an MEINS. Nur vom Bild, wo noch gar nix KLICK gemacht hatte.

    Heute kann ich sagen, ich liebe alle 3 Hunde gleich! Das schwarze Wuschel, das als Welpe kam und mir das Leben echt einfach gemacht hat als Ersthundebesitzer, das drahthaarige Jagdmonster, das mit eineinhalb aus dem Tierheim kam, und an dem ich viiiiel gelernt habe, und das fast schwarze glatthaarige Model, das ich erst mit ca. 8 Jahren kennenlernen durfte, und mit dem ich meine Wissens-Grenzen nochmal ein ganzes Stück erweitern konnte. Wir sind zusammengewachsen, und sie sind einfach durch den gemeinsamen Alltag alles MEINE geworden.

    Und - ich habe nen Pudel(mix) und zwei Terrier - genau das an Hund, was ich vorher NIE haben wollte. Und sie sind MEINE - alle drei......

    So - jetzt hab ich Dir die Entscheidung nochmal ein Stückerl schwerer gemacht, fürchte ich *gg Aber wie oben schon kurz geschrieben: wenn Du explizit ein ungutes Gefühl hast, dann laß es. Man hat ja doch gewisse Erwartungen, und wenn der Hund die nicht erfüllt, ist es ihm gegenüber unfair, ihn das merken zu lassen, denn der gibt alles, was er kann. Aber auch Dir selbst gegenüber: ein Hund war Dein Traum, Du hast Dich so lange vorbereitet, die richtige Rasse gesucht - und wenns dann wirklich nicht paßt, dann wäre es doch schade um die ganze Planung, und letztlich wirst Du damit genauso wenig glücklich wie der Hund. Dann würdest Du Dir nämlich selbst keinen Gefallen tun.

    Ich unterscheide dabei: paßt es "nicht wirklich" auf den ersten Blick (will heißen, man ist noch nicht ganz überzeugt), oder paßt es "wirklich nicht"....(man ist absolut überzeugt, daß es absolut und partout nicht paßt). Was von Beidem es bei Dir ist, das wirst Du hoffentlich herausfinden, wenn Du am Wochenende dort bist, und vorher mit Deinem Mann besprechen. Und dann hab auch den Mut, es der Züchterin ehrlich zu sagen, wenns echt nicht paßt - das ist vielleicht kurz einen Moment peinlich, aber sie wird sicher auch dankbar sein, denn sie möchte ja auch das für ihre Welpen beste Zuhause, denke ich. Und da würde ich sie mit der Nase drauf stoßen: "Ich habe einfach das Gefühl, es paßt nicht, der Funke fliegt nicht, und Sie wollen für Ihre Welpen ja auch nur das beste Zuhause. Und ich denke nicht, daß ich das für diese Welpen bin". Oder so. Da kann sie schließlich nicht viel gegen sagen.....

    ...........
    Als wir sie abholten, war die Übergabe auf der Behindertentoilette - Zoey kam als erste raus, hing im Arm einer der Organisatoren und es wurde gefragt: "Zu wem gehört der hier?"
    .....

    :shocked: DAS mußte ich jetzt schon dreimal lesen, um es nicht falsch zu verstehen. :lachtot: :lachtot: (aber vielleicht denkt man da als Terrierbesitzer automatisch in ne etwas andere Richtung? *gg)

    Ich glaub ja, Sundri wird das dann plötzlich vermissen - getreu dem Motto: ohne ein bißchen Hundesabber ist man nicht richtig angezogen *ggg

    Nichts für ungut, aber ein bißchen Spaß muß sein, Sundri, oder? Lachen hält einen manchmal davon ab, durchzudrehen :-) und solange es bei der Vorstellung bleibt, jemanden dann ärgern zu können, ist es doch ok... Ich mußte jedenfalls schmunzeln.

    Versuch, die Vorweihnachtszeit trotzdem ein bißchen zu genießen - komm ein bißchen runter (der Anwalt arbeitet ja für Euch), entspann Dich, lächel freundlich, dann geht´s Dir vielleicht wieder ein bißchen besser, und Du hast neue Energien bis zur Klärung dieses chaotischen Zustands. :weihnachtslicht:

    Also - ich würde heute Abend erstmal auf den Freund zugehen, und fragen, ob er wirklich, wirklich daran interessiert ist, die Beziehung zu retten, weil er ja gesagt hat, daß es das ist, was er sich immer noch wünscht. Denn wenn das nicht der Fall ist, und da soll er selbst erhlich sein, dann ist jede weitere Sekunde im Gespräch fürn A... - und die würdest Du besser nutzen, Dein künftiges Leben alleine zu sortieren. Das kannst Du ihm auch klipp und klar so sagen.

    Du möchtest Ehrlichkeit, weil es sonst für beide Seiten keinen Sinn hat, nur um des äußeren Scheins Willen zu kämpfen.

    Und dazu gehört für mich aber auch, zu klären, warum "blond" - wars Zufall, weil er aus der Beziehung rauswollte und das nicht anders geschafft hat, und sie kam gerade recht, oder ist sie eigentlich der Grund für den Ausbruch, hat er nur jetzt gemerkt bei der Anderen, daß Du Dich zu sehr auf die Hunde statt ihn konzentrierst? Evtl. muß er selbst erstmal darüber nachdenken. Gib ihm die Zeit, und Dir auch. Ein paar Tage oder so.

    Wenn beide wirklich interessiert sind an einer Fortsetzung, dann würde ich mich nochmal zusammensetzen, und jeder bringt Ideen/Vorschläge, wie man den Alltag so abändern könnte, daß beide damit leben können. Klar - wenn Du bereit bist (was ist Dir selbst wichtiger? Könntest Du wieder mit ihm glücklich werden, wenn Du ihm zuliebe den Hudn abgäbest?), biete an, einen Hund wegzugeben, und dann gemeinsam neu zu starten. Oder die Aktivitäten mit den Hunden von z.B. 5mal auf 2mal die Woche Hundeverein zurückzuschrauben, sowas halt. Oder einmal die Woche nen Tag nur für Euch einzulegen, wo jemand Anderes fest auf die Hunde aufpaßt. Oder...oder... Laß ihn auch zu Wort kommen, was er für Wünsche/Vorstellungen hat, und geh darauf ein. Versucht, Raum für Euch zwei zu finden trotz Hund.

    Ist eine ganz schwere Situation jetzt, vor allem, weil ich glaube, daß jeder für sich erstmal entscheiden muß, ob eine Fortsetzung der Beziehung wirklich sinnvoll wäre, Du, ob Du ihm den Fehltritt verzeihen könntest und so tun, als hätte es den nie gegeben (ich könnte es nicht); er, ob er den Fehltritt auch nur als Solchen sieht. Und ob Ihr das beide wollt. Und unter welchen Bedingungen (zB daß er "blond" nie wieder sieht/kontaktet o.ä., das würde ich zB als selbstverständlich ansehen.).

    Ich wünsche Dir, daß Du den Raum findest, über diese Fragen nachzudenken udn Dir erst einmal selbst darüber klar zu werden. Und denk dran, wenn alle Stricke reißen: Deine Hunde brauchen Dich - Männer können ganz gut auch alleine leben. Die Hunde sind abhängig von uns Menschen. Und wenn Du jetzt tatsächlich einen Hund abgäbest, und Männe dann Wochen später doch aufgibt, ist auch nichts gewonnen....

    Also, bei mir hilft inzwischen, wenn ich das Zimmer verlasse, den Hunden einen Blick zuzuwerfen und ganz laut und streng zu meinem Teller "MEINS!!" zu sagen. :-) Also quasi den Anspruch nochmal zu sichern, damit die Hunde das nicht als "freigegeben" ansehen.
    Is ja auch vollkommen unnatürlich - normalerweise bedeutet es für den Hund, daß die Beute freigegeben wurde zum Verzehr, wenn der andere Hund das Ding verläßt und es ihm damit überläßt, das muß man denen erstmal erklären, daß ein kurzzeitiges Verlassen der "Beute" (sprich Mahlzeit) nicht bedeutet "Nimms".....

    Beim Wochenend-Brunch, wenn man kurz nach dem Kind gucken möchte o.ä., das im anderen Zimmer schläft, da kann ich ja nicht jedes Mal den kompletten Aufschnitt und den Teller präventiv vom Tisch räumen... Oder immer die Hunde rausjagen aus der Küche und die Türe hinter mir schließen. Fänd ich nen unverhältnismäßigen Aufwand. Ansonsten - nunja, die Hunde haben mich gut dazu erzogen, immer alles schön vom Tisch zu räumen nach dem Essen :-) :-) :-)

    Nen Kuchen aufm Tisch stehen lassen und dann das Haus für Stunden verlassen, das würd ich jetzt aber nicht, trotz des "Kommandos"..... *gg