Beiträge von BieBoss

    Falls du indirekt mich damit meinst. Wozu soll man einen 2 kg schweren Hund erziehen? Ist zwar schön und vorbildlich. Aber anrichten können die kleinen Pelzkäuele eh nichts. Ich finde ihn unerzogen manipulativ viel niedlicher. Wenn er sich so aufplustert und meint, ihm gehöre die Welt, beobachte ich ihn am liebsten.

    Ich finde meine Biene manipulativ auch am Liebsten. Weil mich einfach fasziniert, sie schlau die einen im Griff hat, wenn sie will.
    Deswegen fände ich es trotzdem megapeinlich, wenn im Dunkeln die Nachbarn gestellt würden, oder sie dauernd an Leuten hochspringen würde, oder wenn ich auf Besuch bin, vom Eßtisch klauen würde.
    Und wenn sie dann vielleicht noch unaufgefordert auf die Straße rennen würde, dann hätte sich das im dümmsten Falle mit der Freude am manipulativen Hund ganz schnell erledigt. Ein toter Hund manipuliert nämlich nimmer viel.
    Deswegen erziehe ich meinen 5-Kilo-Hund. Manipulieren darf sie (oder dies zumindest versuchen) - aber benehmen muß sie sich.

    Und wer meint, die könnten nichts anrichten, der soll mal zugucken, wie die Kleine nen hübschen Hühnerhals mit einem Happs durchbeißt und runterschluckt, oder nen Rinderknochen vernichtet...

    Dann üb doch mit ihm gezielt die Häufchensuche! :-)

    Denk Dir aus, was er tun soll, wenn er nen Haufen gefunden hat: Hinlegen, bellen, zu Dir kommen, was auch immer. Und das dann üben.

    Hund an die Leine, Gassigehen, Häufchen suchen. Bei jedem gefundenen Häufchen Hund kurz davor (sodaß er gerade so nicht drankommt, aber es natürlich schon wahrnimmt) dieses Verhalten auf Kommando ausführen lassen, dann Wienerle in den Hund. So lange, bis er, wenn Du mal etwas zögerst mit der Kommandogabe, von sich aus das Verhalten ausführt. Dann sofort wieder Wienerle rein.

    Wenn das Ganze so klappt, kannst der Übung nen Namen geben. zB "Wo ist das Häufchen?" Und wenn Du fertig bist mit der Übung, dann wird kein Haufen mehr gesucht und angezeigt, NUR auf Dein Kommando hin. In der Hoffnung, daß die Häufchen nicht noch interessanter werden (wie wenn man sie zB komplett verbietet), und der Hund dann unaufgefordert keine Häufchen mehr sucht, weils dann keine Bestätigung mehr gibt. Will heißen, wenn Ihr nicht das Kommando dazu gegeben habt, darf der Hund auf KEINEN Fall mehr einen Erfolg haben, spricht nen Haufen fressen können, und er wird von jedem Haufen (und v.a. Wegrändern!) weggeschickt (Abbruchsignal). Also erstmal Leinenpflicht in Häufchengebieten *gggg

    Ich würde erstmal Hundeschule komplett streichen. Erstmal ankommen lassen. Regeln daheim kennenlernen. Euch kennenlernen. Futterzeiten, Liegeplätze kennenlernen. Wer gehört zur Familie, erfahren lassen. Autofahren mit Euch zusammen zu schönen ruhigen Gegenden, wo ihr zusammen Spaß habt. Bissel Leinenführigkeit bei Bedarf. Was man halt zwingend im Alltag braucht. Alles Weitere hat Zeit - bis der Hund angekommen und etwas entspannter ist. Notfalls ein halbes Jahr.

    Und dann daheim schon mal ein Alternativkommando (Ihr müßt ihm sagen, was er tun soll, anstatt zu pöbeln oder Autos zu jagen. Nachdem er aber in der direkten Begegnung derzeit voll im Streß ist, kann er die Alternative nur zeigen, wenn die daheim und ohne Ablenkgung schon echt mega-gut sitzt.) trainieren, wo es ohne Ablenkung möglich ist. SCHAU oder SITZ oder WEITER oder FUß, was auch immer. Und wenn das dann daheim sitzt, mal draußen erst ohne und dann bei gaaanz leichter Ablenkung testen, ob das funktioniert. Dann ganz viel üben und nach und nach die Entfernung zur Ablenkung steigern, bzw. die Ablenkung an sich steigern. Quasi von "ein Mensch läuft etwas entfernt von Euch gesittet vorbei" über "ein Mensch läuft etwas näher bei Euch gesittet vorbei" über "ein Jogger läuft auf Entfernung von Euch zügig vorbei" über "ein Jogger rennt dicht an Euch vorbei" über "ein Kind spielt in der Nähe" hin zu: "auf dem Marktplatz Samstag vormittag" - ok, ich übertreibe, aber nur, damit Ihr seht, wie viele Abstufungen an Ablenkung es gibt, Ihr müßt da echt ganz kleinschrittig arbeiten.

    Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich gerade in der ersten Zeit diese Stressoren wie fahrende Autos oder Hundebegegnungen meiden. Erst, wenn der Hund Euch näher kennt und weiß, daß er sich auf Euch verlassen kann (kommt durch Erfahrung in verschiedensten Situationen, das geht net von jetzt auf gleich), wird er auch in der Stadt oder auf engen Wegen in der Lage sein, Hundebegegnungen so zu meistern, daß er sich dabei auf Euch verläßt und nicht anfängt, selbst Dinge zu regeln, indem er lospöbelt, oder angreift.

    Was gut helfen kann auch für unterwegs: eine Decke. Daheim als Ruhezone etabliert, dann langsam auch draußen einsetzen. Hund liegt darauf und kann entspannen, während er für ihn "komische" Situationen aus sicherer Entfernung (später dann immer näher, Stückchen für Stückchen) betrachten kann. Er lernt quasi daheim diese Decke als geschützten Rückzugsraum kennen, auf dem ihm nie etwas passiert (er darf dort nie bedrängt werden oder als Strafe hingeschickt werden!), sodaß er darauf total entspannen kann. Wenn das der Fall ist, mal draußen im Park weitab von jeder Ablenkung testen. Setz Dich aud ne Bank, die Decke daneben, da soll er drauf liegen. und dann halt ganz besonders aufpsasen, daß keiner an den Hund rangeht, kein Hund herkommt etc. - so sieht der Hund, daß er auch draußen auf der Decke entspannen kann. Dann wird er auch irgendwann (!) im Biergarten, wo andere Leute und Hunde sind, entspannt darauf liegenbleiben können, während ihr eßt. Aber das ist ja derzeit Zukunftsmusik :-)
    Oder man kann dafür auch ein Halstuch (zB auch mit nem bestimmten immer gleichen Duft!) benutzen, das ebenso daheim mit Entspannung verknüpft und dann später mit rausgenommen wird, sodaß er die entspannte Haltung mit rausnimmt quasi.

    Schön - alle Terris wieder da :-)

    Bei uns war´s recht entspannt. Wir hatten auch Raclette :-)
    Gegen 22 Uhr waren wir das letzte Mal draußen, vorsichtshalber diesmal angeleint (sonst hab ich das nie gemacht an Silvester, aber wenn man hier so viel liest, daß immer Hundis abhanden kommen..... Da wird man ganz schizophren *gg).

    Bossli total entspannt, der guckt nichtmal, wenns kracht, Biene leicht verunsichert, lief dann nach nem Kracher kurzzeitig an meinem Fuß klebend und mit der Zunge beschwichtigend, hat sich aber mit ein paar Sätzen überzeugen lassen, daß alles ok war, und ging dann wieder fröhlich schnuppern mit ganz normal lustig nach oben aufgerichtetem Schwänzlein.

    Frieda ganz ruhig gewesen, da gab´s Böller nur in größerer Entfernung, und die machen sie nicht nervös. Nur auf relativ geringe Entfernung, da erschrickt sie natürlich, weil sie nix sieht - aber das hatten wir diesmal gar net. Also ganz entspannt.

    Gestern Abend nochmal ein vereinzelter Böller, da rannte Biene kurz zu mir her, aber danach war´s gleich wieder entspannt.

    Auch die Katzis haben Mitternacht dann wohl einfach verpennt, keine Anzeichen von irgendwelchen hektischen Aktionen oder so im Zimmer.

    ...wie ich - war dann nämlich auch bald im Bett....*hust..... Voll die Silvesterparty, gelle..... *gg (früher wär mir des net passiert.....)

    Es kommt drauf an, was im Rassestandard steht. Beim Labrador und anderen Jagdhunden steht da schussfest. .....

    Der Rassestandard stellt ein Zuchtziel da, eine Idealvorstellung. Um dieses zu erreichen, wrid nur mit hunden gezüchtet, die möglichst viele der Zielvorstellungen möglichst weitgehend erfüllen. Aber der Rassestandard sagt nicht "jeder unter diesem Standard geborene Hund ist schußfest!" Der Sinn des Standards ist die Vorgabe der Zuchtrichtung für die im Standard züchtenden Vereinsmitglieder, nicht das Dienen als Garantie für Rasseeigenschaften.

    Sowohl beim LCD als auch beim DRC ist Schussfestigkeit ein Bestandteil des Wesenstests, den man als Besitzer eines LCD/DRC-Labbis per Kaufvertrag zur Nachzuchtkontrolle ablegen muss. Mit einer möglichen Zuchtzulassung hat das nichts zu tun.

    Ach - und wofür bitte brauche ich den Test der Schußfestigkeit, wenn diese doch in der Zucht oder in der Linie oder beim seriösen Züchter liegt? Dann könnte ich mir den doch sparen, weil ich weiß, das ist ein seriöser Züchter, oder der Hund kommt aus Arbeitslinie..... Allein diese Frage zeigt doch schon, daß Deine ursprüngliche Behauptung so nicht stimmen kann.

    Rassen, die ursprünglich für die Jagd verwendet wurden, sollten schussfest sein. Das muss man nicht auftrainieren.

    Nun ja, zumindest wenn sie vom seriösen Züchter stammen.

    Warum ein Aussie schussfest sein muss, verstehe ich nicht.

    Zum Thema: Nun ist es rum ums Eck. Entweder direkt handeln oder eben nicht.

    JEDER Hund sollte schußfest sein. Stell Dir vor, Du läufst im Wald mit Deinem Hund, irgendwo schießt ein Jäger (die melden ihre Jagden ja net vorher bei den Hundebesitzern an *gg), und Deiner erschrickt so sehr, daß er abhaut - herzlichen Glückwunsch.....

    Hab auch schon mal ne Rettungshundeprüfung erlebt, bei der ein nicht schußfester Aussie (ja ausgerechnet Aussie....) geprüft wurde. Wie der bis zu der Prüfung vorgedrungen war (im Einsatz gibt´s noch ganz andere Geräusche, wie zB Hubschrauber, die über einem suchenden Hund das Gelände mit der Wärmebildkamera absuchen!), ist mir ein Rätsel, aber naja.... Kam, wie´s kommen mußte: ein Schuß irgendwo im Wald während der vorgeführten Unterordnung, und der Hund war schlichtweg nicht mehr konzentriert zu kriegen vor Angst. Die konnt mit ihrem Hund wieder heimfahren......

    Und daß Schußfestigkeit angeboren ist, wage ich zu bezweifeln. Es gibt vielleicht zuchten mit nervenstarken oder -schwachen Hunden, in denen mit nervenschwachen Hunden bewußt nicht weitergezüchtet wird - das heißt aber sicher noch lang net, daß die Welpen auf die Welt kommen und beim ersten Schuß fröhlich Party feiern, weil Schußfestigkeit ja in den Genen liegt..... Da muß man schon trotzdem dran arbeiten.